Lenningen verbindet gut markierte Wanderwege mit Karstformen, Moorlandschaft und historischer Baugeschichte. Das Spektrum reicht von Tropfsteinformationen und Moorflora bis zu klassizistischen und spätmittelalterlichen Bauwerken; im Winter kommen schneeabhängige Angebote und Winterwanderwege hinzu.
Wandern und winterliche Optionen
Lenningen verfügt über eine Vielzahl gut markierter Wanderwege. Das Landschaftsbild ist durch Tropfsteinhöhlen, Kletter- und Aussichtsfelsen, Burgruinen und ein Torfmoor gekennzeichnet. Wer sich besonders für Fels und Höhle interessiert, setzt einen anderen Natur-Schwerpunkt als bei einem Fokus auf Moorflora.
Schopfloch bietet im Winter ausgebaute Skipisten, Schlepplifte und gespurte Langlaufloipen. Angebot und Präparierung hängen von der saisonalen Schneelage ab. Auf der Schopflocher Alb gibt es geräumte Winterwanderwege, darunter Routen von Pfulb zum Bahnhöfle und vom Parkplatz bei den Gutenberger Höhlen in Richtung Ochsenwang. Bei anhaltendem Schneefall ist die Räumung nicht garantiert. Prüfen Sie vor dem Aufbruch, ob der gewünschte Weg geräumt ist.
Karsthöhle, Moor und Radweg
Die Gutenberger Höhle ist eine Karsthöhle mit attraktiven Tropfsteinformationen. Sie ist rund 200 Meter lang und besteht aus sechs Hallen. Länge und Hallenzahl geben unterschiedliche Orientierung: Die Längenangabe ordnet die Ausdehnung ein, die Zahl der Hallen beschreibt die Gliederung im Inneren.
Das Schopflocher Torfmoor ist ein Torfmoor mit Moorflora auf der verkarsteten, wasserdurchlässigen Schwäbischen Alb. Höhle und Moor stehen damit für unterschiedliche Naturthemen: hier Karst und Tropfsteinformationen, dort Moorflora und der durchlässige Albuntergrund.
Der Radweg von Brucken nach Gutenberg gilt als geeignet für Rollstühle und Handbikes; eine Rückfahrt mit dem Zug ist ab Oberlenningen möglich. Damit ist neben den Wanderwegen auch eine Radoption mit einer möglichen Zugrückfahrt beschrieben.
Kirche, Schlössle und Burg Gutenberg
Die Kirche in Schopfloch ist eine klassizistische Saalkirche aus dem Jahr 1782 mit Emporen auf drei Seiten. Das Schlössle wurde zwischen 1593 und 1596 von der Familie Schilling von Cannstatt errichtet und gilt als charakteristischer spätmittelalterlicher lokaler Adelssitz. Das Hausmuseum im Schlössle zeigt Zufallsfunde, die bei der Renovierung des damals 400 Jahre alten Renaissancegebäudes entdeckt wurden.
Burg Gutenberg wurde 1285 erstmals als Besitz der Herzöge von Teck erwähnt. Die Zeitangaben zu den Bauwerken bezeichnen unterschiedliche Dinge: Bei der Burg geht es um die erste Erwähnung, beim Schlössle um die Bauzeit und bei der Kirche um das Baujahr.
Im übergeordneten Reiseziel Esslingen
Der Landkreis Esslingen gehört zu den zehn Landkreisen im Geopark Schwäbische Alb. Das Urwelt-Museum Hauff in Holzmaden zeigt Fossilien aus den Posidonienschiefern und liegt mitten in der Fossilfundstätte Holzmaden. Mit rund 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zählt es zu den größten privaten Naturkundemuseen Deutschlands. Auch der Römerpark Köngen gehört zum übergeordneten Reiseziel Esslingen; er besteht aus einem Museumsgebäude und einer Freilichtanlage.
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