Die katholische Kapelle in Langfurth hat eine Geschichte, die auf ein gemeinsames Vorhaben aus dem Frühjahr 1902 zurückgeht. Auch in den Ortsteilen der Gemeinde eröffnen sich verschiedene Themen: spätgotische Kirchenkunst, ein Badeweiher mit Spielangeboten und ein jährlich wiederkehrender Gedenkgottesdienst. So können Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts zwischen Ortsgeschichte, Bauwerken und Freizeitmöglichkeiten abwägen.
Kapellengeschichte und Spielplatz in Langfurth
Im Frühjahr 1902 beschlossen elf Langfurther Familien den Bau einer Kapelle in Langfurth; umgesetzt wurde das Vorhaben im Frühjahr 1903. Die katholische Kapelle befindet sich im Privateigentum von acht Familien. Baugeschichte und Eigentum sind damit zwei unterschiedliche Aspekte dieses Ortes.
In Langfurth gibt es außerdem einen Mehrgenerationen-Spielplatz. Zusammen mit der Kapellengeschichte stehen hier unterschiedliche Themen nebeneinander: ein historisches Bauvorhaben und ein Freizeitangebot für mehrere Generationen.
Badeweiher und Wege in der Gemeinde
Im Ortsteil Ammelbruch erstreckt sich der Badeweiher über knapp einen Hektar. Für Kinder gibt es dort eine 30 Meter lange Seilbahn, eine Nestschaukel und ein Piratenschiff. Die Flächengröße und die genannten Spielangebote beschreiben den Weiher aus verschiedenen Blickwinkeln: als Gewässer und als Ort mit konkreten Einrichtungen für Kinder.
Auf Ebene der Gemeinde Langfurth kommen großflächige Waldgebiete sowie ausgeschilderte Wander- und Radwege hinzu. Damit stehen neben einzelnen Kultur- und Freizeitorten auch Natur und Bewegung als Themen für den Aufenthalt zur Wahl. Wenn Sie Ihren Schwerpunkt festlegen, können Sie etwa die Kirchen der Ortsteile mit einem Ausflug zum Badeweiher oder einer Wander- beziehungsweise Radtour verbinden, ohne daraus eine feste Route ableiten zu müssen.
Kirchenkunst in Dorfkemmathen und Ammelbruch
Die Marienkirche „Zur lieben Frau“ in Dorfkemmathen wurde Mitte des 15. Jahrhunderts in spätgotischer Form auf einer leichten Anhöhe über dem Dorf errichtet. Sie steht innerhalb eines ehemals befestigten Kirchhofs. Ihr Chor wurde 1452 urkundlich als vollendet erwähnt.
Neben dem Portal befindet sich ein dreiteiliges Holzrelief, das das Jüngste Gericht darstellt und um 1500 entstanden sein dürfte. Es dient als Altar der Kirche. Die beiden Datierungen beziehen sich auf unterschiedliche Details: 1452 ist die urkundliche Erwähnung des vollendeten Chors, während die Entstehungszeit des Reliefs nur ungefähr angegeben ist. In der Kirche befinden sich außerdem ein spätgotischer Kruzifixus und eine spätgotische Jungfrauenkrone.
In Ammelbruch steht die wohl romanische Peterskirche, die unter den Herren von Warberg erbaut und dem Apostel Petrus geweiht wurde. Zu ihren romanischen Elementen zählt ein Rundturm zwischen dem quadratischen Glockenturm und dem spätgotischen Chor. Ein zweiter belegter Kirchenneubau fand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts statt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche stark verwüstet und geplündert; bei einer Renovierung von 1752 bis 1755 wurde sie vollständig wiederhergestellt. Die Bauphasen und die spätere Wiederherstellung geben dem Kirchenbesuch einen anderen historischen Schwerpunkt als die Marienkirche in Dorfkemmathen.
Jährlicher Gedenkgottesdienst im Juli
Am Augustana-Denkmal in Matzmannsdorf findet seit 1980 alljährlich am zweiten Sonntag im Juli ein gemeinsamer Gedenkgottesdienst zur Erinnerung an die Augsburger Konfession statt. Wenn Sie diesen Termin in Ihre Reise einbeziehen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Veranstaltungsdaten.
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