Szabadszállás erschließt sich besonders über Kirchen, Sammlungen und Erinnerungsorte. Wer den Aufenthalt kulturell ausrichten möchte, kann Baugeschichte mit lokaler Lebenswelt und den Petőfi-Bezügen verbinden. Im näheren Umfeld kommen Vogelbeobachtung und eine etwa dreistündige Wanderung durch Sanddünen hinzu. So bietet die Planung unterschiedliche Akzente: Ortsgeschichte im Ort und Naturbeobachtung oder Wandern in der Umgebung.
Kirchenbau und Petőfi-Erinnerungen
Die reformierte Kirche von Szabadszállás ist ein barocker Bau; ihr heute sichtbarer Baukörper entstand zwischen 1747 und 1759. Der Turm wurde 1771 errichtet. Eine ovale Gedenktafel über dem Turmeingang erinnert mit ihrer Inschrift an den Bau der Kirche durch die reformierte Bevölkerung im Jahr 1770 mit Genehmigung Maria Theresias. Bei der katholischen Kirche steht ein anderes architektonisches Detail im Mittelpunkt: Sie wurde 1929 nach Plänen des Architekten Fridrich Lajos fertiggestellt, und ihr Grundriss wurde an die Form des Grundstücks angepasst. Stil, datierte Bauteile, Inschrift und Grundstücksform geben jeweils einen eigenen Zugang zur Baugeschichte.
Die Petőfi-Orte verbinden eine Familiengeschichte mit späteren Formen des Gedenkens. Das Petőfi-Sándor-Denkmal kennzeichnet den früheren Wohnort von Petrovics István und Hrúz Mária, die sich 1818 in Szabadszállás niederließen. Im Garten der Petőfi-Sándor-Stadtbibliothek steht eine Büste von Páli Lajos, die 1969 aufgestellt wurde. Die Tóth-Sándor-Heimatkundliche Sammlung zeigt auf zwölf Tafeln die Jahre der Familie Petrovits in Szabadszállás und die Verbindung Petőfi Sándors mit dem Ort.
Sammlungen und öffentliche Erinnerungsorte
Die Tóth-Sándor-Heimatkundliche Sammlung macht auch die Alltags- und Sachkultur vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts anschaulich. Zu sehen sind Gebrauchsgegenstände, Kleidung und Geräte aus Pflanzenbau und Viehzucht; außerdem werden alte Handwerke vorgestellt. Eine weitere ethnografische Ausstellung befindet sich im Dörmögő-Haus, dem früheren Pförtnerhaus von Pőcze Imre. Das heutige Gedenkhaus zeigt zeittypische Möbel und Gebrauchsgegenstände. Im Komitat Bács-Kiskun ist es die einzige József-Attila-Gedenkstätte. Eingeweiht wurde es am 11. April 2005 zum 100. Geburtstag des Dichters im Rahmen des József-Attila-Gedenkjahres.
Auch die Denkmäler unterscheiden sich nach Anlass und Form. Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde 1922 zu Ehren der im Krieg gefallenen Einwohner errichtet und trägt 255 Namen. Das Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs wurde 1992 im Stadtzentrum eingeweiht; es trägt mehr als 200 Namen militärischer und ziviler Opfer. Eine Gedenktafel erinnert an Rozsnyai Pál, einen Husaren-Oberleutnant, der 1848 aus der kaiserlichen Armee floh und später Oberrichter von Szabadszállás wurde. Der Europäische-Union-Gedenkpark im Stadtzentrum wurde von der Stadt zur Erinnerung an den Beitritt am 1. Mai 2004 angelegt.
Naturziele im näheren Umfeld
Die Oberen Kiskunság-Salzwasserseen liegen in der Umgebung von Szabadszállás und Akasztó. Ihre großen, flachen und offenen Wasserflächen bieten zahlreichen Wasservögeln geeignete Lebensräume. An der Grenze von Fülöpszállás bietet die Route zum Kelemen-szék Vogelbeobachtung mit Ferngläsern von Aussichtstürmen sowie einen Spaziergang auf einem Lehrpfad mit botanischen und weiteren naturkundlichen Eindrücken. Das Gebiet Fehérhegy an der Grenze zu Fülöpháza setzt einen anderen Schwerpunkt: Dort führt eine etwa dreistündige Wanderung durch Sanddünen. Der Vergleich der Angebote hilft bei der Auswahl: Kelemen-szék verbindet Beobachtung und Lehrpfad, Fehérhegy die Wanderung mit der Dünenlandschaft.
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