Zum Inhalt

Ein besonderes Profil von La Phù entsteht aus zwei kulturellen Themen: dem Komplex aus Đình und Chùa sowie der handwerklichen Herstellung von Süßwaren und Strickwaren. Für die Reiseentscheidung macht dieser Kontrast den Ort greifbar: Hier stehen religiöse Architektur und historische Objekte einer lokalen Produktionskultur gegenüber. Die Themen ergänzen einander, bleiben aber klar unterscheidbar: Der Komplex lässt sich über Bauform, Verehrung und Sammlungsstücke erfassen, das Handwerk über Waren und Lebensmittel.

Ein Denkmal aus Đình und Chùa

Der Komplex Đình, chùa La Phù wurde mit Beschluss Nr. 191-VH/QĐ vom 22. März 1988 als nationales Architektur- und Kunstdenkmal eingestuft. Das Đình La Phù ist im chữ-Tam-Stil errichtet und umfasst Tam quan, Đại đình und Hậu cung. Der Stil und die drei benannten Bestandteile geben dem Bau konkrete Anhaltspunkte für einen genaueren Blick auf die Architektur.

Die Einstufung gilt dem Komplex als Ganzem; Stilbezeichnung und drei Bestandteile beziehen sich auf das Đình La Phù. So lassen sich zwei Ebenen unterscheiden: das Ensemble als nationales Denkmal und die architektonische Gliederung eines seiner Gebäude. Đình La Phù und Chùa La Phù liegen unmittelbar nebeneinander und bilden einen Architekturkomplex nach dem Prinzip „Gottheit vorn, Buddha hinten“. In der Đình wird Tĩnh Quốc đại vương verehrt, der Schutzgott des Dorfes La Phù.

Stelen, Glocken und Figuren

Die Chùa La Phù bewahrt mehrere klar unterscheidbare Zeugnisse. Zwei quadratische Stelen wurden 1677 errichtet; eine weitere Stele, Thiên Hưng tự hậu phật bia ký, gehört der Lê-Trung-Hưng-Zeit an. Bei den Glocken sind zwei Daten zu unterscheiden: Thiên Hưng cổ tích wurde 1794 gegossen, Thiên Hưng tự chung 1849.

Die Figuren ergänzen den Bestand in zwei Materialgruppen: drei naturalistisch gestaltete Steinstatuen der volkstümlichen Kunst des 17. bis 18. Jahrhunderts und drei im 19. Jahrhundert gegossene Bronzestatuen. Letztere stellen Từ Đạo Hạnh, Không Lộ und Giác Hải dar. Die historischen Eckdaten lassen sich direkt vergleichen: Die Stelen wurden 1677 errichtet, die Glocken tragen die Gussjahre 1794 und 1849, für die Bronzestatuen ist das 19. Jahrhundert angegeben. Die Steinstatuen decken mit ihrer Datierung ins 17. bis 18. Jahrhundert einen eigenen Zeitraum ab.

Handwerk und lokale Herstellung

La Phù ist ein Handwerksdorf für bánh kẹo (Süßwaren) und Strickwaren. Zu den traditionellen Produktionszweigen gehören auch die Lebensmittelverarbeitung sowie Kuchen und Süßigkeiten, insbesondere bánh nướng und bánh dẻo nach traditioneller Art. Die genaue Nennung dieser Sorten macht den Schwerpunkt greifbarer als der allgemeine Begriff Süßwaren; zugleich umfasst die handwerkliche Seite mit Strickwaren und Lebensmittelverarbeitung mehr als einzelne Produkte.

Für die Auswahl nach Interessen ergibt sich damit ein klarer Vergleich: Der Đình-Chùa-Komplex bündelt Bauform, religiöse Überlieferung und historische Gegenstände. Die handwerkliche Tradition lenkt den Blick dagegen auf Herstellung, Textilien und Lebensmittel. Wer sich für Kulturerbe interessiert, kann La Phù über beide Themen einordnen; wer vor allem nach lokalen Produktionszweigen sucht, findet konkrete Anknüpfungspunkte in Strickwaren und den benannten bánh-Sorten.

Weitere Reiseziele entdecken: Kim Quan, Thị xã Sơn Tây, Ðồng Dụ, Hanoi, Tt. Đông Anh

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ha Noi.