Zum Inhalt

Eine funktionstüchtige Getreidewassermühle an der Witte Nete und eine Windmühle mit einer besonderen Ortsgeschichte geben Retie einen klaren Bezug zur Mühlengeschichte. Daneben stehen Wanderwege, ein Naturgebiet mit jährlich überschwemmter Landschaft sowie Kapellen und Kirchenkunst. Sie können die örtlichen Entdeckungen nach Ihren Interessen ordnen: Mühlentechnik und Baugeschichte, Landschaft oder religiöses Kulturerbe.

Wasser und Wind: Mühlen in Retie

Die Watermolen ist eine funktionstüchtige Getreidewassermühle an der Witte Nete. Die Windmühle De Heerser hat eine andere Geschichte: Sie wurde 1794 in Arendonk erbaut und 1934 nach Retie gebracht. So stehen zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander – bei der Watermolen die Funktion als Getreidemühle, bei De Heerser die zeitliche Folge von Bau und Verbringung.

De Heerser wird ganzjährig jeden Montag sowie von April bis September zusätzlich am letzten Sonntag jedes Monats von 14.00 bis 17.00 Uhr in Betrieb gesetzt. Wenn Sie die Mühle während eines Aufenthalts einplanen, prüfen Sie die Betriebszeiten vor der Reise.

Witte Netevallei und Wanderwege

Die Witte Netevallei ist ein Naturgebiet in der Kempen, in dem man wandern kann. Dort treffen die Witte und die Zwarte Nete aufeinander und überschwemmen die Landschaft jedes Jahr. Zusammenfluss und wiederkehrende Überschwemmung geben dem Tal einen anderen Charakter als die Bauwerke und historischen Zeugnisse im Ort.

Für die Sint-Jobwandeling ist der Startpunkt konkret benannt: Sie beginnt am Kerkplein in Schoonbroek. Bei der Dorpswandeling steht eine andere Information im Vordergrund. Sie verläuft über gut begehbare Wege, die für Fußgänger und Rollstuhlfahrer geeignet sind. So liefern die Angaben zu den beiden Wanderungen unterschiedliche Orientierung: einmal den Ausgangspunkt, einmal die Beschaffenheit und Eignung der Wege.

Auch die Spreukenroute führt zu einem eigenen Thema. Sie verläuft über den Weg rund um den gemeindlichen Fischteich in den Goorbossen und dient dazu, Wörter und Sprichwörter des Retieser Dialekts lebendig zu halten. Damit führt sie Landschaft und lokale Sprachtradition zusammen, ohne dass ihre kulturelle Aufgabe auf das Wandern beschränkt wäre.

Kapellen und kirchliche Kunst

Die Kapel van Onze-Lieve-Vrouw ter Sneeuw ist eine Backstein-Wallfahrtskapelle im schlichten, ländlichen Barockstil aus dem Jahr 1665. Die Sint-Pieterskapel erinnert an eine andere religiöse Tradition: Sie war ein Wallfahrtsort, an dem man geweihtes Wasser gegen Keuchhusten trinken konnte. Die beiden Kapellen stehen so für unterschiedliche Aspekte des religiösen Erbes – Baugeschichte auf der einen und eine historische Wallfahrtstradition auf der anderen Seite.

Die Sint-Jobkirche ergänzt diesen Schwerpunkt um Architektur und Kunst. Das neugotische Gotteshaus ist überwiegend aus Backstein errichtet und stammt aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts. In der Kirche befindet sich das Retabel von Sint-Job aus der Zeit um 1530. Es stellt die Lebensgeschichte Jobs mit sechs Halbreliefs und zwei bemalten Seitenflügeln dar; jeder Seitenflügel zeigt fünf Szenen. Die Zeitangaben helfen, das Retabel und das Kirchengebäude als Werke unterschiedlicher Epochen einzuordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Weelde, Vorselaar, Westerlo, Bonheiden, Kontich, Wommelgem, Turnhout, Hulshout

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Provinz Antwerpen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.