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In Nerenstetten führt der Jakobsweg durch den Ort; die spätmittelalterliche St. Magnuskirche liegt am nördlichen Ortsrand. Für die Orientierung ergeben sich so zwei konkrete lokale Bezugspunkte: ein Wegverlauf durch den Ort und ein Kirchengebäude am Rand. Im nahegelegenen Lonetal gibt es außerdem Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge und Radfahrstrecken.

Wege im Ort und im Umfeld

Für die Wegeplanung lohnt eine genaue Unterscheidung: Der Schwäbische Alb Südrand-Weg verläuft auf der Strecke bis Nerenstetten am meist trockenen Bett der Lone entlang und führt lediglich an der Gemeinde vorbei. Der Jakobsweg führt dagegen durch den Ort. Im nahegelegenen Lonetal gibt es zudem Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge und Radfahrstrecken. So stehen ein konkreter Streckenverlauf entlang der Lone und allgemein beschriebene Freizeitmöglichkeiten im Tal nebeneinander.

Weitere Kulturgeschichte im Alb-Donau-Kreis

Im übergeordneten Reiseziel Alb-Donau-Kreis stehen auch vorgeschichtliche Funde und Siedlungsgeschichte im Blick. Bei Schelklingen liegt der Hohle Fels, eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“. Beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. Eine andere archäologische Perspektive bietet das Steinzeitdorf Ehrenstein in Blaustein: Es ist eine jungsteinzeitliche Siedlung im Tal der Blau und gehört zum transnationalen und seriellen UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Im Vergleich stehen damit zwei benannte Funde mit ihrem ungefähren Alter einer jungsteinzeitlichen Siedlung und ihrer Zugehörigkeit zum Welterbe gegenüber.

Klosterorte im Alb-Donau-Kreis

Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 als Benediktinerkloster gegründet und besteht heute hauptsächlich aus Gebäuden im gotischen Stil aus den Jahren 1466 bis 1510. Die Klosteranlage Obermarchtal erhebt sich direkt über der Donau und erhielt ihre heutige Form zwischen 1686 und 1795. Die ehemalige Prämonstratenserabtei Obermarchtal liegt im Alb-Donau-Kreis. Die Jahresangaben bezeichnen unterschiedliche historische Aspekte: In Blaubeuren stehen Gründung und gotische Gebäude im Mittelpunkt, für Obermarchtal der Zeitraum, in dem die Anlage ihre heutige Form erhielt.

Wandern und Radfahren im Alb-Donau-Kreis

Der Alb-Donau-Kreis ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Zu den Wandermöglichkeiten gehören 20 Rundwege „Eiszeitpfade“ mit Längen von 6 bis 14 km, die sich für Tageswanderungen eignen. Ergänzend gibt es familienfreundliche „Eiszeitspuren“ mit Längen von 1 bis 6 km sowie den Besinnungsweg für Mehrtagestouren. Die Längenbereiche der beiden Eiszeit-Angebote treffen sich bei 6 km; zusätzlich unterscheiden sie sich durch ihre beschriebene Eignung und den Rundweg-Charakter der Eiszeitpfade.

Auch die thematischen Radangebote lassen sich anhand ihrer Distanzen vergleichen: Die Tour „Eiszeittäler“ ist 75 km lang, die „Berg Bier-Tour“ 115 km und der Radweg „Albtäler“ 186 km. Für den Albtäler gilt die Vier-Sterne-Auszeichnung. Die Kilometerangaben geben eine konkrete Spanne der genannten Angebote; die Auszeichnung ist dem Albtäler zugeordnet.

Weitere Reiseziele entdecken: Weidenstetten, Illerrieden, Breitingen, Merklingen, Nellingen, Öpfingen, Griesingen, Börslingen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.

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