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Die IJzer fließt durch Roesbrugge und bietet dort zahlreiche Flusspanoramen. Bei Roesbrugge ist außerdem ein früherer Lauf des Flusses erhalten, der Dode IJzer genannt wird. Das IJzertal erstreckt sich entlang der IJzer bis zur belgisch-französischen Grenze nahe Roesbrugge-Haringe. Fluss, ehemaliger Lauf und Grenzlandschaft geben der Umgebung jeweils einen eigenen Bezug zum Wasser.

Landschaft und Wege am Fluss

Der Westhoektrail Roesbrugge-Pollinkhove führt über 12 bis 17,5 Kilometer durch das überflutete IJzertal. Auf der Strecke wechseln Treidelpfade, verkehrsarme Wege und unbefestigte Pfade. Die angegebene Distanzspanne und die verschiedenen Untergründe sind konkrete Orientierungspunkte, wenn Sie einen Ausflug auf diesem Weg planen.

Der Dode-IJzer-Weg erkundet das belgisch-französische Grenzgebiet. Die Landschaft dort wird von der Zwijnbeek, der IJzer und der Heidebeek geprägt. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zur Landschaft zur Wahl: Beim Westhoektrail sind Streckenlänge und Wegebeschaffenheit benannt, beim Dode-IJzer-Weg die Gewässer, die das Grenzgebiet prägen.

Dorfgeschichte und geschützte Orte

Die St Martinus Church Roesbrugge ist eine Hallenkirche aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die eine Kapelle ersetzen sollte. Während des Ersten Weltkriegs diente ihr Turm als Sende- und Empfangsstation für Nachrichten per Telegraf und Telefon. So lässt sich die Baugeschichte der Kirche mit einer konkreten Funktion während des Krieges verbinden.

In Haringe ist der Ortskern als geschütztes Dorfsbild ausgewiesen. Dazu gehören eine Kirche mit Friedhof, ein Pfarrhaus und zwei Bauernhöfe. Im Dorfzentrum steht außerdem ein Bronzestandbild von Karel de Blauwer: Es befindet sich auf dem Haringeplein am Kreuzungsbereich mit der Moenaardestraat und ist ein Werk von Rik Ryon. Karel de Blauwer verkörpert als legendäre Figur die Schmuggler der Vergangenheit.

Auch die Entstehung Roesbrugges wird mit der IJzer verbunden: Der Ort soll durch den Bau einer Brücke über den Fluss durch einen gewissen Rohard entstanden sein. Ab dem 14. Jahrhundert gab es in Roesbrugge einen Wochenmarkt und einen freien Jahrmarkt. Bei diesem durfte jeder einen Stand aufstellen.

Der Haringhe (Bandaghem) Military Cemetery in Roesbrugge-Haringe ist als Denkmal geschützt. Dort sind 811 Tote aus dem Ersten Weltkrieg und fünf Tote aus dem Zweiten Weltkrieg bestattet. Entworfen wurde der Friedhof von R. Blomfield und W. C. Von Berg. Die Zahlen und die Namen der Gestalter geben dem Besuch einen konkreten historischen Bezug, ohne den Ort auf eine einzelne Epoche zu reduzieren.

Handwerk und Mitmachangebote

Im Upstream Studio in Roesbrugge fertigt Nathalie Schmuck, Seife und Kerzen an. Zu den Workshopthemen gehören Aquarelltechniken, die Herstellung von Ohrringen und handwerklicher Seife. Da die Verfügbarkeit der Workshops bestätigt werden sollte, erkundigen Sie sich vorab beim Studio nach den aktuellen Möglichkeiten.

Bei Stefan's Pottery können Sie miterleben, wie Tassen, Frühstücksschalen, Kelche und Eierbecher entstehen. Klären Sie vor einem Besuch die Zugangsmodalitäten. Für Einzelpersonen gibt es kurze praktische Schnupperangebote; die gesamte Ausrüstung und Schutzkleidung werden gestellt. Fragen Sie vor der Anreise auch nach den Buchungsanforderungen. In der Werkstatt fertigt Stefan Ferlin außerdem Kunstwerke aus Steinzeugton.

Saisonales Angebot

In Haringe ist Packrafting vom Beginn der Osterferien bis Oktober möglich. Das Angebot ist saisonal; stimmen Sie daher konkrete Termine und Reservierungen vor der Anreise ab.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Poperinge.

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