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Ein Spaziergang über das brabantische Plateau, historische Höfe und die Tour de la Saint-Jean geben Lillois-Witterzée unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung. Die Promenade bietet einen konkreten Ausgangspunkt für einen Spaziergang; die Baugeschichte zeigt sich in mehreren Höfen und weiteren Bauwerken. Hinzu kommt eine Festtradition, deren Termine und Programm je nach Jahr variieren. So können Sie abwägen, ob Sie vor allem einen Weg im Freien, Architekturgeschichte oder ein zeitgebundenes Ereignis in Ihre Reise einbeziehen möchten.

Promenade und Landschaft

Die Promenade de Lillois-Witterzée beginnt am Parkplatz des Bahnhofs von Lillois und führt über das brabantische Plateau. In dieser Gegend erreicht das Plateau etwa 150 Meter Höhe. Der benannte Startpunkt und der Verlauf über die Hochfläche geben dem Spaziergang einen klaren Rahmen. Wenn Sie Landschaft und Baugeschichte unterschiedlich gewichten möchten, ist die Promenade ein eigener Schwerpunkt neben den historischen Gebäuden.

Zur örtlichen Landschaft gehört auch der Hain: Er wurde früher Braine genannt und entspringt in Witterzée. Der frühere Name und der Quellort liefern einen weiteren geografischen Bezugspunkt für die Gegend, ohne dass er mit dem Verlauf der Promenade gleichzusetzen ist.

Brabantische Höfe und Baugeschichte

Die Neuve-Cour-Farm ist ein eindrucksvolles Beispiel eines brabantischen Vierkanthofs. Wohngebäude, Scheunen, Ställe und Wirtschaftsgebäude gruppieren sich um einen rechteckigen Hof. Blaustein und Ziegel prägen die Architektur, auch am Eingangsportal. Die Ursprünge der Farm reichen ins 13. Jahrhundert zurück; sie war Eigentum der Abtei Aywiers. Grundriss, Baustoffe und mittelalterliche Besitzgeschichte geben diesem Hof mehrere Facetten, die sich gemeinsam einordnen lassen.

Die Ferme Del Tour bewahrt einen hohen herrschaftlichen Donjon aus dem frühen 13. Jahrhundert. Sie war außerdem Sitz eines Volllehens, das unter dem Namen „court de Witterzée“ dem Herzogtum Brabant unterstand. Hier treffen ein erhaltenes Bauwerk und eine konkrete historische Herrschaftsbeziehung zusammen.

La Rivelaine ist ein weiterer brabantischer Vierkanthof; sein Innenhof ist gepflastert. Damit bietet er einen Vergleich zur rechteckigen Hofform der Neuve-Cour-Farm, ergänzt um das eigene Merkmal des gepflasterten Innenhofs. Einen anderen zeitlichen Abschnitt der Ortsgeschichte markiert die Mühle von Lillois: Sie wurde 1859 erbaut und stellte ihren Betrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein, nachdem sie ihre Flügel verloren hatte.

Auch eine Nachbildung der Grotte von Lourdes gehört zu den lokalen Geschichtszeugnissen. Sie soll um 1890 errichtet worden sein. Die ungefähre Datierung ist dabei Teil der Überlieferung und bleibt entsprechend vorsichtig formuliert.

Tour de la Saint-Jean

Die Prozession Tour de la Saint-Jean umfasst Festwagen, religiöse und folkloristische Darstellungen sowie Reiter. Der Umzug wird von einer Fanfare begleitet; am Abend gehört die Rekonstruktion des Scheiterhaufens zu den Festlichkeiten. Auf diesem Scheiterhaufen soll 1613 eine Hexe im Dorf Lillois verbrannt worden sein. So verbindet das Fest sichtbare Prozessionselemente mit einer historischen Erzählung, deren Überlieferung durch das „soll“ kenntlich bleibt.

Wenn Sie die Saint-Jean-Feierlichkeiten zum Anlass Ihrer Reise machen möchten, prüfen Sie die Termine und das Programm für das jeweilige Jahr. Die jährlichen Details können variieren, während Promenade, Höfe und weitere Bauwerke eigenständige Themen für die Planung bleiben.

Weitere Reiseziele entdecken: Diest, Halle, Bomal, Affligem, Tienen, Londerzeel, Wijgmaal, Rebecq.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brabant.

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