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Neun Stationen im Naturerlebnisweg des Wildpflanzenparks Mutlanger Heide laden dazu ein, Natur zu erleben, zu beobachten und zu verstehen. Dazu kommen die Geschichte der Heide über 2.000 Jahre und Mutlangens Rolle in den Aktionen der Friedensbewegung der 1980er Jahre. So stehen in Mutlangen Naturbeobachtung und zwei unterschiedliche historische Perspektiven im Mittelpunkt.

Natur erleben und mitmachen

Der Naturerlebnisweg im Wildpflanzenpark Mutlanger Heide richtet sich an Kinder, junge Menschen und Familien. An neun Stationen können sie die Natur erleben, beobachten und verstehen; ein Teilnahmebogen lädt zum Mitmachen ein. Die Stationen geben dem Naturthema eine klare Folge: Es geht nicht nur um das Zurücklegen eines Weges, sondern auch darum, aufmerksam wahrzunehmen und sich mit der Natur zu beschäftigen. Der Teilnahmebogen ergänzt diese Beobachtungen um eine Möglichkeit, aktiv mitzumachen.

Die Mutlanger Heide und ihre Geschichte

Der Geschichtslehrpfad Mutlanger Heide vermittelt auf sieben Tafeln, wie die Heide in den vergangenen 2.000 Jahren genutzt wurde. Sein Anfang und Ende geben eine konkrete Orientierung: Der Weg beginnt im Rainhaldenweg zwischen der Heideschule und dem Franziskusgymnasium und endet bei ehemaligen Munitionsbunkern. Die Tafeln spannen damit einen weiten zeitlichen Bogen; der Endpunkt verweist auf eine frühere Nutzung des Geländes. Wer sich für Landschaftsgeschichte interessiert, findet hier einen anderen Zugang als auf dem Naturerlebnisweg: Im Mittelpunkt stehen nicht Beobachtungsstationen, sondern die wechselnde Nutzung der Heide über lange Zeit.

Friedensgeschichte und ein weiterer Bewegungsansatz

Auch die jüngere Geschichte prägt Mutlangens Bild. Durch Aktionen der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Pershing-II-Raketen rückte der Ort in den 1980er Jahren in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Das ist eine andere Zeitebene als die Geschichte der Heide auf den sieben Tafeln: Hier geht es um ein Ereignis der jüngeren Ortsgeschichte, dort um die Nutzung über einen Zeitraum von 2.000 Jahren. Zusammen eröffnen diese Themen mehrere historische Blickwinkel, ohne dass sie denselben Schwerpunkt setzen.

Ein eigenes Aktivitätsthema ist der Energie-Parcours mit acht neuroenergetischen Übungen. Die Übungen lassen sich bei einem Spaziergang nutzen oder als kurze Pausenroutine zu Hause anwenden. Diese beiden beschriebenen Nutzungsweisen unterscheiden den Parcours von den Tafeln des Geschichtslehrpfads und den Naturstationen im Wildpflanzenpark. Für die Planung ist damit auch die Frage interessant, ob Sie sich eher mit Natur und Geschichte beschäftigen oder Bewegung in Form kurzer Übungen einbeziehen möchten.

Ostalbkreis: römisches Erbe in Rainau

Im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis liegt in Rainau ein eigener Schwerpunkt auf dem römischen Limes. Der Obergermanisch-Raetische Limes verläuft dort durch die Ortsteile Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf etwa sechs Kilometern und gehört seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Im Limes-Park Rainau sind die schönsten Teilstücke und bedeutendsten Einzeldenkmäler des Limes in einmaliger Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm ermöglicht eine Rundumsicht über die Ostalb; das Limestor Dalkingen ist ein einmaliges Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau.

Als konkrete Wanderoption im Ostalbkreis bietet sich der Limes-Rundwanderweg bei Rainau an: Er ist etwa 11 Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr 2,5 Stunden. Der ausgeschilderte Weg führt von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz, entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg. Länge und Gehzeit geben einen eigenen Zeitrahmen für diese Tour; sie beziehen sich auf den Rundwanderweg bei Rainau.

Weitere Reiseziele entdecken: Böbingen An Der Rems, Ellwangen, Oberkochen, Gschwend, Täferrot, Lorch, Waldstetten, Schechingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.

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