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Für einen Aufenthalt in Meise bieten sich zwei unterschiedliche Entdeckungsschwerpunkte an: Kulturgeschichte rund um Burg, Kirchen und historische Hofanlagen sowie Naturgebiete mit Feuchtwiesen und Bruchwald. So können Sie Baugeschichte und Zeit im Freien je nach Interesse gewichten. Die Orte erzählen sehr verschiedene Geschichten – von mittelalterlichen Ursprüngen bis zu Lebensräumen für Amphibien und Wasservögel.

HOUTlab und historische Bauwerke

Das HOUTlab in der Plantentuin Meise bietet ein praktisches Besuchserlebnis rund um Holz: Sie können dort nicht nur schauen, sondern auch selbst aktiv werden. Der Eintritt in das HOUTlab ist im Eintrittsticket der Plantentuin Meise enthalten. Da sich Ticketregelungen ändern können, prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor Ihrem Besuch.

Auch Kasteel van Bouchout liegt in der Plantentuin Meise. Die mittelalterliche Burg hat eine Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Das quadratische Gebäude besitzt einen Innenhof; alte Galerien befinden sich am Eingang der Burg. Damit verbindet der Ort eine lange Geschichte mit einer markanten, klar gegliederten Bauform.

Die Sint-Martinuskerk Meise ist eine spätgotische Sandsteinkirche; ihr Chor stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die Kirche ist außerdem mit einer der wichtigsten und ältesten Pfarreien Nordwestbrabants verbunden, deren Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Ihr Glockenspiel umfasst 56 Glocken und ist das viertgrößte in Flandern. Es wird regelmäßig von Eddy Mariën, dem Stadtcarillonneur, und anderen Carillonneuren gespielt. Zwischen Bibliothek und Kulturhaus stehen Zuhörbänke. Wenn Sie eine Aufführung einplanen möchten, lohnt sich ein Blick auf den Terminplan.

Weitere Kirchen setzen eigene Akzente. Die heutige einschiffige Barockkapelle Boskapel Imde wurde 1707 als Erweiterung einer älteren Wallfahrtskapelle errichtet; seit 1952 ist sie ein geschütztes Denkmal. Die Sint-Stefanuskerk Oppem steht seit dem 9. September 1948 unter Denkmalschutz. Zu ihrer Ausstattung zählen besondere Barockaltäre, eine geschlossene Eichentäfelung mit eingebauter Kommunionbank, Beichtstuhl und Kanzel sowie ein romanisches Taufbecken. Unter einer Putzschicht wurden außerdem mittelalterliche Wandmalereien entdeckt.

Hofanlagen, Legenden und Mühlenlandschaft

In Imde erzählen auch die Hofanlagen von unterschiedlichen historischen Schichten. Kasteelhof Imde wurde 1365 erstmals als ’t hof te Aerzele erwähnt. Der heutige Gebäudekomplex stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert; sein quadratischer Torturm wurde 1673 errichtet. Mit Duivelsschuur ist eine lokale Legende verbunden: Ein Bauer soll seine Seele dem Teufel verkauft haben, damit dieser über Nacht eine Scheune errichtete. Die heutige Hofanlage wurde im 17. Jahrhundert errichtet.

Die Molen van Amelgem, auch Elveriksmolen genannt, ist eine Wassermühle aus dem 19. Jahrhundert. Das Mühlenensemble gilt als ländliche Landschaftsschönheit und zieht weiterhin viele Künstler an. In Meuzegem besitzt die Onze-Lieve-Vrouw-Boodschapkerk eine denkmalgeschützte Orgel – ein weiteres Beispiel dafür, dass die Kulturgeschichte des Ortes nicht nur an Burgen und größeren Kirchen festzumachen ist.

Naturgebiete und Wege

Die Wolvertemse Beemden bestehen aus wertvollem Erlen- und Weidenbruchwald sowie feuchtem Grasland. Dort lassen sich regelmäßig Wasservögel beobachten; auf den Wiesen können Besucher den Galloway-Rindern von Natuurpunt begegnen. Der Beemden-Wanderweg führt zwischen Wolvertem und Imde in dieses Naturgebiet. Eine andere Wegwahl bietet der d’Hoogvorstwandelpad: Er führt durch das Zentrum von Meise, über schöne Feldwege und an jahrhundertealten Kapellen vorbei. Die beiden Routen unterscheiden sich damit im beschriebenen Verlauf – Ortszentrum, Feldwege und Kapellen auf der einen Seite, das Naturgebiet Wolvertemse Beemden auf der anderen.

Auch die weiteren Naturgebiete haben jeweils einen eigenen Charakter. Die Birrebeekvallei ist das größte Naturschutzgebiet in Meise; dort befindet sich der Koesterburenpad. Land van Oppem besteht aus einem Sumpfwald mit einer Reihe angelegter Tümpel. Das Gebiet bietet Lebensraum für Insekten und Amphibien, darunter Frösche, Kröten, Libellen und Salamander. Wer bei der Wahl des Reisethemas vor allem Naturbeobachtung im Blick hat, findet hier konkrete Unterschiede zwischen Feuchtgrasland, Bruchwald und Sumpfwald; für einen kulturhistorischen Schwerpunkt stehen Kirchen, Burg und Hofanlagen mit ihren verschiedenen Bau- und Entstehungszeiten im Vordergrund.

Weitere Reiseziele entdecken: Rotselaar, Tubize, Steenokkerzeel, Herne, Zemst, Wavre, Bertem, Hoeilaart.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brabant.

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