Hangzhou lässt sich über zwei unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte entdecken: die gestaltete Landschaft des Westsees und das weit ältere archäologische Erbe von Liangzhu. Hinzu kommen der Lingyin-Tempel und die besondere Geologie des Feilai Feng. Diese Themen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um Ihre Reise nach den eigenen Interessen auszurichten.
Westsee: Landschaft und Gestaltung
Der Westsee ist an drei Seiten von Hügeln und an der vierten Seite von der Stadt Hangzhou umgeben. Zur Kulturlandschaft gehören Tempel, Pagoden, Pavillons, Gärten und Zierbäume ebenso wie Dämme und künstliche Inseln. Natur und von Menschen gestaltete Elemente stehen hier zusammen in einem eng umrissenen Landschaftsbild.
Zu den wichtigsten künstlichen Elementen zählen zwei Dämme und drei Inseln. Sie entstanden zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert durch wiederholtes Ausbaggern. Seit der Südlichen Song-Dynastie werden zudem zehn poetisch benannte Landschaftsorte als idealisierte klassische Landschaften beschrieben, die eine vollkommene Verbindung von Mensch und Natur verkörpern. Der Westsee beeinflusste über Jahrhunderte die Gartengestaltung in China sowie in Japan und Korea. Wer sich für Gartenkunst interessiert, begegnet hier also nicht nur einzelnen Bauwerken, sondern einem Landschaftsideal mit einer langen Wirkungsgeschichte.
Lingyin-Tempel und Feilai Feng
Der Lingyin-Tempel wurde im Jahr 326 n. Chr. erbaut und gilt als frühester Nachweis für buddhistische Tempel in Hangzhou. Seine Geschichte reicht damit weit zurück; sie bildet einen anderen kulturellen Zugang als die über Jahrhunderte geformte Landschaft am Westsee.
Zum selben thematischen Schwerpunkt gehört der Feilai Feng, auch Lingjiu Feng genannt. Der Berg ist 168 Meter hoch und besteht aus Kalkstein, wodurch er sich von den umliegenden Bergen unterscheidet. Tempelgeschichte und Geologie bieten unterschiedliche Blickwinkel auf die Kultur- und Landschaftsthemen Hangzhous.
Liangzhu: archäologisches Erbe
Das archäologische Erbe von Liangzhu umfasst eine Stadtanlage, komplexe äußere Wasserbauanlagen und zeitgleiche, hierarchisch gegliederte Gräberfelder einschließlich eines Altars. Diese Elemente stammen aus einem Zeitraum von ungefähr 5.300 bis 4.300 Jahren. Sie machen Liangzhu zu einem eigenen Schwerpunkt für Reisende, die sich mit frühen Siedlungsstrukturen und archäologischen Anlagen beschäftigen möchten.
Das Gebiet der archäologischen Ruinenstadt Liangzhu umfasst die Stadtanlagen, das Yaoshan-Ruinengebiet und die äußeren Wasserbausysteme auf rund 14,33 Quadratkilometern. Es bietet Besuchern einen Ort, an dem sie 5000 Jahre chinesischer Zivilisation erleben und sich mit ihnen auseinandersetzen können. Die großräumige Anlage und die unterschiedlichen archäologischen Bestandteile eröffnen dabei einen anderen Zugang zur Geschichte als die einzelnen Tempel und gestalteten Landschaftselemente am Westsee.
Workshops und Aktivitäten
Im Werkstattbereich Zhongjiagang des Liangzhu City Archaeological Ruins Park gibt es praktische Workshops zu Jade, Lack, Papierquilling, Kreiseln und Textilherstellung. Die verschiedenen Themen geben Raum, sich handwerklichen Traditionen auf konkrete Weise zu nähern.
Eine Programmbeschreibung aus Mai 2022 nennt außerdem für den Bereich des Dorfes Nanchengqianghe im Liangzhu City Archaeological Ruins Park interaktive Aktivitäten wie Malen und archäologisches Graben im Sand. Dabei können Besucher Grundlagen archäologischer Ausgrabungsforschung kennenlernen. Prüfen Sie vor der Planung, ob diese Angebote aktuell verfügbar sind.
Den kulturellen Schwerpunkt für die Reise wählen
Stimmen Sie die konkrete Unterkunft anschließend auf Ihre eigenen Reisepläne ab und prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit.
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