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Kirchheim am Ries liegt am westlichen Rand des Ries, am Fuß des 600 Meter hohen Blasienbergs. Wege durch Streuobstwiesen, Ausblicke über die Rieslandschaft und die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters geben dem Ort verschiedene Schwerpunkte. Für die Reiseplanung lohnt es sich, die Wanderstrecken nach Länge und Thema zu vergleichen und Kulturorte als eigenen Teil des Aufenthalts einzuplanen.

Wanderwege und Naturthemen

Der 5 Kilometer lange Streuobstpfad mit Riesblick beginnt am Eulenstein und führt an Streuobstwiesen sowie einem geschützten Wald auf dem Ohrenberg vorbei. Unterwegs öffnet sich der Blick über die flache Rieslandschaft. Informationstafeln erklären den Lebensraum Streuobstwiese; QR-Kennzeichnungen helfen dabei, die Obstsorten der Bäume zu bestimmen. Der Rundweg verbindet damit Landschaftsblick und Informationen zu den Obstwiesen.

Der Erlebnispfad Blasienberg ist etwa 4,5 Kilometer lang. Zehn QR-Audiostationen behandeln Tierwelt, Pflanzen und Geologie; außerdem bietet der Weg Ausblicke ins Ries und eine Aussichtsschaukel. Im Vergleich zum 5 Kilometer langen Streuobstpfad ist er etwas kürzer. Am Riesblick neben dem Blasienberg bietet der zweisprachige Geopark-Ries-Infopunkt Ausblicke in das Riesbecken und auf Kirchheim sowie eine geologische Karte. Da sich Wegeinrichtungen und Stationen ändern können, prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Hinweise.

Der 7,3 Kilometer lange Sinnespfad zwischen Wald & Wasser beginnt am ehemaligen Zisterzienserinnenkloster und folgt teilweise dem Ries-Panoramaweg. Damit unterscheidet er sich durch seinen Startpunkt und die Teilstrecke auf dem Panoramaweg von den beiden kürzeren Wegen. Der Ries-Panoramaweg selbst führt über 128 Kilometer rund um den Nördlinger Rieskrater und ist in sieben Tagesetappen gegliedert. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuelle Wegführung.

Eine weitere Naturperspektive bietet der Biber- und Baumpfad: Er stellt mehr als 20 Baum- und Straucharten vor und ergänzt die Informationen mit QR-Codes. Neben den Themen Geologie und Streuobstwiesen rückt hier die Vielfalt der Gehölze in den Mittelpunkt. Die Geopark-Ries-Informationstafeln zur Entstehung des Ries und seiner Umgebung sind rund um die Uhr zugänglich; Tische und Bänke bieten Möglichkeiten zum Ausruhen.

Klostergeschichte und Architektur

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Mariä Himmelfahrt ist ein kulturhistorischer Ort in Kirchheim am Ries. Graf Ludwig III. von Oettingen gründete das Frauenkloster 1267. Ein Torbogen von 1724 mit Statuen von Heiligen bildet den Zugang zum Klosterbezirk. Die Klosterkirche wurde im frühgotischen Stil erbaut und um 1300 fertiggestellt; ihr barocker Hochaltar von 1756 zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel. An der Kirche lassen sich so die frühgotische Bauzeit und die spätere barocke Ausstattung unterscheiden.

Ein weiteres historisches Zeugnis ist die St.-Martins-Kapelle in Unterkirchheim. Ihr Altar besteht aus einem umgedrehten römischen Opferstein, der bei einer Renovierung entdeckt wurde. Der wiederverwendete Stein setzt einen anderen Akzent als die datierten Bau- und Ausstattungselemente der Klosterkirche.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Kirchheim am Ries ist über den Bahnhof Bopfingen an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Regelmäßige Busverbindungen führen in die Gemeinde und ihre Ortsteile. Wenn Sie Bahn und Bus einplanen, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor der Reise, da sich Fahrpläne ändern können.

Weitere Reiseziele entdecken: Bopfingen, Adelmannsfelden, Heuchlingen, Obergröningen, Böbingen An Der Rems, Tannhausen, Schechingen, Bartholomä.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.

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