Fünf Rad- und Genusstouren zwischen 40 und 170 Kilometern geben einem Aufenthalt in Lichtenau einen klaren Rad-Schwerpunkt. Hinzu kommen der Walderlebnispfad im Wörthwald, historische Spuren vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und ein markanter Kulturort. Für die Planung können Sie zuerst entscheiden, ob Radstrecken, Natur oder Geschichte und Kultur den Schwerpunkt bilden sollen.
Radfahren und Genusstouren
Lichtenau und die Rheinebene bieten den Rahmen für Radtouren durch Baden und das Elsass. Die fünf ausgewählten Rad- und Genusstouren reichen von 40 bis 170 Kilometern. Die Streckenlänge ist damit ein konkreter Vergleichspunkt bei der Auswahl; zugleich verbindet das Tourenangebot Radfahren mit kulinarischen Entdeckungen.
Eine weitere Option ist die Veloroute Rhein: Sie umfasst einen Abschnitt von Au am Rhein nach Lichtenau und ist für Familienausflüge ebenso gedacht wie für sportliche Fernradler. Baustellenbedingte Umleitungen können vorkommen. Prüfen Sie deshalb den Routenverlauf vor der Fahrt.
Auenwald und Wanderlandschaften
Der Walderlebnispfad „Komm in die Au nach Lichtenau“ verläuft durch den Wörthwald zwischen Lichtenau und Grauelsbaum. Er führt an 15 Stationen in einem Naturschutzgebiet vorbei. Informationstafeln und Erlebnisstationen machen den Weg zu einem informativen, familienorientierten Spaziergang. Damit setzt der Pfad einen anderen Akzent als die Radangebote: Hier stehen Wald und die Stationen entlang des Wegs im Mittelpunkt.
Lichtenau hat außerdem Rheinauenwälder; in der Umgebung bieten der Schwarzwald und die Vogesen Wanderlandschaften. So stehen unterschiedliche Landschaftsthemen für die Reiseplanung bereit: die Auenwälder am Rhein auf der einen und die nahe gelegenen Wanderlandschaften auf der anderen Seite. Sie können Natur und Radfahren als getrennte Schwerpunkte betrachten oder entscheiden, welches davon im Aufenthalt mehr Raum erhalten soll.
Geschichte und Kultur in Lichtenau
Die mittelalterliche Geschichte lässt sich anhand mehrerer genau datierter Ereignisse einordnen. Um 1298 wurde die Festung Lichtenau mit einer Mauer, einem Graben und umgebendem Mauerwerk errichtet. Am 14. Januar 1300 erhielt Lichtenau Stadtrechte. Von 1335 bis 1390 war die Stadt Residenz der Grafen von Hanau-Lichtenberg und Sitz der weltlichen und kirchlichen Behörden der Grafschaft. Die Wasserburg von Lichtenau wurde am Ende des Dreißigjährigen Krieges zerstört.
Ein späterer historischer Anknüpfungspunkt liegt im Stadtteil Scherzheim: Die Weinbrennerkirche stammt aus dem Jahr 1810, und auch die historischen Fachwerkhäuser zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Das Scherzheimer Hoftheater ergänzt diese baulichen Eindrücke um einen kulturellen Akzent. Als Kulturort ist es für seine besondere Kulisse, anspruchsvolle Aufführungen und Auftritte international bekannter Kulturgrößen bekannt.
Anreise nach Lichtenau
Für die Anreise mit dem Auto führt die Zufahrt von der A5 über die Ausfahrt Bühl/Lichtenau. Anschließend verläuft die Strecke über rund acht Kilometer durch Oberbruch und Moos. Diese Wegbeschreibung gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt für die Anfahrt.
Auch die Regiolinie ist für die Planung relevant: Das Busnetz verbindet Lichtenau im Stundentakt mit Rheinmünster, Bühl und umliegenden Orten. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan, damit Sie Ihre Anreise entsprechend abstimmen können.
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