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Das Poi-Kalon-Minarett ist ein Meisterwerk der Ziegeldekoration aus der Karachanidenzeit. Das architektonische Ensemble Poi-Kalon umfasst zwei Medresen, das Kalon-Minarett und eine gleichnamige Moschee. Das Kalon-Minarett wurde 1127 von Arslankhan, dem Herrscher des Karachanidenstaats, erbaut. Die Datierungen und die besondere Ziegelarbeit geben der Baukunst in Buchara ein konkretes historisches Profil.

Historische Baukunst in Buchara

Das historische Zentrum von Buchara ist mehr als 2.000 Jahre alt und eines der besterhaltenen Beispiele islamischer Städte Zentralasiens aus dem 10. bis 17. Jahrhundert. Das Grabmal von Ismail Samani gilt als das besterhaltene Beispiel der Architektur des 10. Jahrhunderts in der gesamten muslimischen Welt. Das Samaniden-Mausoleum ist außerdem ein Ort muslimischer Pilgerfahrt. In Buchara sind mehr als 140 Denkmäler aus verschiedenen Epochen erhalten.

Auch weitere Bauwerke erschließen unterschiedliche Aspekte des kulturellen Erbes. Die Magoki Attori in Buchara ist eine der ältesten Moscheen Usbekistans. Das Chashma-Ayub-Mausoleum ist von architektonischer Bedeutung. Die Residenz Sitorai Mohi-khosa ist in einen alten Teil im orientalischen Stil und einen neuen Teil im europäischen Stil gegliedert. Die ehemalige Residenz ist zu einem Museum für dekorative und angewandte Kunst geworden.

In Vobkent steht ein weiteres Beispiel aus der Karachanidenzeit: Das Vobkent-Minarett wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist 40,3 Meter hoch. So führen die historischen Angaben zu Bauwerken in Buchara vom 10. Jahrhundert über das 11. Jahrhundert bis zu Minaretten des 12. Jahrhunderts. Für eine Reise, bei der Bauformen und ihre zeitliche Einordnung im Mittelpunkt stehen, bietet diese Abfolge einen hilfreichen roten Faden.

Archäologische Orte und Handwerk

Auf dem Gelände der antiken Festung Gijduvan Kurgan befinden sich Kultur- und Kulturerbestätten, die für touristische Besuche vorbereitet sind. Dazu gehört das Alte Steinhausbad. Kurgan erhielt im November 2024 den Status einer touristischen Mahalla. In Handwerkszentren und Heimwerkstätten von Gijduvan können Besucher Erzeugnisse der Gijduvan-Stickerei sehen. Damit stehen in der Region sowohl archäologische Zeugnisse als auch ein lokales Kunsthandwerk im Blick.

Paykend erzählt von einer weiteren historischen Rolle: Während der Herrschaft der Samaniden entwickelte sich die Siedlung zu einem bedeutenden Handels- und Handwerkszentrum. Dort wurden die Überreste einer Freitagsmoschee aus dem 11. Jahrhundert entdeckt. Die Ruinen der mittelalterlichen Siedlung wurden durch die Wüste über Jahrtausende bewahrt und von Archäologen als „Pompeji Asiens“ bezeichnet. Stadtgeschichte, Handel und archäologische Spuren greifen hier ineinander, ohne dass Paykend auf eine einzelne Epoche reduziert wird.

In Varakhsha besteht der Kern aus einer zweigeteilten Festung mit großen Mauern aus Lehmziegeln. Der westliche Teil ist nahezu quadratisch und etwa 26 Meter breit. Auch Ark gehört zu den historischen Bezugspunkten der Region und gilt derzeit als das älteste archäologische Denkmal.

Wüstenlandschaft und lokale Küche

Die Landschaft prägt den größeren Zusammenhang dieser Entdeckungen: Der größte Teil des Gebiets der Region Bukhara ist von den Sandflächen der Kysylkum-Wüste bedeckt. Im Wüstengebiet des Distrikts Romitan liegt der Tourismuscluster „Bukhara Desert Oasis & Spa“. Die Wüste ist zugleich Teil der Geschichte Paykends, dessen mittelalterliche Ruinen durch sie über Jahrtausende bewahrt wurden.

Auch die Küche bietet ein konkretes regionales Detail. Bucharas Osh-Sophie-Plow wird nicht vermischt und ausschließlich in einem Kupferkessel gekocht. Zusammen mit den Bauwerken, archäologischen Stätten und der Wüstenlandschaft zeigt diese Spezialität, wie vielfältig sich eine Reise durch die Region thematisch gestalten lässt.

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