Ein 1,2 Kilometer langer Naturpfad, Wanderungen durch Heide und Moor sowie Kirchen mit mittelalterlicher Bausubstanz geben Oud-Turnhout verschiedene Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Dazu kommen Kunst am Radweg und ein Kunst- und Kulturerbezentrum in einer historischen Pfarrwohnung. Sie können Ihre Planung danach ausrichten, ob Naturspiel, eine längere Wanderung, eine Radtour oder Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen soll.
Naturwege und unterschiedliche Strecken
Landschap De Liereman ist das erste offizielle Ruhegebiet in der Kempen. Dort stehen mehrere Wanderwege zur Auswahl, darunter die Stille Wandeling. Die Zandloperwandeling beginnt in Landschap De Liereman zwischen Oud-Turnhout und Arendonk und führt durch Heideflächen, Grasland, Moore und Flugsanddünen. Wer bei einer Wanderung verschiedene Landschaftstypen erleben möchte, findet hier eine Route mit einem klaren Naturfokus.
Das Stoeberpad ist ein 1,2 Kilometer langer Naturerlebnispfad mit neun Spielelementen. Er beginnt neben der Terrasse des Besucherzentrums. Auch im Bos van Bo geht es um Naturspiel: Zu den Aktivitäten dort gehören Hüttenbauen und das Balancieren auf Baumstämmen. Diese Angebote setzen andere Akzente als die längeren Wanderwege, ohne dass dafür eine bestimmte Art des Aufenthalts vorausgesetzt werden muss.
Die Wandeling De Lint führt über ein ehemaliges Adelsdomänengelände und ist 7 Kilometer lang; eine verkürzte Variante misst 5 Kilometer. Zusammen mit dem Stoeberpad reicht die Auswahl damit von 1,2 Kilometern bis zu 7 Kilometern, mit einer kürzeren Alternative von 5 Kilometern. Die Weglängen helfen dabei, den gewünschten Streckenumfang zu wählen, ohne die Routen nach Gehzeit oder Schwierigkeit einzuordnen.
Radfahren und Wege mit Ortsgeschichte
Die Kunst-Out-Radroute ist etwa 18 Kilometer lang und führt in Oud-Turnhout an 19 Kunstwerken vorbei. Für Radfahrende und Wandernde nutzt die Lieremanfietsroute eine nicht motorisierte Fähre zur Überquerung des Kanals; sie verbindet die Naturgebiete auf beiden Seiten. Damit stehen neben Wanderungen auch eine Kunst-Radroute und eine Route mit einer besonderen Querung zur Auswahl.
Die Historische dorpswandeling führt durch Oud-Turnhout. Unterwegs vermitteln Smartphone-Pop-ups Informationen über den Ort. Einen anderen Blick auf die örtliche Landschaft eröffnet die Kleiputtenwandeling: Sie führt durch die frühere Lehmabbau-Landschaft von Oud-Turnhout und zu den Ruinen der Stein- und Zementfabrik La Bonne Espérance. Natuurpunt verwaltet die Ruinen heute als Fledermausreservat. Bei der Corsendonkwandeling führt die Route über ein Gelände des Wasserversorgers Pidpa, das 2018 für Wandernde geöffnet wurde.
Kirchen, Kunst und immaterielles Kulturerbe
In der Pfarrkirche Sint-Bavo reichen die drei ersten Geschosse des gotischen Turms und das Mittelschiff bis ins 14. Jahrhundert zurück. Mittelalterliche Dach- und Gewölbekonstruktionen sind im Chor und im Querschiff sowie größtenteils auch im Langhaus erhalten. Die Sint-Antoniuskerk im Ortsteil Oosthoven ist eine neoromanische Kirche aus dem Jahr 1893. Das Retabel Sint Anna ten Drieën stammt aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts.
Auch die Sint-Antoniusviering in Oosthoven gehört zum Kulturerbe des Ortes: Sie ist mit einer mehr als 500 Jahre alten Tradition verbunden und als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Einen weiteren kulturellen Schwerpunkt bildet das Hofke van Chantraine, ein Kunst- und Kulturerbezentrum in einer mehr als 100 Jahre alten Pfarrwohnung. Dort finden Ausstellungen und andere kleinformatige kulturelle Aktivitäten statt. Zusammen zeigen diese Orte und Traditionen verschiedene Seiten der Ortsgeschichte, von sakraler Kunst bis zu heutigen Kulturveranstaltungen.
Wenn Sie ein Hotel für Ihren Aufenthalt suchen, können Sie zunächst den gewünschten Schwerpunkt festlegen: Naturwege und Wanderungen, Radfahren mit Kunst am Weg oder Kirchen und Ortsgeschichte.
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