Zum Inhalt

Fossilien aus dem Lias, ein Rundweg durch die Landschaft und historische Bauwerke geben Ohmden unterschiedliche Seiten. Dazu kommt mit dem Hafenknopf eine lokale Gebäcktradition. Für Ihren Aufenthalt können Sie deshalb einen Schwerpunkt setzen: Erdgeschichte und Fossiliensuche, Zeit draußen oder die baulichen und kulinarischen Besonderheiten des Ortes.

Fossilien und Erdgeschichte

Ohmdens marine Schiefer enthalten Fossilien von Sauriern, Fischen und zahlreichen Wirbellosen. Sie stammen aus dem Lias, der etwa 180 Millionen Jahre zurückliegt. Die Fundstücke machen die Erdgeschichte hier zu einem konkreten Thema: In einem Gestein finden sich Überreste verschiedener Tiergruppen aus derselben geologischen Zeit.

Am Schieferbruch Kromer in Ohmden können Besucher nach Fossilien suchen. Klären Sie vor der Anreise die Bedingungen beim Betreiber. Ohmden gehört außerdem zum Grabungsschutzgebiet Holzmaden, das seit 1979 besteht. Für das Fossiliensammeln im Schutzgebiet sind eine Gebühr sowie Genehmigungen des Landesdenkmalamts und der Grundeigentümer erforderlich. Prüfen Sie die Bedingungen vor einer Suche.

Einige der feinsten Fossilien aus dem Gebiet von Ohmden werden im Urwelt-Museum Hauff in Holzmaden gezeigt. Im übergeordneten Reiseziel Esslingen zeigt das Museum auch Versteinerungen aus den Posidonienschiefern. Seine Ausstellungsfläche umfasst rund 1.000 Quadratmeter; es zählt zu den größten privaten Naturkundemuseen Deutschlands. Damit lässt sich die lokale Fossiliensuche um einen Blick auf die Sammlung und die geologische Einordnung ergänzen.

Wandern auf dem Ohmdener Rundweg

Der Ohmdener Rundweg ist etwa neun Kilometer lang. Er führt an Pferdekoppeln, Schafweiden, Obstgärten, Bächen und Wasserläufen vorbei. So gehören offene Weideflächen und Wasserläufe ebenso zum Routenbild wie die Obstgärten. Zu den Aussichten zählen Ohmden, Burg Teck, Breitenstein und Limburg. Drei Startpunkte sind mit Wanderschildern markiert.

Die ungefähre Streckenlänge bietet einen klaren Anhaltspunkt für Ihre Wanderplanung; eine Gehzeit oder ein Schwierigkeitsgrad ist damit nicht festgelegt. Informieren Sie sich vor dem Aufbruch über die aktuellen Wegbedingungen. Wenn Sie weitere Naturwege in Ihre Überlegungen einbeziehen möchten: Im Trinkbachtal bieten Wanderwege Gelegenheiten, die Natur vor Ort zu erleben. Der Rundweg und die Wege im Trinkbachtal sind dabei als unterschiedliche Wandermöglichkeiten zu betrachten.

Baugeschichte und eine lokale Spezialität

Die Kirche in Ohmden erhielt ihre heutige Form zwischen 1681 und 1683. Ihr Turm bekam 1871 sein heutiges äußeres Erscheinungsbild. Im Inneren befinden sich vier Altarbilder aus der Zeit um 1500, die dem Kirchheimer Maler Thomas Schick zugeschrieben werden. Die Bilder verweisen auf eine frühere Zeit als die heutige Bauform der Kirche; am Turm kam später eine weitere bauliche Zeitschicht hinzu.

Ein ehemaliger Bauernhof mit Schmuckfachwerk aus dem Jahr 1677 ergänzt die historischen baulichen Details Ohmdens. Eine ganz andere Besonderheit ist der Hafenknopf: ein salziges Hefegebäck, das traditionell in einer Kupferform gebacken wird, die einzigartig für Ohmden ist. Zusammen zeigen Kirche, Fachwerk und Gebäck verschiedene Facetten der Ortsgeschichte und lokalen Tradition.

Praktische Orientierung

Eine Gemeindemeldung vom Februar 2025 hielt fest, dass die Busverbindung von Ohmden nach Zell seit September 2020 besteht. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. So können Sie Ihre Anreise mit dem Bus anhand der aktuellen Verbindung planen und den Aufenthalt nach Ihrem Schwerpunkt ausrichten.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel:

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Esslingen.