Hohenburg verbindet Kirchenarchitektur, Wanderlandschaft und einen besonderen Einblick in das Leben der Großen Hufeisennase. Die Pfarrkirche St. Jakobus, der Wacholderwanderweg und das Fledermaushaus setzen unterschiedliche Akzente – so können Sie den Ort nach Ihren Interessen kennenlernen.
Kirche, Landschaft und Fledermausbeobachtung
Die Pfarrkirche St. Jakobus in Hohenburg vereint romanische, spätgotische und barocke Elemente. Die verschiedenen Baustile geben dem Kirchenbau ein vielschichtiges Erscheinungsbild. Für Interessierte am Lauterachtal-Radweg ist die Kirche sehenswert.
Im Fledermaushaus Hohenburg lassen sich Große Hufeisennasen mithilfe von Infrarotkameras live beobachten. Im Haus befindet sich außerdem eine Wochenstube dieser Fledermausart. Eine Wochenstube ist ein Sommerquartier, in dem die Tiere ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Das verbindet die Beobachtungsmöglichkeit mit einem konkreten Einblick in den Lebenszyklus der Art.
Wandern rund um Hohenburg
Der Wacholderwanderweg erreicht nach etwa 11 km ab dem Startpunkt in Schmidmühlen das Gemeindegebiet von Hohenburg. Sein Verlauf führt entlang der Hänge des Lauterachtals, das auch als „Toskana der Oberpfalz“ bekannt ist. Im übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach gehört der Wacholderwanderweg zu den schönsten Wanderwegen.
Für die Planung ist die Wegangabe eine Orientierung zum Verlauf: Nach etwa 11 km ab Schmidmühlen erreicht der Weg das Gemeindegebiet Hohenburg. Das ist eine andere Art von Streckeninformation als beim Felsenweg im übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach. Dieser ist eine 2,7 Kilometer lange Wanderung von Sackdilling durch das Felsenlabyrinth zu den Bauernlöchern; die Gehzeit beträgt etwa 45 Minuten. Beide Wegbeschreibungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Wacholderwanderweg steht der Verlauf entlang der Talhänge im Vordergrund, beim Felsenweg die kurze Gehzeit und die Felslandschaft.
Das übergeordnete Reiseziel Amberg-Sulzbach
Im übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach reicht die Landschaft von mächtigen Kalkfelsen und sanften Jurakuppen bis zu ausgedehnten Wäldern und Flusstälern. Eine weitere Perspektive auf die Natur bietet die Beobachtungsplattform Theuern. Sie wurde am Rand der Schönungsteiche der Kläranlage in Theuern errichtet. Das angrenzende Feuchtgebiet mit der Vils, Altarmen und Teichen ist ganzjährig Rast- und Brutplatz für heimische Vögel sowie für Vögel, die aus dem Norden zuziehen.
Wer eine andere Aktivität sucht, findet im übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach bei Wolfertsfeld den Bow-Vision-3-D-Parcours: Auf einem etwa 3 Kilometer langen Rundkurs durch den für den Oberpfälzer Jura typischen Bauernwald lässt sich traditionelles Bogenschießen ausprobieren. Das unterscheidet sich deutlich von einer Wanderung und erweitert die Auswahl um eine aktive Beschäftigung im Wald.
Kultur und regionale Küche
Für kulturgeschichtliche Interessen gibt es im übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach ebenfalls verschiedene Themen. Das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern im Kultur-Schloss Theuern erforscht und dokumentiert den Bergbau und die Industrie des ostbayerischen Raumes und hält deren Geschichte lebendig. Der Erzweg verbindet Stätten mit einer über 1.000-jährigen Bergbautradition und führt durch Kultur- und Naturlandschaften.
Auch die Kirwan prägen das Amberg-Sulzbacher Land: Seit 2023 gehören sie zum immateriellen Kulturerbe in Bayern. Sie werden jedes Jahr im jeweiligen Ort gefeiert und sind für Gäste und Einheimische offen. Prüfen Sie die Termine für den jeweiligen Ort vorab. Viele Gaststätten im Amberg-Sulzbacher Land laden regelmäßig zur traditionellen Schlachtschüssel ein. Dazu gehören Wurschtsuppn, Kesselfleisch sowie nach eigenen Rezepten gefertigte Blut-, Leber- und Bratwürste. Da die Termine je Gasthaus variieren, lohnt sich eine Nachfrage vorab.
Weitere Reiseziele entdecken: Etzelwang, Schnaittenbach, Ammerthal, Sulzbach-Rosenberg, Birgland, Vilseck, Rieden, Schmidmühlen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amberg-Sulzbach.