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Wer Westerlo für einen Aufenthalt auswählt, kann zwischen Naturerlebnissen, Rad- und Wanderorientierung sowie verschiedenen Kulturthemen wählen. Die Beeltjens und Rothoek-Kwarekken stehen für Wald und Landschaft; Schloss, Abtei, Mühle, Markt und Streekmuseum eröffnen unterschiedliche historische Blickwinkel. Statt die Orte als gleichartige Sehenswürdigkeiten zu behandeln, können Sie einen Schwerpunkt setzen: Landschaft und Naturschutz, Baugeschichte oder Einblicke in frühere Alltags- und Arbeitswelten.

Waldlandschaften und Naturwege

Die Beeltjens zeichnen sich durch die Vielfalt ihrer Nadel- und Laubbäume und ein sternförmiges Alleenmuster aus. In den Beeltjens liegt auch der Asberg: eine 24 Meter hohe Sanddüne und der höchste Punkt von Westerlo. Als die Düne 1860 abgetragen wurde, kamen Urnen mit Asche aus Leichenverbrennungen zum Vorschein. An diesem Ort treffen eine markante Landschaftsform und ein archäologischer Fund zusammen.

Eine andere Landschaftsperspektive bietet Rothoek-Kwarekken, ein anerkanntes Naturschutzgebiet im Tal der Grote Nete, das sich bis zum Kasteeldomein de Merode erstreckt. Geführte Naturspaziergänge führen entlang der Alleen der Beeltjens oder über die schmalen Wege der Kwarekken. Dabei geht es um die dort vorkommende Fauna und Flora. Das Mierenpad bei Kamp C setzt einen weiteren, eigenen Akzent: Der pädagogische Lernwanderweg richtet sich an Kinder und behandelt nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Damit unterscheiden sich die Naturthemen deutlich: In den Beeltjens prägen Baumvielfalt und Alleen das Landschaftsbild, in Rothoek-Kwarekken stehen ein Naturschutzgebiet und seine Fauna und Flora im Mittelpunkt, während das Mierenpad Waldwissen für Kinder aufgreift. Wer Natur und Kulturerbe verbinden möchte, kann diese Auswahl mit den historischen Orten Westerlos ergänzen, ohne alle Erlebnisse auf dasselbe Thema zu reduzieren.

Orientierung unterwegs und regionale Produkte

Das Kempen-Fahrradknotenpunktnetz arbeitet mit nummerierten grün-weißen Schildern. Es ermöglicht, eine unbegrenzte Zahl eigener Radtouren zu planen; damit lässt sich die Planung an den gewünschten Verlauf anpassen. Das Tourismusbüro Toerisme Westerlo liegt nahe beim Wanderknotenpunkt 130 und beim Fahrradknotenpunkt 84. Die Lage bietet einen konkreten Orientierungspunkt, wenn Sie sich mit den nummerierten Knotenpunkten beschäftigen.

Im Tourismusbüro gibt es außerdem einen Laden mit regionalen Produkten. Zum Sortiment gehören handwerklich gebackene Süßigkeiten und Honig ebenso wie lokal gebrautes Bier, Wein, hausgemachter Likör, Konfitüre, Kaffee und Säfte. Die Auswahl reicht damit von süßen und haltbaren Produkten bis zu Getränken. Sie ergänzt die Natur- und Kulturerlebnisse um einen Einblick in regionale Erzeugnisse, ohne dass dafür eine Verkostung oder Führung vorausgesetzt wird.

Abtei, Schloss und geschützte Mühle

Die Ursprünge der Abdij van Tongerlo reichen bis etwa 1130 zurück. Giselbertus van Castelre schenkte den Norbertinern Land, damit dort eine Abtei gegründet werden konnte. Auch die Landschaft der Abtei besitzt erheblichen historischen, sozial-kulturellen und naturwissenschaftlichen Wert. Diese Verbindung von Gründungsgeschichte und Landschaft macht die Abtei zu einem anderen Kulturthema als die Baugeschichte des Schlosses Jeanne de Merode.

Kasteel Jeanne de Merode wurde zwischen 1909 und 1911 erbaut und ist ein Beispiel neugotischer Architektur. Der Park rund um das Schloss wurde um 1910 mit Obstgarten und Küchengarten angelegt; er ist ein kommunaler öffentlicher Park. Gruppen können über Toerisme Westerlo eine Führung durch das Schloss reservieren. Damit bietet sich für Gruppen eine eigene Möglichkeit, sich mit dem Bauwerk zu befassen, während der Park einen weiteren Teil der Schlossanlage ausmacht.

Bei der Beddermolen sind zwei historische Zeitangaben wichtig, die unterschiedliche Fragen beantworten: Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1535; seit dem 22. August 2011 steht die Mühle erneut auf der Liste der geschützten Denkmäler. Für einen zeitlichen Vergleich in Westerlo stehen damit die frühe Geschichte der Abtei, der dokumentarische Hinweis auf die Mühle und der Schlossbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts nebeneinander.

Ortsgeschichte am Markt und im Museum

Auch der Grote Markt erzählt von der Entwicklung des Ortes: Er hat die Form eines langgestreckten Dreiecks, die auf eine Siedlung fränkischen Ursprungs hindeutet. Das Streekmuseum Zuiderkempen ergänzt diesen Blick auf die Geschichte mit konkreten Einblicken in frühere Lebens- und Arbeitswelten. Es zeigt, wie Schule und Kramerladen früher aussahen, und widmet sich historischen Berufen, alten landwirtschaftlichen Geräten sowie folkloristischen Gegenständen. So können Sie zwischen der Form des Ortskerns und den Gegenständen und Tätigkeiten des Alltags verschiedene Zugänge zur Geschichte Westerlos wählen.

Weitere Reiseziele entdecken: Merksplas, Oud-Turnhout, Lint, Boom, Brasschaat, Balen, Boechout, Schoten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Provinz Antwerpen.

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