Rund 3.000 Marschierer begleiten die Reliquie von Sainte Rolende durch zehn Dörfer; die Prozessionsroute ist etwa 35 Kilometer lang und verbindet mehrere Dörfer von Gerpinnes. Die Zahl der Teilnehmenden ist eine ungefähre Größenordnung und kann von Jahr zu Jahr variieren. Die Prozession findet am Pfingstsonntag und Pfingstmontag statt. Wenn sie der Anlass Ihrer Reise ist, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungsdaten. Gerpinnes erschließt sich über diesen Brauch, aber auch über Spazierwege, die Ortsgeschichte und Landschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufnehmen.
Sainte Rolende: Prozession und Reliquiengeschichte
Die Kirche Saint-Michel ist für das Grab und die Reliquie von Sainte Rolende bekannt. Auf der Reliquie zeigen silberne Repoussé-Basreliefs Szenen aus der überlieferten Geschichte der Heiligen. Am 13. Mai 1599 wurden die Reliquien in das heutige Reliquiar überführt. So treffen die datierte Geschichte der Reliquien und ihre bildliche Überlieferung an einem konkreten Gegenstand zusammen.
Das Musée des Marches Folkloriques de l'Entre-Sambre-et-Meuse wurde 1986 gegründet, um das Marschfolklore-Erbe der Wallonie zu fördern. Die dort vorgestellten folkloristischen Märsche haben ihren Ursprung im Mittelalter. Damit stehen zwei Blickwinkel nebeneinander: Die Sainte-Rolende-Prozession verbindet einen konkreten Brauch mit dem Pfingsttermin, während das Museum das wallonische Marschfolklore-Erbe in einen breiteren historischen Rahmen stellt. Wer Gerpinnes vor allem über Folklore auswählt, kann so sowohl eine bestimmte Tradition als auch die längere Geschichte der Märsche als Themen des Aufenthalts berücksichtigen.
Historische Wege und Spaziergänge
Der Rundweg „Au coeur de Gerpinnes: retour aux sources“ im Zentrum von Gerpinnes thematisiert Brunnen und lokale Geschichte von der gallorömischen Zeit über das Mittelalter bis zum Industriezeitalter. Der geschichtliche Bogen gibt diesem Weg einen Schwerpunkt über mehrere Epochen hinweg. Eine andere Kombination bietet die Route „Gougnies – Villers Le passé industriel“: Schon ihr Name verweist auf die industrielle Vergangenheit, und die beschriebenen Orte geben dem Thema konkrete Bezüge.
Die Route beginnt an der Place de Gougnies 2 in Gerpinnes. Sie führt zum majestätischen „Chêne Sainte-Rolende“, an den ehemaligen Marmorsteinbrüchen von Gougnies vorbei und zum Gutshof-Schloss in Villers-Poterie, das als Sterbeort von Sainte Rolende bezeichnet wird. Bei geeignetem Wetter gilt sie als leicht und für Kinderwagen sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Diese Einschätzung hängt von Wetter und Wegebedingungen ab; prüfen Sie die Bedingungen vor dem Start. Für Brunnen und einen Geschichtsbogen durch mehrere Epochen ist der Rundweg im Zentrum thematisch passend; für die früheren Steinbrüche, den Chêne und die Sainte-Rolende-Überlieferung steht die Route über Gougnies im Vordergrund.
Totemus-Schatzsuche
Die Totemus-Aktivität „Retrouvez la rose de Sartia de Marie Linô la sorcière“ greift das lokale Kulturerbe auf spielerische Weise auf: Die kostenlose Schatzsuche verbindet Elemente eines Suchspiels mit Geocaching. Sie ist an sieben Tagen pro Woche verfügbar. Für den Spaziergang müssen Sie die App vorher installieren und mobile Daten einplanen. Prüfen Sie vor dem Start in der App, ob die Aktivität verfügbar ist. So gehört auch die digitale Vorbereitung zur Wahl dieser Erkundungsform.
Weitere Reiseziele entdecken: Soignies, Seloignes, Mont-De-L'enclus, Braine-Le-Comte, Ellezelles, Aiseau-Presles, Momignies, Péruwelz.
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