Köngen lässt sich über verschiedene Seiten seiner Geschichte und seines Alltags entdecken: Das Kastell Grinario, die Ulrichsbrücke und die Jupitergigantensäule geben der römischen Vergangenheit konkrete Anknüpfungspunkte. Kulturtage und Wochenmarkt ergänzen diese Themen um wiederkehrende Veranstaltungen und einen festen Markttag. So können Sie bei der Reiseplanung abwägen, ob Sie vor allem historische Orte erkunden oder Ihre Zeit auch nach den örtlichen Terminen ausrichten möchten.
Römische Spuren in Köngen
Das Kastell Grinario in Köngen wurde von den Römern zwischen 90 und 95 n. Chr. erbaut und 155 aufgegeben. Danach wurde es unter anderem zum Bau eines römischen Bades genutzt. Die Parkanlage mit Museum im Römerpark Köngen wurde 1988 eingeweiht. Diese Eckdaten führen von der Entstehung des Kastells über seine spätere Aufgabe bis zur Geschichte des Römerparks.
Die Jupitergigantensäule am Ortseingang von Köngen ist ein Zeugnis der römischen Besiedlung in den ersten Jahrhunderten nach Christus. Ihr unterster, vierseitiger Viergötterstein zeigt vier verschiedene Gottheiten. Der achteckige Wochengötterstein trägt ein Relief der Siegesgöttin Victoria; die sieben anderen Seiten zeigen die Wochengötter, beginnend mit dem Samstag. Die beiden Steinformen bieten unterschiedliche Details, auf die Sie beim Blick auf die Säule achten können.
Rundgang und Ulrichsbrücke
Ein digitaler Rundgang führt mit der kostenlosen DigiWalk-App über 15 Stationen von der Ulrichsbrücke zum Römerkastell und dauert etwa zwei Stunden. Sie können ihn auf mehrere Spaziergänge verteilen; die Texte lassen sich auf dem Smartphone lesen oder anhören. Prüfen Sie vor der Reise, ob die App verfügbar ist, denn ihre Funktionen können sich ändern.
Die Ulrichsbrücke ist ein Wahrzeichen der Gemeinde und eng mit der Geschichte des württembergischen Herzogs Ulrich verbunden; sie erlangte literarischen Ruhm. Seit 1975 ist sie nur noch Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. In Köngen verbindet sich an diesem Bauwerk damit ein historischer Bezug mit einer klar benannten Nutzung für Fuß- und Radverkehr.
Kunstgeschichte und Kulturtage
Auch außerhalb der römischen Geschichte gibt es kunsthistorische Themen. Dem sogenannten Rittersaal im Köngener Schloss kommt heute hohe kunsthistorische Bedeutung zu. Im Schloss sind außerdem Bildnisse römischer und deutscher Kaiser aus der Renaissance zu sehen. In der Peter-und-Paulskirche sind Grabsteine der Familie Thumb von Neuburg sowie ein Renaissance-Flügelaltar mit gotischem Schnitzwerk zu sehen.
Seit 1988 finden regelmäßig die Köngener Kulturtage in der Zehntscheuer statt. Auf dem Programm stehen unter anderem Kabarett, Kammermusik, Theater, Musik und Vorträge. Wenn Sie Ihre Reise mit einer Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie die Termine für den gewünschten Zeitraum; aus der regelmäßigen Veranstaltungsreihe ergibt sich kein bestimmter aktueller Termin.
Samstags auf dem Köngener Wochenmarkt
Der Köngener Wochenmarkt findet jeden Samstag in der Fußgängerzone statt. Die Marktzeit ist von 08:00 bis 12:00 Uhr; von April bis September beginnt sie bereits um 07:00 Uhr. Samstags kommen Anbieter und Erzeuger aus der Region. Einwohner und Besucher können unter anderem Obst, Gemüse, Eier und Nudeln kaufen. Zum weiteren Angebot gehören Blumen, Korb-, Bürsten- und Holzwaren, Kurzwaren, Handarbeitszubehör und Lederwaren; Bekleidung wird nicht angeboten.
Der Markt ist damit eine andere Art, einen Samstag in Köngen zu planen als der digitale Rundgang oder ein Termin bei den Kulturtagen. Da sich die Marktzeiten ändern können und einzelne Anbieter sowie ihr Warenbestand variieren, prüfen Sie die Angaben vor Ihrem Besuch am besten vor Ort.
Esslingen im regionalen Maßstab
Der Landkreis Esslingen gehört zu den zehn Landkreisen im Geopark Schwäbische Alb. Sechs unterschiedliche Landschaftsräume prägen den Landkreis: Schurwald, Schönbuch, Fildern, Neckartal, Albvorland und Albtrauf. Auch die Streuobstlandschaft des Landkreises gehört zu diesem regionalen Bild und umfasst 1,5 Millionen Obstbäume.
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