In Orleans lassen sich zwei kulturelle Themen verfolgen: Das Museu ao Ar Livre Princesa Isabel bewahrt materielle Kultur, während die Esculturas do Paredão für in den Fels gehauene Kunst stehen. Beim Museum sollten Sie Öffnungszeiten und letzten Einlass in Ihre Tagesplanung einbeziehen.
Museum und kulturelle Perspektiven
Das Museu ao Ar Livre Princesa Isabel bewahrt die materielle Kultur verschiedener ethnischer Gruppen und besitzt einen aus der Einwanderung stammenden Bestand. Der Begriff „materielle Kultur“ lenkt die Aufmerksamkeit auf Dinge als Träger kultureller Überlieferung. Der Einwanderungsbezug des Bestands ergänzt diese Ausrichtung um einen weiteren Bezugspunkt. So lässt sich der Museumsbesuch über konkrete kulturelle Zeugnisse und die Herkunft eines Bestands einordnen, statt ihn auf ein einzelnes Motiv zu reduzieren.
Mit „Luz de Lamparina“ bietet das Museum außerdem ein Erlebnis, bei dem Sie die Museumsbereiche aus der Perspektive der Vorfahren kennenlernen können. Dieser Zugang richtet den Blick auf die Bereiche des Museums und ergänzt die Beschäftigung mit der bewahrten materiellen Kultur um eine weitere Perspektive. Wenn Sie kulturelle Orte gern über unterschiedliche Zugänge erschließen, können Sie dieses Erlebnis als eigenen Schwerpunkt Ihres Besuchs berücksichtigen.
Besuchszeiten und Gruppen
Dienstags bis freitags empfängt das Museum Besucher von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 18:00 Uhr. Samstags, sonntags und an Feiertagen gelten Besuchszeiten von 9:00 bis 18:00 Uhr. Der Einlass ist bis 17:30 Uhr möglich. Berücksichtigen Sie an Werktagen die Pause zwischen den Vormittags- und Nachmittagszeiten; bei einem späteren Besuch sollten Sie den letzten Einlass einplanen und nicht nur die Schließzeit. Für Gruppen wird um eine Anmeldung gebeten. Da sich Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Anreise.
Felskunst am Rio Tubarão
Die Esculturas do Paredão liegen am Ufer des Rio Tubarão an der Rua Ethienne Stawiarski in Orleans und sind in den Fels gehauen. Ihre Tafeln stellen biblische Szenen dar. Geschaffen wurden die Skulpturen vom Künstler José Fernandes, bekannt als Zé Diabo. Für die Betrachtung bieten sich so mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: die Felsbearbeitung, die Bildthemen und die Urheberschaft. Sie können das Werk damit nicht nur über seinen Namen einordnen, sondern auch auf die Verbindung von Ausführung und dargestellten Motiven achten.
Zwei kulturelle Schwerpunkte
Wenn Sie entscheiden möchten, welches Thema Ihrem Interesse näherkommt, unterscheiden sich die beiden Orte klar: Im Museum geht es um materielle Kultur verschiedener ethnischer Gruppen und einen Bestand aus der Einwanderung. Bei den Esculturas do Paredão stehen ein in Fels gehauenes Werk, seine biblischen Motive und die Zuschreibung an José Fernandes im Mittelpunkt. So können Sie Ihren Besuch danach ausrichten, ob Sie sich eher mit kultureller Überlieferung in Sammlungen oder mit Felskunst und ihren Bildthemen beschäftigen möchten.
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