Rosenberg verbindet Kunst, einen thematisch geordneten Garten und verschiedene Wegverläufe. Im Alten Rathaus stehen Arbeiten zweier eng mit dem Ort verbundener Kunstmaler im Mittelpunkt; am Sieger Köder Zentrum ergänzen Sammlung und Bibelgarten diesen Schwerpunkt. Für die Zeit im Freien gibt es Routen mit unterschiedlichen Formen: eine Radtour mit ungefährer Fahrzeit, einen Rundweg ab der Ortsmitte und eine überörtliche Verbindung über Rosenberg und Hohenberg. Diese Unterschiede helfen dabei, den Aufenthalt nach Kultur, Garten oder Bewegung auszurichten.
Kunst und Bibelgarten
Die Galerie und das Museum „Altes Rathaus“ in Rosenberg zeigen Werke der Kunstmaler Sieger Köder und Karl Stirner, die eng mit Rosenberg verbunden sind. Das Sieger Köder Zentrum konzentriert sich auf Köders Werk in mehreren Formen: Zeichnungen, originale Glasfenster, Plastiken und Skulpturen, Bilder, Fotos und Videos. So unterscheiden sich die Schwerpunkte: Im Alten Rathaus begegnen Sie Arbeiten zweier mit Rosenberg verbundener Künstler, im Zentrum steht die Bandbreite von Köders Arbeiten und Medien.
Am Sieger Köder Zentrum liegt außerdem der Bibelgarten. Acht Bildtafeln und mehr als 60 Pflanzenarten sind dort in der Reihenfolge ihres Vorkommens in der Bibel angeordnet. Diese biblische Abfolge prägt die Ordnung des Gartens und setzt einen anderen Akzent als die Bild- und Medienbestände des Zentrums. Kunst und eine biblisch geordnete Pflanzenwelt stehen so als unterschiedliche Zugänge nebeneinander.
Radrunde, Rundweg und Jakobsweg
Die Routenangaben im Freizeitplan der Gemeinde von 2021 unterscheiden eine Radtour und zwei Wegverläufe. Die Radtour „Rund um Rosenberg“ ist mit etwa dreieinhalb Stunden Fahrzeit angegeben. Mit dieser ungefähren Dauer lässt sie sich als eigener Zeitbaustein einplanen; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Wegbedingungen.
Der Freizeitplan nennt außerdem einen Rundweg, der in der Ortsmitte von Rosenberg beginnt, über den Holzmühlenweiher, den Parkplatz Orrotsee und den Herlingsweiher führt und nach Rosenberg zurückkehrt. Der Ausgangspunkt ist damit zugleich Ziel; die benannten Stationen geben dem Rundweg seinen Verlauf. Davon unterscheidet sich der Fränkisch–Schwäbische Jakobsweg / HW4: Auf der Strecke von Mainkling nach Adelmannsfelden führt er über Rosenberg und Hohenberg. Der Rundweg kehrt also zum Ausgangsort zurück, während der Jakobsweg auf einer Verbindung zwischen den beiden genannten Orten verläuft.
Weitere Perspektiven im Ostalbkreis
Im Ostalbkreis stehen in Rainau römische Geschichte und in Lorch Klosterkultur im Mittelpunkt. Der Obergermanisch-Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, zieht sich in der Gemeinde Rainau durch Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf etwa sechs Kilometern. Im Limes-Park Rainau sind bedeutende Teilstücke und Einzeldenkmäler in besonderer Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm ermöglicht dort eine Rundumsicht über die Ostalb; das Limestor Dalkingen ist ein einmaliges Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau.
Der ausgeschilderte Limes-Rundwanderweg bei Rainau ist etwa elf Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr zweieinhalb Stunden. Er führt von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg. In Lorch bietet das Kloster einen anderen historischen Schwerpunkt: Es wurde 1102 von Friedrich I., dem ersten Staufer, und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege gegründet. Die Dauerausstellung informiert über 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der verzierten Lorcher Chorbücher. Zur Anlage gehören außerdem eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm mit Ausblicken auf die Klosteranlage, Gärten und Umgebung.
Weitere Reiseziele entdecken: Bopfingen, Täferrot, Essingen, Eschach, Mutlangen, Lorch, Schechingen, Unterschneidheim
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