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Wer Loffenau als Reiseziel auswählt, findet unterschiedliche Schwerpunkte: Ortsgeschichte, Aussichtspunkte, geologische Formen und Wege mit konkreten Orientierungspunkten. Die Gemeinde liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Für Ihre Planung lässt sich deshalb zunächst abwägen, ob Sie sich eher für die Geschichte des Ortes oder für seine Landschaft interessieren.

Spuren der Ortsgeschichte

Die spätmittelalterlichen Fresken in der Heilig-Kreuz-Kirche stammen aus der alten Loffenauer Kirche. Von diesem Bau ist nur der Chor erhalten; er bildet den unteren Teil des heutigen Turms. An Fresken und Turm lässt sich so die Geschichte des früheren Kirchenbaus an konkreten Teilen ablesen.

Ein anderer Akzent ist der neue Dorfplatz in den Kirchwiesen: Er ist preisgekrönt und fügt sich in das Ortsbild ein. Das Observatorium auf der Grenzertplatte wurde am 4. Oktober 2008 offiziell eingeweiht. Dieses Datum setzt einen klaren zeitlichen Bezugspunkt neben die spätmittelalterliche Kunst und die ältere Baugeschichte der Kirche.

Aussicht und Landschaftsformen

Auf dem Pfarrberg liegt die Sonnenlaube, ein Aussichtspunkt, der Aussicht und Schatten bietet. Östlich von Loffenau, unweit des Großen Lochs, befinden sich die Teufelskammern. Diese höhlenartigen Erosionsformen gehören zur Eck-Formation des Unteren Buntsandsteins. Sie entstanden, als weichere Sandsteine unter einer härteren, verkieselten Buntsandsteinschicht absandeten. Die härtere Schicht bildet das Dach der Formationen.

Auch auf der Teufelsmühle sind die Höhenangaben eine konkrete Orientierung: Dort werden zwei Gleitschirm-Startplätze betrieben. Der westliche liegt auf 900 Metern, der nordwestliche auf 846 Metern. Damit liegt der westliche Startplatz 54 Höhenmeter über dem nordwestlichen; die Plätze unterscheiden sich außerdem durch ihre Lage.

Wege und Wasser

Die Laufbachwasserfälle lassen sich im Rahmen der Kleinen Dorfrunde besichtigen. Dafür ermöglichen eine Brücke mit Besucherplattform und eine neue Treppenanlage den Zugang zur Besichtigung. Bei bestimmten Wetterverhältnissen können die Wege an den Wasserfällen rutschig sein; Trittsicherheit ist erforderlich. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen.

Für die Orientierung auf weiteren Wegen sind die genannten Punkte hilfreich: Die Panoramarunde führt vom Kurpark ein kurzes Stück entlang der Dorfstraße bis zum Kreuzstich und anschließend in Richtung Aussichtspunkt Bergle. Zur Michelsrankhütte gelangt man vom Bereich hinter dem Teufelsmühlturm über den Zick-Zack-Pfad. Dabei geht es etwa 100 Höhenmeter bergab. Die Wegpunkte und der ungefähre Höhenunterschied geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte für die Planung, ohne eine Gehzeit vorzugeben.

Die Wassertretstelle im Gewann Löchle/Holzwiesen wurde vor rund 50 Jahren eingerichtet und wird auch heute von Kindern und Einheimischen als Freizeitanlage genutzt. Sie ist damit ein weiterer, andersartiger Anlaufpunkt neben den Aussichtspunkten und den beschriebenen Wegen.

Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Rastatt

Im übergeordneten Reiseziel Rastatt stehen weitere historische Themen im Mittelpunkt. Schloss Rastatt war die erste auf deutschem Boden errichtete barocke Residenz und wurde nach dem Vorbild von Versailles gestaltet. Das Stadtmuseum Rastatt befindet sich in einem barocken Stadtpalais gegenüber dem Residenzschloss. Seine Dauerausstellungen widmen sich der Geschichte Rastatts in den vergangenen 300 Jahren sowie der Ur- und Frühgeschichte. Damit bietet Rastatt einen anderen historischen Schwerpunkt als die spätmittelalterlichen Fresken und die Baugeschichte in Loffenau.

Weitere Reiseziele entdecken: Lautenbach, Sinzheim, Durmersheim, Hügelsheim, Lichtenau, Weisenbach, Kuppenheim, Steinmauern.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rastatt.

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