Ammerthal zeigt seinen Charakter in zahlreichen, meist ostwärts verlaufenden Karsttälern. Für Wandernde prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch die Orientierung das Unterwegssein: Ein professionelles Wanderleitsystem setzt an Entscheidungspunkten mit nummerierten Tafeln an. Sie geben genaue Entfernungen an, weisen den Weg und informieren über Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie Haltepunkte des öffentlichen Nahverkehrs.
Von der Kirche St. Nikolaus aus reicht der Blick in die Trockentäler von Pürschläg und Götzendorf. So stehen neben den markierten Wegen auch zwei konkret benannte Täler als Orientierung für die Landschaftswahrnehmung. Die Aussicht und das Wegenetz setzen unterschiedliche Akzente: hier der Blick in die Trockentäler, dort die Wegweisung an den Entscheidungspunkten.
Zwei Wanderwege, unterschiedliche Akzente
Der Vater-Unser-Weg führt mit elf Stelen vom Unteren zum Oberen Kirchensteig und an Werken der Ammerthaler Malerin Wilhelmine Müller vorbei. Auf den Stelen befinden sich zehn wetterbeständige Reproduktionen ihrer Ölgemälde zum Vaterunser. Außerdem führt der Weg zu den sonnigen Terrassen oberhalb des Ammerbachs und hinunter zu den Sportplätzen. Kunstmotiv und Wegverlauf gehören hier zusammen, ohne dass die Landschaft dabei auf einen einzigen Aussichtspunkt beschränkt ist.
Bei der Tour mit dem Namen Durch stille Wälder stehen dagegen Länge und Waldcharakter im Vordergrund: Die 11,5 Kilometer lange Tour ist eine bequeme Halbtagestour, besticht durch ihre Ruhe und eignet sich auch für heiße Sommertage. Sie beginnt und endet in Ammerthal. Damit lässt sich zwischen einem Weg mit Kunststelen und einer längeren, ruhigen Waldtour unterscheiden; für beide sind jeweils andere Aspekte der Strecke maßgeblich.
Kultur und regionale Ergänzungen
Die Ammerthaler Kirwa wird im Juli gefeiert. Wenn Sie Ihre Reisezeit danach ausrichten möchten, prüfen Sie den konkreten Veranstaltungstermin vor der Planung.
Im übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach gibt es weitere Wanderoptionen. Der Felsenweg ist eine 2,7 Kilometer lange Wanderung mit etwa 45 Minuten Gehzeit. Von Sackdilling führt er durch das Felsenlabyrinth zu den Bauernlöchern und durch eine eindrucksvolle Felslandschaft. Im Vergleich zu den 11,5 Kilometern von Durch stille Wälder ist das ein kürzeres Format; die unterschiedlichen Längen helfen dabei, die Größenordnung der beiden Wege einzuordnen.
Auch das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern im Kultur-Schloss Theuern gehört zum übergeordneten Reiseziel Amberg-Sulzbach. Es erforscht und dokumentiert den Bergbau und die Industrie des ostbayerischen Raums und hält deren Geschichte lebendig. Der Erzweg verbindet Stätten mit einer über 1.000-jährigen Bergbautradition und führt durch Kultur- und Naturlandschaften. Für eine andere Aktivität steht im übergeordneten Reiseziel außerdem der Bow-Vision-3-D-Parcours bei Wolfertsfeld: Auf einem etwa 3 Kilometer langen Rundkurs durch den für den Oberpfälzer Jura typischen Bauernwald lässt sich traditionelles Bogenschießen ausprobieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Schmidmühlen, Ebermannsdorf, Freudenberg, Königstein, Kastl, Hohenburg, Etzelwang, Weigendorf
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amberg-Sulzbach.