Das UNESCO-Welterbe Limes führt schnurgerade durch den Hohenlohekreis. Drei Limesplattformen eröffnen einen weiten Ausblick über die Landschaft. So treffen eine markante Kulturspur und weite Perspektiven aufeinander. Auch Radwege bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Region zu erkunden. Für Radfahrende rahmen die tief eingeschnittenen Täler von Kocher, Jagst und Ohrn die Hohenloher Hügellandschaft. Kulturgeschichte, Stadtbilder und Landschaft sind damit unterschiedliche Zugänge zu einer Entdeckungsreise durch den Kreis.
Klöster, Burgen und historische Stadtbilder
Im Jagsttal in Hohenlohe liegt Kloster Schöntal. Die Klosterkirche besitzt eine imposante barocke Doppelturmfassade; im Kreuzgang befindet sich das Grabmal des Ritters Götz von Berlichingen. Beide Details geben dem Kloster einen besonderen historischen Charakter: hier die weithin prägende Architektur, dort ein konkretes Erinnerungsstück mit namentlichem Bezug. Schloss Neuenstein erzählt eine andere Baugeschichte. Die staufische Wasserburg wurde im 16. Jahrhundert zu einer prächtigen Renaissance-Residenz ausgebaut. Ihre Dauerausstellung präsentiert die Inventare von sieben Hohenloher Schlössern. Der Vergleich macht verschiedene Schichten der Bau- und Sammlungsgeschichte sichtbar, ohne dass die beiden Orte dasselbe erzählen.
Forchtenberg zeigt ein mittelalterliches Stadtbild mit einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer und zahlreichen Fachwerkhäusern. Das Open-Air-Kino auf der Burgruine zieht Jahr für Jahr mehrere tausend Besucher an. Hier stehen historische Bausubstanz und ein wiederkehrendes Kulturereignis als unterschiedliche Seiten des Ortes nebeneinander. Auch die Landschaft Forchtenbergs ist klar konturiert: Das Flusstal des Kochers sowie die Seitentäler von Kupfer, Sall und Wülfinger Bach prägen das Umfeld.
In Krautheim verbindet sich ein markanter Aussichtspunkt mit einer eigenen Museumsgeschichte. Die Stauferburg hat einen 28 Meter hohen Bergfried; dessen Aufstieg wird mit einem Ausblick über das Jagsttal belohnt. Das Johannitermuseum dokumentiert die Geschichte des Johanniterordens. Der Kocher-Jagst-Radweg führt ebenfalls durch Krautheim und ergänzt die dortigen Kulturthemen um einen konkreten Radbezug.
Radfahren und Landschaft erleben
Die zahlreichen Radwege im Hohenlohekreis bieten verschiedene Möglichkeiten, die Region zu erkunden. Für Radfahrende bildet die Hohenloher Hügellandschaft den Rahmen; die tief eingeschnittenen Flusstäler von Kocher, Jagst und Ohrn fassen sie ein. Damit ist nicht nur eine einzelne Sehenswürdigkeit gemeint, sondern ein Landschaftsbild, das sich beim Radfahren erschließt. Eine benannte Strecke ist der Kocher-Jagst-Radweg, der durch Krautheim führt.
Wein, Destillate und Freilichtveranstaltungen
Bei Hohenloher Winzern und Brennern können Besucher Wein und Destillate direkt kaufen und verkosten. Welche Betriebe teilnehmen, variiert. Das Hohenloher Weindorf findet auf dem Marktplatz in Öhringen statt; die Termine variieren. Seit über 30 Jahren finden die Künzelsauer Burgfestspiele Schloss Stetten im Burggraben von Schloss Stetten statt: als Freilichtspiele, immer Ende Juli oder Anfang August. Die unterschiedlichen Formate geben Kultur und regionalem Genuss einen konkreten Platz im Reisebild des Hohenlohekreises.
Die historischen Bauwerke und Landschaftsmerkmale lassen sich anders in eine Reise einordnen als Veranstaltungen mit wechselnden Terminen. Wenn das Weindorf oder die Burgfestspiele Anlass Ihres Besuchs sind, prüfen Sie die jeweiligen Termine vorab. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie überlegen, ob Sie den Schwerpunkt eher auf Klöster und Stadtgeschichte, Radfahren oder ein saisongebundenes Ereignis legen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Bretzfeld, Weißbach, Sindringen, Öhringen, Neuenstein, Schöntal, Mulfingen, Waldenburg, Künzelsau, Zweiflingen, Ingelfingen, Kupferzell, Pfedelbach, Niedernhall, Krautheim, Forchtenberg.
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