Berghülen bietet zwei unterschiedliche Wege, die Hülen kennenzulernen: einen etwa zweistündigen Rundweg zu Fuß und einen 31 Kilometer langen Radweg. Dazu kommt die Evangelische Pfarrkirche mit ihrer vielschichtigen Baugeschichte. So können Sie bei Ihrer Reiseplanung zwischen Landschaft, Bewegung und Architektur abwägen.
Zu Fuß oder mit dem Rad zu den Hülen
Der Hülenfußweg ist etwa 7 Kilometer lang und dauert ungefähr zwei Stunden. Als Rundweg führt er über Felder und durch Heckenlandschaften und kommt an drei Hülen vorbei. Länge und ungefähre Dauer geben Ihnen einen konkreten Rahmen für diesen Ausflug; die Wegbedingungen können variieren. Informieren Sie sich deshalb vor der Tour über die aktuelle Situation.
Der Hülenradweg ist 31 Kilometer lang, verbindet sechs Hülen und startet an der Auhalle Berghülen. Damit unterscheidet er sich in Streckenlänge und Zahl der verbundenen Hülen deutlich vom Fußweg. Während der Hülenfußweg als Rundweg mit einer ungefähren Dauer beschrieben ist, setzt der Radweg einen längeren Streckenrahmen. Die beiden Routen lassen sich daher nach der gewünschten Art der Erkundung einordnen, ohne ihre unterschiedlichen Angaben gleichzusetzen.
Auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich in die Planung einbeziehen: Berghülen liegt im Gebiet des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds (DING). Der Verbund koordiniert und organisiert den öffentlichen Personennahverkehr in der Region. Prüfen Sie für Ihre konkrete Anreise die aktuellen Verbindungen.
Kirchenbaugeschichte in Berghülen
Die Evangelische Pfarrkirche in Berghülen ist eine Saalkirche mit eingezogenem, netzgewölbtem Chor und spitzbogigen Maßwerkfenstern. Sie stammt aus dem Jahr 1504. Die Wandmalereien werden auf 1510 datiert, der Turm auf 1576; die Ausstattung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Diese Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Teile und Aspekte der Kirche und machen ihre Geschichte über die Jahreszahl des Bauwerks hinaus lesbar.
Auch die frühere Weihe gehört zur Baugeschichte: Die Kirche war ehemals dem heiligen Laurentius geweiht. Zusammen mit Chor, Fenstern und Wandmalereien bietet die Architektur damit mehrere konkrete Ansatzpunkte für eine kulturgeschichtliche Einordnung. Die Datierungen helfen, Bauwerk, Malereien, Turm und Ausstattung auseinanderzuhalten, statt sie einer einzigen Bauphase zuzuschreiben.
Albhochfläche und Alb-Donau-Kreis
Die Hülen sind die einzigen Oberflächengewässer der Albhochfläche. Das ordnet die drei Hülen am Fußweg und die sechs Hülen am Radweg in einen größeren Landschaftsraum ein. Für die Reiseplanung stehen damit sowohl einzelne Wegabschnitte als auch die umfassendere Landschaftsperspektive zur Verfügung.
Im übergeordneten Reiseziel Alb-Donau-Kreis gibt es weitere Wanderangebote mit unterschiedlichen Streckenrahmen. Die 20 Rundwege „Eiszeitpfade“ sind 6 bis 14 Kilometer lang und für Tageswanderungen geeignet. Ergänzend gibt es die familienfreundlichen „Eiszeitspuren“ mit Längen von 1 bis 6 Kilometern sowie den Besinnungsweg für Mehrtagestouren. Diese Angebote unterscheiden sich nach Länge und Tourencharakter; sie gehören zum Alb-Donau-Kreis und sind nicht mit den beiden Hülenwegen gleichzusetzen.
Ein weiterer kultureller Akzent im Alb-Donau-Kreis ist der Hohle Fels bei Schelklingen. Die Höhle ist UNESCO-Welterbe und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“. Beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. Damit umfasst der größere regionale Rahmen neben Landschaft und Wanderrouten auch Zeugnisse der Steinzeit. Für Ihre Auswahl bleibt der Unterschied der Maßstäbe hilfreich: Berghülens Hülenwege und Pfarrkirche beschreiben konkrete Themen des Ortes, während die genannten Wander- und Kulturthemen den Alb-Donau-Kreis betreffen.
Weitere Reiseziele entdecken: Munderkingen, Holzkirch, Allmendingen, Ulm, Langenau, Staig, Setzingen, Lonsee.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.