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In Bodrogkeresztúr kommen Kirchenbau, archäologische Geschichte und eine zu Fuß erreichbare Aussicht zusammen. Das macht den Ort interessant für Reisende, die kulturelle Entdeckungen mit einer konkreten Aktivität im Freien verbinden möchten. Zugleich ist das kein einheitliches Themenangebot: Ein genau datierter Kirchenbau, eine mittelalterliche Kirche mit erhaltenen Malereifragmenten und die im Keresztúri Kincsestár präsente Kupferzeit eröffnen jeweils einen anderen Blick. Für Ihre Aufenthaltswahl können Sie daher zuerst abwägen, ob Bau- und Kunstgeschichte, Archäologie oder der Aussichtspunkt den Ausschlag geben.

Kirchenbau und erhaltene Malerei

Die griechisch-katholische Kirche von Bodrogkeresztúr wurde 1782 erbaut und ist dem heiligen Großmärtyrer Georg geweiht. Ihr genaues Baujahr setzt einen klaren zeitlichen Bezugspunkt. Die römisch-katholische Kirche ist dagegen das älteste Gebäude des Ortes und ungefähr 800 Jahre alt. An ihr sind Fresko- und Seccofragmente erhalten; die Kirche gilt als eine der am schönsten ausgemalten erhaltenen gotischen Kirchen des 15. Jahrhunderts in Ungarn. Die beiden Kirchen eröffnen damit unterschiedliche Zugänge: Die eine ist mit einem konkreten Baujahr und einer Weihe verbunden, die andere mit einem ungefähren Alter und erhaltenen Malereifragmenten.

Kupferzeit im Keresztúri Kincsestár

1921 brachte die Ausgrabung eines prähistorischen Friedhofs die kupferzeitliche Bodrogkeresztúr-Kultur ans Licht. Das Jahr bezeichnet die Ausgrabung; die Kultur selbst gehört der Kupferzeit an. Ihre Hinterlassenschaften sind im Keresztúri Kincsestár zu entdecken. So führt der Ortsbezug vom Ausgrabungsereignis zu einer weit älteren Kulturgeschichte. Der Audioguide zum Kincsestár ist im Internet und in der Bodrogkeresztúr-App verfügbar. Da sich digitale Verfügbarkeit ändern kann, prüfen Sie sie am besten vorab.

Aussichtspunkt, Schutzgebiet und Parkkunst

Bodrogkeresztúr grenzt an das Landschaftsschutzgebiet Bodrogzug Tájvédelmi Körzet. Oberhalb des Ortes gibt es einen Aussichtspunkt, den Besucher zu Fuß erreichen können. Das sind unterschiedliche Orientierungspunkte: Die Schutzgebietsgrenze verortet den Ort im Verhältnis zur geschützten Landschaft; der Aussichtspunkt ist ein konkret benanntes Ziel für eine Unternehmung zu Fuß. Im Keresztúriak parkja steht außerdem eine Bacchus-Statue, die für Tokaj-Hegyalja typisch ist. Das Kunstwerk ergänzt die Kirchen und den Kincsestár um ein weiteres kulturelles Motiv mit regionalem Bezug.

Weitere Perspektiven in Borsod-Abaúj-Zemplén

Im übergeordneten Reiseziel Borsod-Abaúj-Zemplén kommen weitere, eigenständige Themen hinzu. Das Baradla-Domica-Höhlensystem gehört zum UNESCO-Welterbe der Höhlen im Aggtelek- und Slowakischen Karst. Die kurze Aggtelek-Höhlentour ist 1 Kilometer lang, dauert 60 Minuten und gilt als leicht. Einen anderen Akzent setzt die Tokajer Weinregion: Sie ist als geschütztes Weinbaugebiet rechtlich geschützt; Klima, Bodenqualität und Hangexposition eignen sich für den Anbau von Weintrauben. Zusammen bieten diese regionalen Beispiele einen eigenen Blick auf Höhlen- und Weinlandschaften, während Bodrogkeresztúr mit seinen Kirchen, dem Kincsestár und dem Aussichtspunkt andere Schwerpunkte setzt.

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