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Watou verbindet ein geschütztes Dorfzentrum mit einer Grenzlandschaft, deren Heidebeektal sich bis Haringe erstreckt. Im Ortskern liegen zwei Marktplätze beiderseits des Bachs und die zentral gelegene Pfarrkirche Sint-Bavo. Kunstwerke im öffentlichen Raum und historische Bauwerke ergänzen diesen Blick auf das Dorf; Spaziergänge führen in die Landschaft und setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt.

Dorfzentrum, Kunst und Geschichte

Die Dorpskom von Watou ist als geschütztes Dorfsbild ausgewiesen. Das geschützte Dorfzentrum wurde wegen der kulturhistorischen Qualitäten seiner Struktur und seines visuellen Erscheinungsbilds ausgewiesen. Watouplein und Kleine Markt werden durch die Heidebeek voneinander getrennt, die auch Warandebeek genannt wird. Zentral im Dorfzentrum liegt die Pfarrkirche Sint-Bavo.

Auf dem Watouplein befindet sich das Claus-Monument, entworfen von Roger Raveel. Ein weiteres Werk des Künstlers ist an der Douvieweg zu sehen: Das Raveel-Tableau aus dem Jahr 1993 ist von der Straße aus sichtbar. Auch das Kunstenfestival Watou verbindet den Ort mit Kunst. Es findet jährlich statt und schafft einen eigenwilligen Dialog zwischen dem Dorf, bildender Kunst und Poesie. Termine und Programm können je Ausgabe variieren; prüfen Sie für Ihre Reise die Angaben zur gewünschten Ausgabe.

Mehrere historische Orte verweisen auf Watous frühere Herrschafts- und Baugeschichte. Hoeve Blauwhuis war der ehemalige Sitz des Hofs und der Herrschaft Watou sowie das Wohnhaus der Herren von Watou und des ersten Grafen von Watou. Zum erhaltenen Bauernhaus gehört ein Hochhaus aus dem späten 16. bis frühen 17. Jahrhundert im regionalen Stil der Spätrenaissance. Auf dem ehemaligen Schlossgelände sind ein Zugangstor im Renaissancestil und die Schlossgräben erhalten.

Die Sint-Bavo-Kirche bewahrt Prunkgräber von Karel van Ydeghem († 1630), Maria van Cortewyle und dem Mystiker Karel Grimminck (1676–1728). Zusammen mit der zentralen Lage der Kirche im Dorfzentrum macht das ihre historische Bedeutung zu einem weiteren Thema, das sich neben Kunst und Baugeschichte in Watou entdecken lässt.

Heidebeek und Spaziergänge

Die Heidebeek hat einen stark mäandernden, naturnahen Verlauf mit einer Reihe von Bäumen und Sträuchern sowie einem natürlichen Uferprofil. Sie bildet die Staatsgrenze zwischen Belgien und Frankreich. Der Landschaftsraum des Heidebeektals erstreckt sich von der Umgebung Watous bis zur Mündung der Heidebeek in die IJzer bei Haringe in Poperinge.

Ein 5 km langer Spaziergang rund um die St.Bernardus-Brauerei führt durch das Helleketelbos und entlang des Trappistenwegs. Der 10 km lange Warande Walk beginnt in Watou und folgt der 1677 künstlich gezogenen französisch-belgischen Grenze zwischen Französisch-Flandern und dem Westhoek. Mit 10 km ist der Warande Walk doppelt so lang wie der 5-km-Spaziergang. Prüfen Sie die Routenbedingungen vor Ort.

Orientierung und Besuchsplanung

Die Fazantenheuvel am Stoppelweg ist mit 62 m einer der höchsten Punkte Watous. Dort wurde am 30. April 2000 eine Orientierungstafel aufgestellt. Für eine persönliche Einführung ins Dorf bieten die Greeter von Watou kostenlose Führungen an. Dabei können die Geschichte des Dorfes, die Natur und das Dorfleben Thema sein; bestätigen Sie die Absprachen vor Ihrer Reise.

In der Nähe des Watouplein gibt es ruhigere Parkplätze in naturnaher Umgebung, auf denen auch Picknicken und längeres Abstellen des Autos möglich sind. Da sich die Parkmöglichkeiten ändern können, prüfen Sie die aktuelle Situation. So lassen sich die Ortsmitte, ein Spaziergang oder eine Führung je nach persönlichem Schwerpunkt in die Besuchsplanung einbeziehen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Poperinge.

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