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Wer Tass als Reiseziel erwägt, findet zwei klare Orientierungspunkte: die Kulturgeschichte des Ortes und seine Wasserbezüge. Entlang der Donau und des Kiskunsági-Kanals befinden sich in Tass annähernd tausend Ferienimmobilien. Die ungefähre Zahl macht den Wasserbezug des Ferienaufenthalts greifbar; Kirchen, Denkmäler und der jüdische Friedhof eröffnen zugleich kulturgeschichtliche Themen. So stehen bei der Ortswahl sowohl die Lage an den Gewässern als auch die Geschichte des Ortes im Blick.

Markante Denkmäler und Kirchen

Ein ungewöhnliches Denkmal ist der Szigetfői Őrfa: ein etwa fünf Meter hoher, entrindeter und geschnitzter Akazienstamm. Seine Wurzeln zeigen nach oben; gekrönt wird er von einer symbolisch geschnitzten Neptunfigur. Die Tassi Helytörténeti Egyesület ließ das Denkmal errichten, enthüllt wurde es am 30. Juni 2012. Der aufwärts gerichtete Wurzelstock und die Neptunfigur geben dem Werk seine besondere Form.

Die römisch-katholische Kirche in Tass ist ein klassizistisches, denkmalgeschütztes Bauwerk. Sie wird auch Kirche der Heiligen Drei Könige genannt; beide Namen bezeichnen dieselbe Kirche. Ebenfalls denkmalgeschützt ist das Darányi kastély. Diese Bauwerke ergänzen das Szigetfői Őrfa um weitere historische Bezugspunkte im Ort.

Ortsgeschichte und Musik

Die reformierte Kirche in Tass besitzt eine Orgel, die Sándor Országh 1888 baute und die weiterhin funktionsfähig ist. In den letzten Jahren fanden dort zahlreiche Konzerte statt. Die Verbindung aus einem genau datierten Instrument und seiner berichteten Konzertnutzung gibt der Kirche neben ihrer religiösen Bedeutung auch eine musikalische Geschichte.

Auf dem jüdischen Friedhof in Tass stehen erhaltene, mehrere Jahrhunderte alte Grabsteine in parallelen Reihen. Sie tragen hebräische Inschriften und bestehen aus rotem Kalkstein; später kam auch schwarzer Marmor hinzu. Material, Inschriften und Anordnung machen den Friedhof zu einem eigenen Teil der Ortsgeschichte.

Brunnen und Schleuse

Der Dr. Szelecsényi Zsigmond kút befindet sich im Zentrum von Tass. Sein Trinkwasser ist reich an wohltuenden Mineralstoffen. Ein anderes Wasser-Thema ist der Tassi-Zsilip: Das Beobachten des Schleusungsvorgangs gilt als touristische Sehenswürdigkeit. Damit stehen neben den Kirchen und Denkmälern auch Brunnen und Schleuse als unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Beschäftigung mit Tass.

Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Bács-Kiskun

Über Tass hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Bács-Kiskun weitere, eigenständige Themen. In Tiszaalpár vermittelt der Lehrpfad Tiszaalpár, Földvár die Geschichte der bronzezeitlichen Befestigungsanlage Tiszaalpári Földvár und die Lebensweise der Menschen in der Bronzezeit. Eine aus Anlass des Millenniums errichtete Rekonstruktion eines Dorfes aus der Árpád-Zeit stellt die bei örtlichen Ausgrabungen entdeckte Siedlungsstruktur dar. In Kiskunhalas können Besucher im Kiskunhalasi Csipkeház und Csipkemúzeum die Geschichte der Halaser Spitze kennenlernen, jahrhundertealte Spitzenarbeiten bewundern und den Prozess des Spitzenstickens sehen; die Geschichte der Spitze begann 1902.

Auch Naturthemen sind in Bács-Kiskun vertreten. Der Boróka-Lehrpfad in Bugac ist 1.100 Meter lang und verfügt über Informationstafeln sowie Erlebnisstationen wie ein Waldxylophon und ein Spiel-Fernrohr. Am Szelidi-See behandelt ein Lehrpfad zu den Blaualgen an zwölf Informationsstationen die Entwicklung des Sees, die Eigenschaften seines Wassers, dort lebende Organismen und die Tierwelt der Umgebung. Er ist ganzjährig zu Fuß und mit dem Fahrrad zugänglich; prüfen Sie die örtlichen Bedingungen vor Ihrem Besuch. Diese regionalen Angebote sind eigenständige Themen außerhalb von Tass.

Weitere Reiseziele entdecken: Szabadszallas, Szalkszentmárton, Apostag

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kunszentmiklósi.

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