Magé vereint unterschiedliche Themen für eine Entdeckungsreise: Kirchen mit datierter Baugeschichte, einen historischen Weg, Aussichtspunkte, Wasserfälle und Mangrovengebiete. Die benannten Orte liegen unter anderem in Suruí, Mauá, Raiz da Serra, Santo Aleixo und Rio do Ouro. Kulturgeschichte und Natur bieten damit verschiedene Schwerpunkte für die Planung.
Kirchen, Denkmalpflege und historische Wege
Die Igreja de São Nicolau in Suruí wurde 1710 neu errichtet und 1755 zur Pfarrkirche erhoben. Die beiden Jahreszahlen stehen für verschiedene Stationen: den Wiederaufbau und den späteren kirchlichen Rang. Die Igreja do Senhor do Bonfim in Magé wurde 1883 errichtet und 1989 vom INEPAC unter Denkmalschutz gestellt. Bei diesem Vergleich lassen sich Baujahr und spätere Unterschutzstellung auseinanderhalten.
Im Zentrum von Magé weist die Igreja de Nossa Senhora da Piedade barocke Architektur mit Rokoko-Varianten im Inneren auf. Damit kommen zu den Baujahren auch konkrete Stilmerkmale hinzu. Die Estação da Guia de Pacobaíba in Mauá wurde 1954 vom IPHAN unter Denkmalschutz gestellt. Sie ergänzt die Kirchen um ein weiteres Kapitel des baulichen Erbes: eine geschützte Eisenbahnstation.
Der Caminho do Ouro, auch Caminho dos Escravos genannt, ist ein um 1723 von versklavten Menschen angelegter Wanderweg in der Serra do Estrela in Raiz da Serra, Magé. Entstehungszeit, Ort und Urheberschaft gehören gemeinsam zu seiner historischen Einordnung. Der zweite Name ist ebenfalls Teil der Bezeichnung dieses Weges; die Geschichte seiner Anlage schließt die Arbeit versklavter Menschen ausdrücklich ein.
Aussichten, Wasserfälle und Mangroven
Vom Morro do Bonfim in Magé aus können Besucher die Serra dos Órgãos und die gesamte Baía de Guanabara sehen. Der Blick auf zwei so unterschiedliche Landschaftsmarken macht diesen Aussichtspunkt zu einem eigenen Naturthema. Eine andere Perspektive bietet die Cachoeira Véu da Noiva in Rio do Ouro: Sie wird häufig zum Wandern aufgesucht und hat mehrere Becken in ihrer Umgebung. Aussicht und Wasserfall stehen damit für verschiedene Interessen an der Landschaft.
Die Cachoeira do Monjolo in Santo Aleixo liegt in der Pufferzone des Parque Nacional das Serra dos Órgãos. Magés Mangrovengebiete bilden einen weiteren eigenständigen Schwerpunkt: In den Distrikten Magé, Suruí und Guia de Pacobaíba gibt es drei Gebiete. Projekte für Ökotourismus und Umweltbildung sowie zur Wiederherstellung geschädigter Flächen schützen das Ökosystem. So gehören neben Landschaft auch Schutz und Wiederherstellung zu den Naturthemen der Stadt.
Der Parque Barão de Mauá in Magé verfügt über eine Strandpromenade beziehungsweise einen Strandsteg und einen mehr als elf Meter hohen Aussichtsturm. In Piedade entwickelte sich Poço Bento zu einem Ort mit starkem Besucherzulauf. Bei diesen beiden Orten stehen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund: am Parque die Promenade und der Turm, bei Poço Bento die Besucherbedeutung.
Den Schwerpunkt für die Reise wählen
Wer eine Unterkunft in Magé sucht, kann die Reise zunächst nach dem eigenen Interesse ausrichten. Kirchen, Denkmalschutz und der Caminho do Ouro bieten einen kulturhistorischen Schwerpunkt; Aussicht, Wasserfälle und Mangrovenprojekte eröffnen unterschiedliche Naturthemen.
Weitere Reiseziele entdecken: Paraíba Do Sul, Saquarema, São Fidélis, Vila Do Abraão, Paracambi, Banquete, Sumidouro, Natividade.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rio De Janeiro.