Archäologische Fundstellen geben Hacıoğlu ein vielschichtiges Profil: In Nohutluk reichen die zeitlichen Bezüge von der frühen bis mittleren Bronzezeit bis zu hellenistischen Funden; Karapinar ist römisch und byzantinisch eingeordnet. Für Reisende mit Interesse an Geschichte ergibt sich so kein einzelner Epochen-Schwerpunkt, sondern ein breiteres Bild unterschiedlicher Siedlungsspuren. Wer eine Ferienwohnung in Hacıoğlu sucht, kann diesen kulturellen Schwerpunkt bei der eigenen Reiseplanung berücksichtigen.
Archäologische Zeitspuren in Nohutluk
Güllüavlu im Gebiet Nohutluk ist als archäologische Siedlungsstätte der frühen bis mittleren Bronzezeit eingeordnet. Eine mittelgroße Siedlung in Nohutluk weist eine archäologische Streuung von etwa einem Hektar auf. Zu ihren Merkmalen gehören handgefertigte Keramik und Lehmverputz; hinzu kommen Keramik aus dem frühen bis mittleren 1. Jahrtausend und aus hellenistischer Zeit. Die Zeitstellungen reichen damit von der ausdrücklich bronzezeitlich eingeordneten Siedlungsstätte bis zu weiteren Epochenbezügen. Wer sich mit den Fundplätzen beschäftigt, begegnet in Nohutluk also nicht nur einer einzelnen historischen Einordnung.
Köyaltı und Karapinar
Das antike Siedlungsgebiet im Köyaltı-Mevkii wurde auf den privaten Parzellen 118 ada 71–78 sowie 123 ada 12–14 festgestellt. Es ist gemäß Artikel 6 des Gesetzes Nr. 2863 als archäologische Stätte III. Grades registriert.
Karapinar ist im Hacıoğlu-Quadrat als römische und byzantinische Fundstelle verortet. Auf einer Terrasse an der Wasserscheide von Karasu und Demirci liegt eine dichte Streuung aus Ziegeln und Keramik von etwa fünf Hektar. Das ist eine deutlich andere Größenordnung als die etwa ein Hektar große Streuung in Nohutluk: Die für Karapinar genannte Fläche ist ungefähr fünfmal so groß.
Fundgeschichte und Datierung
Die Fundstelle Maltepe bei Hacıoğlu wurde 1998 im Rahmen der archäologischen Untersuchung des zentralen Karasu-Tals dokumentiert. Bei Güllüavlu wurde im selben Jahr eine Fundstelle durch Bulldozerarbeiten für einen Entwässerungsgraben entlang der Erfelek-Straße angeschnitten. Die Jahreszahl bezeichnet dabei zwei verschiedene Ereignisse: bei Maltepe die Untersuchung, bei Güllüavlu die Arbeiten am Entwässerungsgraben.
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