Abadia liegt an einem ländlichen Korridor. In der zugehörigen Gemeinde Campos dos Goytacazes hat auch die Cachaça-Herstellung ihren Platz. Für die Reiseplanung ergeben sich daraus zwei Blickwinkel: die Bedeutung des Straßennetzes für den Alltag und die Verarbeitung von Zuckerrohr zu einem regionalen Erzeugnis.
Ein ländlicher Korridor
Das Netz von Nebenstraßen verbindet Campelo, Mundéus, Santa Ana und Abadia bis nach Gargaú. Es ist für die Mobilität der Bevölkerung und den Abtransport landwirtschaftlicher Erzeugnisse wichtig. Die Bedeutung des Netzes reicht damit über die reine Orientierung hinaus; es gehört sowohl zur Alltagsmobilität als auch zur landwirtschaftlichen Struktur der Region.
Die Fazenda Abadia hat eine Anschrift an der Avenida Francisco Lamego, ohne Hausnummer, an der Estrada RJ 194 zwischen Campos und Gargaú in Campos dos Goytacazes. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuelle Anschrift und Straßenlage. Die Fazenda-Adresse bezeichnet einen einzelnen Standort an der RJ 194; das Nebenstraßennetz umfasst dagegen mehrere Ortschaften. Für die Orientierung sind das unterschiedliche Maßstäbe: eine konkrete Anschrift einerseits und ein regionaler Korridor andererseits.
Cachaça aus Campos dos Goytacazes
Auf der Fazenda Abadia wird Cachaça Tellura hergestellt. Ein Landesreiseführer aus dem Jahr 2020 beschreibt den Zuckerrohranbau auf der Fazenda als mehr als hundertjährige Tradition. Tellura wird darin als seit 2015 in Kupferbrennblasen hergestellt und als Cachaça-Arte bezeichnet. Außerdem nennt der Reiseführer die Handernte des Zuckerrohrs und die anschließende Reifung in Fässern aus edlen Hölzern. Die Jahresangabe 2015 bezieht sich auf die Tellura-Herstellung; die ältere Tradition betrifft den Zuckerrohranbau auf der Fazenda.
2017 erhielt Tellura in Brüssel vom International Taste & Quality Institute den „Superior Taste Award“. Die Auszeichnung folgte zeitlich auf die im Reiseführer genannte Tellura-Herstellung seit 2015.
Das Engenho da Abadia hat in der Gemeinde Campos dos Goytacazes die handwerkliche Herstellung von Cachaça in Kupferbrennblasen wieder aufgenommen und stellt Tellura-Arte her. Die Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Für Tellura werden Handernte, Fassreifung und die Auszeichnung hervorgehoben; beim Engenho die wiederaufgenommene handwerkliche Produktion. Kupferbrennblasen sind der gemeinsame konkrete Bezugspunkt.
Vom Zuckerrohr bis zur Destillation
Ein Team besuchte im August 2022 das Alambique Tellura in Campos dos Goytacazes und verfolgte die Herstellung von der Betrachtung der Zuckerrohrfelder über Reinigung, Zerfaserung und Fermentation bis zur Destillation. Die Abfolge beginnt vor dem Brennen: Die Rohstoffvorbereitung gehört ebenso zum beobachteten Prozess wie Fermentation und Destillation. Wenn Sie selbst eine Besichtigung planen, klären Sie vorab, ob ein Besuch möglich ist.
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