Sommerkahl verbindet eine markante Bergbaugeschichte mit einem Naturlehrpfad und einer Radtour, die den Ort in einen größeren Verlauf einbindet. Die Pfarrkirche wurde 1961 aus Buntsandstein erbaut. Wer eine Ferienwohnung in Sommerkahl sucht, kann das Reiseziel nach den eigenen Interessen einordnen: Bergbau, Landschaft und Radfahren bieten unterschiedliche Zugänge zum Ort und seinem Umfeld.
Grube Wilhelmine: Bergbau und Geologie
Der Abbau von Kupfererzen im Bereich der Grube Wilhelmine ist erstmals 1704 urkundlich erwähnt. Die Grube lieferte jahrhundertelang Kupfer, Eisen und Mangan. Damit ist die Bergbaugeschichte sowohl durch einen frühen schriftlichen Nachweis als auch durch die lange Förderung verschiedener Erze geprägt.
Eine geologische Besonderheit ist die 20 Meter hohe Gneiswand. Großflächige Überzüge aus grünem Malachit und blauem Azurit bedecken den Fels; beide Mineralien sind sekundäre Kupfererze. Die Beschreibung der Grube umfasst damit nicht nur ihre historische Förderung, sondern auch die dort sichtbaren Kupfermineralien.
Ein Teil der alten Stollen wurde freigelegt und beleuchtet. Außerdem wurde der Hang oberhalb des Grubeneingangs gesichert und ein Informationsgebäude mit Toiletten errichtet. Für geführte Besuche ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Naturlehrpfad und Landschaft um Sommerkahl
Der Naturlehrpfad „Rund um die Wilhelmine“ erschließt die Landschaft um Sommerkahl und lädt Einheimische und Besucher zu einem Naturerlebnis ein. Die Landschaft ist seit vielen Jahrhunderten vom Menschen mitgestaltet; Landwirtschaft und Bergbau prägen das nähere Umfeld. Auch die Geschichte der Besiedlung reicht weit zurück: Das Gebiet um Sommerkahl ist seit über 800 Jahren besiedelt.
Der Naturlehrpfad wurde 2006 in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Spessart, der Gemeinde Sommerkahl, dem Verein Kupferbergwerk „Grube Wilhelmine“ Sommerkahl e.V., der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Aschaffenburg und der Regierung von Unterfranken realisiert. Für die Einordnung des Ortes ist die Verbindung von Natur und menschlicher Nutzung wesentlich: Bergbau gehört neben der Landwirtschaft zu den Einflüssen, die die Landschaft um Sommerkahl geprägt haben.
Radfahren: Sommerkahl auf einer längeren Route
Die Radtour Westerngrund–Heimbuchenthal, ehemals R6, führt von Huckelheim über Sommerkahl und Bessenbach sowie die Hohe Warte nach Heimbuchenthal. Sommerkahl liegt damit auf dem Verlauf einer Route, die mehrere Orte und Zwischenpunkte nennt. Das unterscheidet sie vom Naturlehrpfad, der die Landschaft um Sommerkahl erschließt. Wenn Sie die Radtour in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor der Fahrt die örtlichen Routenbedingungen.
Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Aschaffenburg
Im übergeordneten Reiseziel Aschaffenburg gibt es weitere Rad- und Wanderangebote mit eigenen Routenprofilen. Der MainRadweg verläuft im Maintal des Landkreises Aschaffenburg, ist gut ausgeschildert und als familienfreundlich eingestuft. Auch der Kahltal-Spessart-Radweg ist ausgeschildert und führt durch Landschaften des Landkreises. Im östlichen Hochspessart sind vier anspruchsvolle Cross-Country-Strecken als Bikewald-Spessart-Routen ausgeschildert.
Für Wandernde führen die Spessartwege 1, 2 und 3 durch den Landkreis; der Deutsche Wanderverband hat sie bereits viermal als Qualitätswege Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Der Eselsweg ist eine Mehrtagestour im Landkreis. Diese regionalen Möglichkeiten unterscheiden sich von der ausdrücklich über Sommerkahl führenden Radtour Westerngrund–Heimbuchenthal und erweitern den Blick auf das übergeordnete Reiseziel Aschaffenburg.
Weitere Reiseziele entdecken: Schöllkrippen, Kleinkahl, Rohrbrunner Forst, Rothenbuch, Haibach, Kahl, Kleinostheim, Karlstein am Main
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