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Canillo bietet zwei sehr unterschiedliche kulturgeschichtliche Themen: barocke Kirchenkunst und die Entwicklung des Motorrads. Im weiteren Reisegebiet kommen Landschaft, geführte Routen und weitere Kulturorte hinzu. So lässt sich der Aufenthalt nach den eigenen Interessen ausrichten, ohne diese Themen zu einem einzigen Ausflug verbinden zu müssen.

Kunst und Technik in Canillo

In der Pfarrkirche Sant Serni befindet sich ein barocker Hauptaltaraufsatz aus dem 17. Jahrhundert. Er ist Sant Serni gewidmet, einem Bischof und Märtyrer von Toulouse aus dem 3. Jahrhundert. Die beiden Zeitangaben setzen einen deutlichen historischen Kontrast: Die Widmung gilt einer Figur aus der Spätantike, während der Altaraufsatz aus der Barockzeit stammt.

Das Museu de la Moto in Canillo richtet den Blick auf die Technikgeschichte. Zur Sammlung gehören frühe Dampfmotorräder, darunter ein Modell von Sylvester Howard Roper aus dem Jahr 1867, frühe Benzinmotorräder vom Ende des 19. Jahrhunderts sowie Renn-, Straßen- und Offroad-Motorräder. Das Motorradmuseum von Canillo zeigt auf 700 Quadratmetern 150 Modelle bekannter Marken und veranschaulicht die Entwicklung des Motorrads von 1896 bis 2013. Die verschiedenen Kategorien geben mehrere Ansatzpunkte, um sich mit frühen Konstruktionen, dem Einsatz auf der Straße oder mit Renn- und Offroad-Modellen zu beschäftigen.

Im weiteren Reisegebiet Canillo

Auch Architektur und Kunst ergänzen das Kulturthema. Der romanische Glockenturm von Sant Serni wurde im 17. Jahrhundert umgestaltet, ist 27 Meter hoch und überragt die Altstadt von Canillo. Im ehemaligen Heiligtum von Meritxell befindet sich heute eine Dauerausstellung zur Geschichte und Verehrung von Meritxell, der Schutzpatronin Andorras. Das Heiligtum organisiert außerdem Führungen.

Espai Galobardes ist eine 300 Quadratmeter große Galerie im Seilbahngebäude von Canillo. Dort sollen 524 Werke von Francesc Galobardes aufbewahrt und ausgestellt werden. Außerdem soll die Galerie Ausstellungen anderer Künstler und kultureller Ausdrucksformen aus Andorra und dem Ausland aufnehmen.

In der zugehörigen Gemeinde Canillo besteht ein Teil der Bodenfläche des Mirador del Roc del Quer aus transparentem Glas. Im übergeordneten Reisegebiet liegt auch der Pont Tibetà de Canillo im Vall del Riu: Er befindet sich auf mehr als 1.875 Metern Höhe, ist einen Meter breit und verläuft bis zu 158 Meter über dem Boden.

Landschaft und Aktivitäten

Die Coma de Ransol verbindet eine vielfältige Pflanzenwelt mit einem Lebensraum für verschiedene Säugetiere. Dort wachsen Schwarzföhren und Wacholder; in der Krautschicht kommen Heidekraut, abarset und Heidelbeeren vor. An sonnigen Stellen wächst bàlec. Zu den alpinen Blumen zählen Enzian, Pyrenäen-Lilie, Schafgarbe und gelbes Labkraut. In der Coma de Ransol leben unter anderem Wildschweine, Rehe, Gämsen, Steinmarder, Hasen und Murmeltiere. Eine Sichtung der Wildtiere ist nicht garantiert.

Zwei ökotouristische Routen in der Pfarrei Canillo werden von qualifizierten Fachleuten geführt. Sie verlaufen im Incles-Tal und im Ransol-Tal, das auch Coma de Ransol genannt wird. Der Camí de l'Obaga im Incles-Tal ist in einer Richtung 2,6 Kilometer lang.

Für Reisen mit Kindern gibt es im weiteren Reisegebiet Canillo mehrere ausgewiesene Angebote. Der Kinderbereich des Family Park Canillo umfasst Rutschen, Minigolf, Hüpfburgen, Trampoline und Acrojump. Im Family Park im Sektor Canillo wird im Sommer Minigolf ab drei Jahren angeboten; der kostenlose Außenspielbereich ist für Kinder von vier bis elf Jahren bestimmt. Die Angebote sind saisonal. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob der Family Park im Sommer aktuell in Betrieb ist.

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