Die heutige Siedlung Üçağız liegt auf dem Gebiet der kleinen lykischen Hafenstadt Teimiussa. Kaleücagız verbindet damit einen heutigen Küstenort mit einem archäologischen Erbe, das sich an Land und vom Wasser aus erschließt. Die Siedlungen Kale und Üçağız liegen an der Küste des besonders geschützten Umweltgebiets Kaş-Kekova. Steinerne Häuser und schmale Gassen an der Uferseite prägen den Charakter von Kale Üçağız. Für Ihre Planung stellt sich deshalb weniger die Frage nach einer einzelnen Sehenswürdigkeit als danach, ob Sie historische Spuren, Wege durch die Landschaft oder Ausflüge auf dem Wasser in den Mittelpunkt stellen.
Teimiussa: Nekropole, Gräber und versunkener Kai
Die Nekropole von Teimiussa ist mit Blocksteinsarkophagen angefüllt, die aus dem anstehenden Fels herausgearbeitet wurden. Auch in Üçağız gibt es zahlreiche Überreste von Gräbern. In der Nähe des Kais befinden sich zwei hausförmige Felsgräber. Neben einem steht die Figur eines jungen Mannes oder Kindes; über dem Eingang nennt eine lykische Inschrift Kluwanimi. Die hausförmige Gestalt unterscheidet diese Gräber sichtbar von den Blocksteinsarkophagen der Nekropole, während die Inschrift einen einzelnen Namen festhält.
Zum historischen Erbe von Teimiussa (Üçağız) gehört außerdem ein im Wasser versunkener Kai. Bei den entlang der Küste von Teimiussa verteilten Sarkophagen gibt es kleine Stege und Treppen, über die Besucher vom Meer aus Zugang erhalten. Damit stehen zwei maritime Aspekte nebeneinander: der versunkene Kai und die Gräber entlang der Küste mit ihren Zugängen vom Wasser aus.
Zu Fuß, mit dem Rad und vom Wasser aus
Für Erkundungen an Land gibt es ausgebaute Wanderwege in Kale Üçağız. Außerdem führt der Lykische Weg durch die Siedlung: Von einem Platz hinter den Häusern verläuft er über einen Feldweg und erreicht nach etwa 2–3 km die Werft. Unterhalb der Siedlung führt der Weg wieder zur Küste; vom Kiesstrand setzt er sich auf einem schmalen Pfad in Richtung Andriake fort. Der Wechsel vom Feldweg zur Küstenpassage gibt der Route eine konkrete Abfolge. Die ungefähre Distanz bis zur Werft bietet eine Orientierung für diesen Abschnitt. Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann ausgebaute Fahrradrouten zur Erkundung der Landschaft nutzen.
Auf dem Wasser führen Ausflüge zu anderen Zielen. Vom natürlichen Hafen von Üçağız starten Bootsausflüge nach Simena (Kaleköy) und zur Insel Kekova; der Hafen ist für See- und Yachttourismus von Bedeutung. Von Kale Üçağız aus können Besucher die versunkene Stadt bei Kanu- oder Bootstouren von oben betrachten. Direkte Tauchgänge an der versunkenen Stadt sind ausgeschlossen. So unterscheiden sich die Perspektiven: Wander- und Fahrradrouten erschließen die Landschaft an Land, während Kanu und Boot den Blick auf die versunkene Stadt von oben richten.
Anreise, Küche und Hotelwahl
Auf der Straße zwischen Antalya und Kaş zweigt etwa 18 km vor Kaş eine Straße in Richtung Süden nach Üçağız ab; die Fahrt dorthin dauert ungefähr eine halbe Stunde. In den Restaurants von Kale Üçağız können Besucher mediterrane Küche probieren.
Bei der Suche nach einem Hotel in Kaleücagız können Sie Ihre Reiseplanung an den gewünschten Erlebnissen ausrichten: historische Stätten an Land, Wander- und Fahrradrouten oder Bootsausflüge nach Simena und Kekova. Überlegen Sie, welche dieser unterschiedlichen Perspektiven für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen soll.
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