Bempflingen bietet verschiedene Spuren seiner Ortsgeschichte: mittelalterliche Bauzeugnisse, Fachwerk und Kirchenkunst. Wer für einen Aufenthalt einen kulturellen Schwerpunkt sucht, kann hier Baualter, frühere Nutzungen und künstlerische Arbeiten getrennt betrachten. Für die Anreise gibt es Bahn- und B-312-Verbindungen in Richtung Stuttgart, Reutlingen und Schwäbische Alb.
Ortsgeschichte zwischen Namensnennung und Fachwerk
Die erste überlieferte Namensnennung Bempflingens findet sich im Bempflinger Vertrag von 1090. Bei der historischen Bempflinger Mühle markieren die Daten andere Ereignisse: Sie wurde 1391 erstmals erwähnt und 1659 wieder aufgebaut. Das Alte Rathaus ist ein Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert, der 1621 erstmals genannt wurde. Das Schlössle ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau von 1697 auf spätmittelalterlichen Steinfundamenten.
Diese Zeitangaben stehen für unterschiedliche Dinge: eine erste Namensnennung, erste Erwähnungen, einen Wiederaufbau und das Baujahr des Schlössle. Für die Einordnung lohnt es sich, sie nicht gleichzusetzen. So lassen sich einzelne Spuren der Ortsgeschichte miteinander vergleichen, ohne sie einer einzigen Epoche zuzuordnen.
Kirchen: frühe Datierung und moderne Kunst
Der untere Turmabschnitt der evangelischen Stephanuskirche ist auf 1299 datiert. Die katholische Kirche St. Peter wurde 1960/62 im modernen Stil erbaut. Ihre Buntglasfenster stammen von Wilhelm Geyer; Tabernakel und Kreuz sind Werke von Sieger Köder.
Die Datierung an der Stephanuskirche bezieht sich auf den unteren Turmabschnitt. Bei St. Peter kommen neben der Bauzeit auch die namentlich zugeordneten Kunstwerke in den Blick. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann so ein frühes datiertes Bauteil mit moderner Kirchenarchitektur und konkreten künstlerischen Arbeiten vergleichen.
Kelter, Mühle und Ermskanal
Die Kelter wurde im 18. Jahrhundert als Fachwerkbau in barocken Formen errichtet und später als Mostkelter genutzt. Das Hauptgebäude der Baumwollspinnerei und -weberei Gebr. Elmer & Zweifel entstand 1854/55. Zusammen führen diese Beispiele von der Fachwerkarchitektur über die Nutzung als Kelter bis zur Textilproduktion.
Auch der mittelalterliche Ermskanal verläuft durch Bempflingen. Er zweigt unterhalb von Riederich von der Erms ab und vereinigt sich unterhalb des Geländes von Gebr. Elmer & Zweifel wieder mit dem Fluss. Sein Verlauf ergänzt die Bau- und Nutzungsgeschichte um ein eigenständiges Landschaftsdetail.
Ortsführung und Radroute
Eine historische Ortsführung bietet Informationen zu einzelnen Stationen; ein Routen-Faltblatt können Sie herunterladen. Eine weitere Möglichkeit, Bempflingen in die Reiseplanung einzubeziehen, ist die Bempflingen–Rohr-Radroute. Sie verläuft durch das Neckar-, Aich- und Siebenmühlental und ist mit dem Museumsradweg verbunden. Die Ortsführung und die Radroute setzen unterschiedliche Schwerpunkte: hier Stationen der Ortsgeschichte, dort eine Tour durch mehrere Täler.
Wenn Sie die Radroute einplanen, prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Routendetails. So können Sie Ihre Planung an der jeweils gültigen Routenbeschreibung ausrichten. Für die Wahl eines Hotels lässt sich zunächst überlegen, ob Ihr Aufenthalt vor allem der Ortsgeschichte, dem Radfahren oder den regionalen Verbindungen gelten soll.
Anreise und Verkehrsgeschichte
Der historische Bahnhof von Bempflingen wurde 1857/58 in Formen der Neorenaissance errichtet. Die Bahnstrecke, die Plochingen, Metzingen und Reutlingen verbindet, wurde 1859 eröffnet. Heute verfügt Bempflingen über Bahn- und B-312-Verbindungen in Richtung Stuttgart, Reutlingen und Schwäbische Alb.
Ein aktueller Abfahrtsfahrplan für Bahnhof Bempflingen ist verfügbar; prüfen Sie die Angaben vor der Fahrt. Damit haben Sie für die Planung sowohl einen praktischen Anhaltspunkt als auch einen weiteren Einblick in die Verkehrsgeschichte des Ortes.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Neuffen, Frickenhausen, Wernau, Weilheim An Der Teck, Lenningen, Neuhausen Auf Den Fildern, Denkendorf, Erkenbrechtsweiler.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Esslingen.