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Von einem spätgotischen Sakramentshäuschen bis zur barocken Pfarrkirche: In Pettstadt lassen sich unterschiedliche Zeitstufen der Kirchenkunst zusammen betrachten. Bildstöcke und ein Standbild ergänzen diese Ortsgeschichte; wiederkehrende Feste geben der Reisezeit saisonale Anhaltspunkte. So können Sie vorab entscheiden, ob Baugeschichte, religiöse Kunst im Ortsraum oder ein konkreter Festtermin den Schwerpunkt setzen soll.

Kirchenkunst in mehreren Jahrhunderten

Die Pfarrei Pettstadt wurde 1399 errichtet und dem Domkapitel zu Bamberg als Obleiherrn unterstellt. Die heutige barocke Pfarrkirche Mariä Geburt steht für eine spätere Bauphase: Mit ihrem Bau wurde 1754 begonnen, 1756 war das Gebäude fertiggestellt, geweiht wurde es am 17. August 1777. Zwischen Fertigstellung und Weihe liegen 21 Jahre – zwei eigene Stationen in der Baugeschichte.

Der Hochaltar wurde 1769 von Johann Bernhard Kamm in freistehender Architektur geschaffen und fällt damit in die Zeit zwischen Fertigstellung und Weihe. In der Turmkapelle sind Fresken aus der damaligen Stilepoche erhalten: Sie zeigen Christus in der Mandorla, Maria, Johannes den Täufer und weitere Heilige. Ein weiteres historisches Detail ist das spätgotische Sakramentshäuschen von 1494 mit den Wappen zweier Bamberger Domkapitulare.

Bildstöcke und historische Spuren im Ortsraum

Unmittelbar vor der Ebrachbrücke steht das Standbild des heiligen Johannes von Nepomuk, des Schutzheiligen Böhmens. Es wurde am 16. Mai 1872 errichtet. Im Vorgarten des Anwesens Kraus am Kaulberg 2 zeigt eine Sandsteinplastik Jesus, neben dem Kreuz ruhend.

Der barocke Nischenbildstock Lieb Herrchela stammt aus dem Jahr 1727. Von zwei Linden eingerahmt, steht er am alten Verbindungsweg nach Erlach nahe dem Friedhof. Die Franzosenmarter befindet sich nahe der Brücke über die Rauhe Ebrach; sie entstand vermutlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Das Untere Kreuz hat seinen Platz im Wald am Mainberg gefunden, an einer Weggabelung in der Verlängerung der Erlacher Straße.

Auch die Geschichte der Pettstadter Fährrechte ist überliefert: Ihre Inhaber lassen sich namentlich bis 1461 zurückverfolgen. Damit reicht diese historische Spur weiter zurück als der Bau der heutigen Pfarrkirche. Sie ergänzt die Kirchen- und Kunstgeschichte um einen weiteren Aspekt der Ortsgeschichte.

Feste als saisonale Orientierung

Der Festkalender bietet wiederkehrende Anhaltspunkte für die Wahl der Reisezeit. Das Pettstadter Rosenfest findet am vierten Wochenende im Juni statt, das Straßenfest am dritten Wochenende im Juli. Der Weihnachtsmarkt ist für das dritte Adventswochenende angesetzt. Die Termine markieren damit sommerliche und vorweihnachtliche Reisezeiträume. Da die konkreten Kalendertage von Jahr zu Jahr variieren, prüfen Sie vor der Planung die Termine für Ihr Reisejahr.

Weitere Kultur- und Naturthemen im übergeordneten Reiseziel Bamberg

Das übergeordnete Reiseziel Bamberg umfasst weitere, eigenständige Kultur- und Naturthemen. Schloss Weissenstein bei Pommersfelden gehört zu den großen Barockanlagen Deutschlands und beherbergt eine umfangreiche Galerie mit kunsthistorisch bedeutsamen Werken französischer, italienischer, deutscher und niederländischer Maler.

Die Klosteranlage Ebrach wurde im 18. Jahrhundert durch Leonhard Dientzenhofer grundlegend zu einer schlossartigen Barockanlage umgestaltet; die gotische Kirche mit ihrer Fensterrosette blieb erhalten. Im ehemaligen Zisterzienserkloster ist seit 2004 das Museum der Geschichte Ebrachs untergebracht, das sich mit der Geschichte der Marktgemeinde und des Klosters befasst.

Weitere Reiseziele entdecken: Baunach, Scheßlitz, Bamberg, Stegaurach, Viereth-Trunstadt, Schlüsselfeld, Heiligenstadt In Oberfranken, Priesendorf.

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