Der Kastamonu-Uhrturm auf dem Sarayüstü-Hügel ist ein konkreter Anknüpfungspunkt für Stadtgeschichte. Im weiteren regionalen Umfeld kommen Nationalparks, Schluchten und Höhlen mit jeweils eigenen Ortsbezügen hinzu. Bei der Reiseplanung lohnt es sich, diese Ziele einzeln zu betrachten: Weglänge, Landschaft und Zugang unterscheiden sich deutlich.
Stadtgeschichte am Kastamonu-Uhrturm
Der Kastamonu-Uhrturm wurde 1885 von Gouverneur Abdurrahman Paşa auf dem Sarayüstü-Hügel errichtet. Das Bauwerk besteht aus Quaderstein und ist außen 5,60 × 5,60 Meter groß. Bis zur Spitze des kegelförmigen Dachs misst es 13,10 Meter. 2002 wurde der Turm restauriert. Baujahr, Material, quadratischer Grundriss und Dachform geben unterschiedliche Einblicke in seine Baugeschichte; die Restaurierung ergänzt diese um einen späteren Abschnitt.
Ilgaz: Wintersport und Naturtage
Im übergeordneten Reisegebiet liegt das Ilgaz-Wintersportzentrum im Ilgaz-Dağı-Nationalpark, der sich über die Provinzen Kastamonu und Çankırı erstreckt. Dort gibt es eine 800 Meter lange Skipiste sowie zwei 1.500 Meter lange Anlagen mit Sessellift und Skilift. Piste und Liftanlagen setzen einen klaren Wintersport-Schwerpunkt. Im selben Nationalpark sind auch Naturwanderungen und Tagesaktivitäten möglich; außerdem gibt es Möglichkeiten zum Zelten und zum Camping mit Wohnwagen.
Nationalparks und regionale Landschaften
Der Küre-Dağları-Nationalpark bildet einen weiteren regionalen Natur-Schwerpunkt. Er umfasst 37.000 Hektar in den Provinzen Kastamonu und Bartın; der größte Teil des Parks liegt in Kastamonu. Seine Ausdehnung über zwei Provinzen unterscheidet ihn räumlich vom Ilgaz-Dağı-Nationalpark, der ebenfalls in Kastamonu und einer Nachbarprovinz liegt.
Auch die Schluchten setzen unterschiedliche Akzente. Die steilen Felswände des Valla-Canyons im Dorf Muratbaşı im Landkreis Pınarbaşı bieten Lebensraum für Adler, Geier, Habichte und Falken. Im Dorf Ilıca im Landkreis Pınarbaşı gibt es am Horma-Canyon einen 3.500 Meter langen Wanderweg für Canyonbesichtigungen.
Weglängen und Zugänge bei den Canyons
Der Çatak-Canyon nahe dem Zentrum von Azdavay ist 7 Kilometer lang und von hohen Felswänden und Wäldern umgeben. Dort wurde 2017 eine gläserne Aussichtsterrasse eröffnet. Die Länge des Canyons ist von seiner Entfernung zum Ortszentrum zu unterscheiden: Der Canyon liegt 7 Kilometer vom Zentrum Azdavays entfernt. Die Anfahrt umfasst 6 Kilometer mit dem Fahrzeug und anschließend 1 Kilometer auf einem Wanderweg im Gebirge.
Der Ilıca-Wasserfall liegt am Ende des Horma-Canyons im Dorf Ilıca. Vom Dorf aus ist er über einen Fußpfad in etwa einer halben Stunde erreichbar. Damit unterscheiden sich die hier genannten Wege nach Art und Maß: Bei Horma ist eine Weglänge für Canyonbesichtigungen beschrieben, beim Wasserfall eine ungefähre Gehzeit ab dem Dorf.
Höhle und konkrete Besuchsbedingungen
Die Ilgarini-Höhle liegt nahe dem Dorf Yamanlar im Landkreis Pınarbaşı innerhalb des Küre-Dağları-Nationalparks. Sie ist 858 Meter lang und 250 Meter tief. Für den Zugang ist ein Führer erforderlich; der letzte, zweistündige Abschnitt führt durch einen feuchten, unberührten Wald mit steilem Anstieg. Wer den Höhlenbesuch plant, sollte den erforderlichen Führer und diesen Abschnitt bei der Zeitplanung berücksichtigen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schwarzmeerküste Türkei.