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Pagoden aus unterschiedlichen Epochen, ein Tempel aus der Qing-Zeit und Sammlungen von Jade bis Keramik geben Chaoyang ein vielschichtiges kulturhistorisches Profil. Auch Landschaft gehört zum Bild: Das Tourismusgebiet Phoenix Mountain verbindet Naturthemen mit archäologischen Stätten. Für die Reiseplanung hilft es, zunächst zu entscheiden, ob Baugeschichte und Museen oder Landschaft und Pflanzenwelt den Schwerpunkt bilden sollen.

Altstadt und historische Verbindungen

Die Altstadt von Chaoyang ist ein provinziell anerkanntes historisches und kulturelles Viertel im zentralen Bereich des Stadtbezirks Shuangta. Ihre Entstehung reicht in die Zeit des Früheren Yan während der Östlichen Jin- und der Sechzehn-Reiche-Zeit zurück. Der geschützte Kernbereich umfasst 28,89 Hektar. Damit lässt sich die Altstadt als eigener historischer Schwerpunkt einordnen; die genannten Pagoden und Tempel ergänzen das Bild um einzelne Bauwerke und ihre jeweiligen Epochen.

Im näheren Umfeld Chaoyangs liegt der Youshun-Tempel. Sein Bau begann 1699, acht Jahre später war er fertiggestellt. 2006 wurde er als Bauwerk aus der Qing-Zeit in die sechste Gruppe der national bedeutenden Kulturdenkmäler Chinas aufgenommen. Die Datierung und die spätere Auszeichnung erzählen unterschiedliche Teile seiner Geschichte: die Entstehung des Tempels und seine Einordnung als Kulturerbe.

Die Murong-Straße, früher Shuangta Ancient Street genannt, verbindet die Süd- und Nordpagode, den Youshun-Tempel, den Guandi-Tempel und die Ruinen der Stadtmauer von Yandu. Als Kultur- und Tourismuszentrum Chaoyangs ist sie mit Ausstellungen, Austausch und Verkauf verbunden. So stehen auf dieser Straße mehrere historische Bezugspunkte neben einem breiteren Kultur- und Tourismusangebot.

Pagoden, Bauformen und Museumsstücke

Die Nordpagode von Chaoyang wurde um 485 n. Chr. auf dem Gelände des ehemaligen Palasts von Longcheng aus der Sanyan-Zeit errichtet. Im Gemeindegebiet ist sie als 42,6 Meter hohe, dreizehngeschossige Ziegelpagode beschrieben. Eng gestaffelte Dachvorsprünge und Ziegelreliefs am Hauptbaukörper geben ihrer Architektur eine klare vertikale Gliederung.

Das Nordpagoden-Museum wurde im Dezember 1990 gegründet. Sein heutiges Gebäude entstand ab 2003 neu und wurde 2006 fertiggestellt; die Gestaltung orientiert sich am Stil der Han- und Tang-Zeit. Die Dauerausstellung „古塔千秋展“ stützt sich auf mehr als 200 ausgewählte Fundstücke aus der Nordpagode und umliegenden Stätten. Sie behandelt Ursprung, Bauformen, Entwicklung und historische Bedeutung chinesischer Pagoden. Damit bietet sie einen thematischen Zugang zur Architektur, während die Pagode selbst ihre Baugestalt unmittelbar erkennen lässt.

In der näheren Umgebung liegt auch die Südpagode von Chaoyang. Sie ist eine südlich ausgerichtete, quadratische und innen hohle Ziegelpagode aus der Liao-Zeit, mit 13 eng gestaffelten Dachgeschossen. Als provinziell anerkanntes Kulturdenkmal steht sie für eine andere architektonische Ausprägung als die Nordpagode. Bei Bauarbeiten für unterirdische Leitungen nahe der Südpagode wurde im Oktober 2004 zudem eine Grabkammer aus der Liao-Zeit entdeckt. Sie enthielt buddhistische Reliquien und weitere buddhistische Artefakte.

Eine breitere zeitliche Perspektive eröffnet das Chaoyang Museum im Gemeindegebiet. Zu den gezeigten Beständen gehören Jadeobjekte der Hongshan-Kultur, zeremonielle Bronzegeräte aus der Shang- und Zhou-Zeit sowie Pferdegeschirr und Haarschmuck aus der Sanyan-Zeit. Hinzu kommen Tang-Sancai, Keramik der Liao-Khitan sowie Malerei aus der Ming- und Qing-Zeit. Die Sammlungen reichen damit von frühen Kulturen bis zu späteren Dynastien.

Phoenix Mountain und die Landschaft

Das Tourismusgebiet Phoenix Mountain liegt östlich des Stadtgebiets von Chaoyang und grenzt an dessen zentrales Stadtgebiet. Es umfasst 67,84 Quadratkilometer und ist als Nationaler Waldpark sowie als Landschaftsgebiet der Kategorie AAAA ausgewiesen. Im Gebiet liegen 27 archäologische Kulturstätten aus verschiedenen Epochen, darunter Stätten der Hongshan- und Xiajiadian-Kultur, sowie 18 Kulturdenkmal-Sehenswürdigkeiten. Natur- und Kulturgeschichte stehen hier also nebeneinander.

Für Phoenix Mountain sind 790 Pflanzenarten erfasst: 763 Bedecktsamer, 12 Nacktsamer und 15 Farnarten. Der Wald bedeckt 85 Prozent des Gebiets. Vom Fengguan bietet sich ein weiter Ausblick auf die Landschaft. Diese Angaben geben dem Landschaftsgebiet eine andere Perspektive als die dicht aufeinander bezogenen Bau- und Museumsthemen der Stadtgeschichte.

Im näheren Umfeld Chaoyangs prägen auch am aufgewerteten innerstädtischen Abschnitt des Daling-Flusses lange Uferdämme, dichter Bewuchs, gewundene Wege, weite Wasserflächen und zahlreiche Möwen das Landschaftsbild. Wer ein Hotel für Chaoyang sucht, kann die Auswahl zunächst am eigenen Schwerpunkt ausrichten: Pagoden und Sammlungen, historische Stadtbereiche oder Landschaft und Pflanzenwelt.

Anreise im regionalen Rahmen

Im Stadtbezirk Shuangta verbinden Flughafen, Hochgeschwindigkeitsbahn sowie National- und Provinzstraßen die Region mit dem Umland. Direktflüge verbinden sie mit Shanghai. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug dauert die Fahrt nach Shenyang 1,5 Stunden, nach Dalian zwei Stunden und nach Peking ebenfalls zwei Stunden. Der Bezirk ist ein Verkehrsknotenpunkt zwischen dem chinesischen Kernland, dem Nordosten und der Inneren Mongolei. Prüfen Sie für Ihre Reisedaten den Fahrplan des gewählten Verkehrsmittels.

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