Tannhausen verbindet Spuren früher Besiedlung und spätgotische Baukunst mit Wegen durch unterschiedliche Landschaftsräume. Für die Suche nach einer Ferienwohnung bietet der Ort verschiedene Schwerpunkte: Naturbeobachtung, Aussicht, Geschichte und eine lange Wallfahrt. Welche davon Ihren Aufenthalt prägen sollen, lässt sich anhand der konkreten Wege und Sehenswürdigkeiten gut abwägen.
Geschichte und Baukunst
Tannhausen wurde erstmals 1100 urkundlich erwähnt. Steinfunde und Grabhügel weisen auf vorgeschichtliche Siedlungen während der Hallstattzeit hin. Damit reichen die historischen Bezugspunkte des Ortes deutlich weiter zurück als die erste schriftliche Erwähnung.
Die Pfarrkirche St. Lukas ist ein spätgotischer Bau, dessen Ursprung ins 15. Jahrhundert reicht. Ihr 46 Meter hoher Turm wurde 1479 vollendet. Die katholische Pfarrkirche gilt als bemerkenswerter spätgotischer Komplex im Stil Stephan Weyrers von Nördlingen. Ein weiterer historischer Ortsbezug ist Schloss Tannhausen: Das Gutsschloss liegt am Ortseingang nahe der Sechta.
Aussichten und Landschaft
Am Bergheimer Stausee gehören ein Informationsboard, Sitzgelegenheiten und eine Aussichtsplattform zum Aussichtspunkt. Von dort geht der Blick in Richtung Dinkelsbühl, Hesselberg, Ipf und Schloss Baldern. Eine andere Aussicht bietet ein Sitzbereich am Grünen Pfad nahe der Liaskante: Von hier reicht das Panorama nach Franken. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Akzente – einmal mit Blick auf die benannten Landschafts- und Kulturpunkte, einmal mit einem weiten Panorama in Richtung Franken.
Zum Landschaftsbild gehören auch Biotope und Schutzgebiete im Flurneuordnungsgebiet Tannhausen, die durch Naturschutzmaßnahmen entstanden sind. Wer den Aufenthalt draußen plant, findet hier also neben Aussichtspunkten auch einen konkreten Bezug zu Landschaftspflege und Naturschutz.
Wege und Wallfahrten
Der STAUNE-Pfad ist ein acht Kilometer langer Biodiversitätspfad durch acht unterschiedliche Lebensräume. An acht Stationen vermitteln Informationstafeln oder interaktive Elemente Themen wie Heide, Streuobstwiesen, Wasser und Hecken. Der Weg kann in Tannhausen begonnen werden; Einkehrmöglichkeiten gibt es in allen drei beteiligten Gemeinden. So verbindet die Route eine festgelegte Distanz mit verschiedenen Naturthemen entlang des Weges.
Der Grüne Pfad ist für Radfahrende, Wandernde und Erholungssuchende in der ländlichen Landschaft vorgesehen. Zusammen mit dem STAUNE-Pfad ergibt sich eine Auswahl zwischen einer acht Kilometer langen, auf Biodiversität ausgerichteten Strecke und einem Weg, dessen vorgesehene Nutzung auch Radfahren umfasst. Ein Sitzbereich nahe der Liaskante ergänzt den Grünen Pfad um einen Aussichtspunkt.
Eine jährliche Fußwallfahrt von etwa 40 Kilometern führt von Tannhausen zur Wallfahrtskirche Maria Brünnlein nahe Wemding; sie besteht seit 1851. Eine weitere Wallfahrt zu Ehren von Pater Philipp Jeningen wird am ersten Samstag im Mai zum Schönenberg gehalten. Für die Einordnung der beiden Termine ist der Unterschied wichtig: Bei der Wallfahrt nach Maria Brünnlein sind Ausgangspunkt, ungefähre Gehstrecke und jährliche Durchführung benannt; für die Wallfahrt zum Schönenberg sind der wiederkehrende Termin und die Widmung angegeben.
Praktische Orientierung
Für eine Straßenreise bietet die Deutsche Limesstraße eine geografische Orientierung: Sie verläuft über die Landesstraße 1076 durch Tannhausen in Richtung Dinkelsbühl und Mönchsroth. In Tannhausen gibt es außerdem einen kommunalen Grillplatz mit Schutzhütte oberhalb des Sport- und Freizeitzentrums am westlichen Ortseingang. Für die Nutzung ist eine Anmeldung erforderlich.
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