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Rainau verbindet die römische Vergangenheit mit einem Verlauf, der mehrere Ortsteile umfasst: Der Obergermanisch-Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, durchzieht auf rund sechs Kilometern das Gemeindegebiet in Buch, Schwabsberg und Dalkingen. Neben dieser übergreifenden Linie stehen einzelne Bauwerke und Spuren vor Ort. In Dalkingen liegt das Limestor an der Limesstrecke zwischen Rhein und Donau.

Limes und römische Zeugnisse

Das Limestor bei Dalkingen ist bislang die einzige in Stein gebaute Toranlage des Obergermanisch-Raetischen Limes, die durch bauliche Überreste nachgewiesen werden konnte. Ein 23 Meter breiter und 16 Meter hoher Glaskubus schützt die originale römische Bausubstanz dauerhaft. Die besondere Bedeutung des Tors und der Schutz der erhaltenen Substanz geben dem Limes-Thema in Rainau einen konkreten baulichen Bezug.

Im Limes-Park Rainau sind Abschnitte und bedeutende Einzeldenkmäler des Limes in besonderer Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachturm kann bestiegen werden; von dort reicht der Blick über die Ostalb. Zum Park gehört auch ein römischer Wasserspielplatz für Kinder. An historischen Stätten werden Führungen mit zertifizierten Limes-Cicerones angeboten. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie die Termine am besten vorab.

Weitere römische Spuren finden sich direkt am Ufer des Bucher Stausees: Dort sind Mauerreste des Römerbads und der Zivilsiedlung zu besichtigen. So stehen im Gemeindegebiet unterschiedliche Zeugnisse nebeneinander – von der Toranlage in Dalkingen über erhaltene Abschnitte im Limes-Park bis zu den Überresten am Seeufer.

Wege zwischen Limes und Bucher Stausee

Ein rund sechs Kilometer langer Rundwanderweg in Rainau führt an das UNESCO-Welterbe Limes und die römische Vergangenheit des Ortes heran. Die Stationen am Rundwanderweg werden durch Informationstafeln erläutert. Am Bucher Stausee ergänzt der rund 1,2 Kilometer lange Erlebnispfad das Angebot: Er bietet Bewegungs-, Klang- und Akustikerlebnisse und ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Im Vergleich verbindet die längere Runde den Limes mit der Ortsgeschichte, während der kürzere Erlebnispfad am See eigene Bewegungs- und Klangerlebnisse in den Mittelpunkt stellt.

Auch Naturbeobachtung ist am Bucher Stausee möglich: Auf dem Damm des Vorbeckens befindet sich eine eigens eingerichtete Beobachtungsplattform. Dort werden die vorkommenden Vogelarten in Wort und Bild dargestellt. Wer diesen Halt einplant, sollte sich vorab über die örtlichen Zugangsbedingungen informieren.

Kirchengeschichte in Schwabsberg

Die dem heiligen Martin geweihte Kirche in Schwabsberg ergänzt die römischen Zeugnisse um Ortsgeschichte aus späteren Jahrhunderten. Sie wurde 1387 als Kapelle erwähnt und 1749 zur Pfarrei erhoben. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1733 und umfasst unter anderem spätgotische Skulpturen des heiligen Nikolaus und des heiligen Sebastian. Die verschiedenen Daten beschreiben dabei unterschiedliche Stationen: die frühe Erwähnung, die Erhebung zur Pfarrei und den heutigen Kirchenbau.

Am Bucher Stausee

Zum Badebereich am Bucher Stausee gehört ein 150 Meter langer Kiesstrand. Der Strand, die archäologischen Reste am Ufer und der Erlebnispfad setzen jeweils eigene Akzente am selben Gewässer: Baden, römische Geschichte und Bewegung stehen damit als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander. Prüfen Sie vor einem Besuch des Badebereichs die aktuellen Bedingungen. So lässt sich Rainau mit seinen Limes- und See-Themen passend zu den eigenen Interessen für den Aufenthalt auswählen.

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