Welden bietet mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: In der Pfarrkirche treffen Fundamente einer romanischen Kirche auf eine alte Glocke und ein großes Deckengemälde; die Kapelle zu den 14 Nothelfern erzählt von ihrer früheren Wallfahrtsfunktion. Hinzu kommen die Ganghofer-Stätte, die Lindenallee am Theklaberg und unterschiedliche Wege. Für die Planung hilft es, zunächst zwischen Baugeschichte, Familiengeschichte und Wegerlebnis zu unterscheiden.
Kirchenkunst und historische Spuren
Die Pfarrkirche Mariä Verkündigung in Welden steht am Standort einer romanischen Kirche. Von diesem Vorgängerbau zeugen noch die Fundamente von Chor und Turm. Zur Pfarrkirche gehört eine erhaltene Glocke, die auf etwa 1250 datiert ist und die Namen Lucas, Marcus, Matheus und Johannes trägt. Sie zählt zu den ältesten Glocken des Landkreises. Das Deckengemälde misst 13,5 Meter im Durchmesser. Matthäus Günther schuf es 1732 für 300 Gulden.
Auf einer Anhöhe mitten im Weldener Friedhof steht weithin sichtbar die spätgotische Kapelle zu den 14 Nothelfern. Sie wurde 1495 erbaut und diente den Menschen aus Welden und der Umgebung bei Krankheit und Not als Wallfahrtsort. 1680 erhielt die Kapelle einen Barockaltar, eine barocke Ausstattung und ein Deckenfresko, das Welden darstellt. Die Entstehungszeit der Kapelle und die späteren Ausstattungsdetails markieren zwei unterschiedliche historische Phasen.
Ganghofer und der Theklaberg
Die 2005 eröffnete Ganghofer-Stätte Welden befindet sich im Gasthof Hirsch. Ihre Dauerausstellung trug den Titel „Lebensräume – die Ganghofers im Schwäbischen Holzwinkel“ und widmete sich dem Leben und Wirken der Familie in und um Welden.
Auf dem Theklaberg wurde 1869 vom damaligen Revierförster August Ganghofer eine Lindenallee gepflanzt, die als Naturdenkmal gilt. Die Linden säumen den Fußweg zur Theklakirche. So treffen an der Allee ein benanntes Pflanzjahr und ein konkreter Wegbezug zusammen.
Radweg und Mitmach-Stationen
Der Weldenbahnradweg folgt dem Fundament der 1903 entstandenen Weldenbahn. Fernab der Straßen führt er durch Wälder und Felder nach Aystetten, Horgau, Adelsried und Welden. Sein Verlauf verbindet die Geschichte der ehemaligen Bahn mit einer Fahrt durch die Landschaft.
Ein anderes Wegthema bietet der Ludwig-Ganghofer-Lausbubenweg. Die Tour führt über den Burgstall Schneeburg und hat fünf Mitmach-Stationen. Dort können unter anderem Ludwigs verschollener Schatz ausgegraben, Eier wie Ludwig gestohlen und der Wald von einem Aussichtsturm aus betrachtet werden. Während beim Weldenbahnradweg der frühere Bahnverlauf und die Landschaft im Vordergrund stehen, gehören beim Lausbubenweg die Mitmach-Angebote zum Erlebnis.
Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Augsburg
Im übergeordneten Reiseziel Augsburg ist der LandArt-Kunstpfad Bonstetten ein 5,65 Kilometer langer Rundwanderweg. Auf dem Pfad erklärt der Künstler Hama Lohrmann persönlich seine Skulpturen. Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Augsburg führt der drei Kilometer lange Meditationsweg von der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld zum Weiherhof am Waldrand des Schwarzachtals. Im Landkreis Augsburg steht außerdem ein gut ausgebautes Radwegenetz zur Verfügung. Die Regionen Stauden, Holzwinkel und Reischenau gehören zum Naturpark Augsburg — Westliche Wälder.
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