Im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Lusen können Besucher auf mehr als 200 Hektar rund 40 Säugetier- und Vogelarten beobachten. Die Tiere leben in großräumigen, naturnahen Gehegen und Volieren. Rund um das Hans-Eisenmann-Haus lenken weitere Freigelände den Blick auf Pflanzen und Gesteine – so verbindet sich Naturbeobachtung mit Einblicken in die Erdgeschichte.
Pflanzen, Gesteine und Wege am Nationalparkzentrum Lusen
Das Pflanzen-Freigelände rund um das Hans-Eisenmann-Haus umfasst vier Hektar. Dort sind mehrere hundert Pflanzenarten in ihren natürlichen Lebensräumen und -gesellschaften zu sehen. Im Gesteins-Freigelände geht es um die Erdgeschichte der Region; einige der ausgestellten Gesteine sind mehr als 500 Millionen Jahre alt. Die Dauerausstellung „Wege in die Natur – Eine Geschichte von Wald und Menschen“ im Hans-Eisenmann-Haus führt in die Geheimnisse des Nationalparks Bayerischer Wald ein.
Auch der Baumwipfelpfad im Nationalparkzentrum Lusen eröffnet eine andere Perspektive: Er ist 1.300 Meter lang und führt bis zu 44 Meter über den Waldboden. Von dort ergeben sich Ein- und Ausblicke in und über den Nationalpark Bayerischer Wald. Wer lieber auf einem Rundweg unterwegs ist, findet am Nationalparkzentrum Lusen eine sieben Kilometer lange Entdeckertour; Abkürzungen sind möglich. Das Gelände ist für Kinderwagen und Rollstühle geeignet, im Winter geräumt und ganzjährig frei zugänglich.
Wander- und Radtouren planen
Im Naturpark Bayerischer Wald gibt es etwa 7.000 Kilometer markierte Wanderwege. Örtliche Wege sind mit grünen Schildern und weißer Schrift markiert. Im Bayerischen Wald verlaufen außerdem etwa 1.100 Kilometer Fernwanderwege. Die unterschiedlichen Angaben geben Ihnen Orientierung zu den Wegenetzen; prüfen Sie vor Ihrer Tour die Bedingungen vor Ort.
Für Wanderungen im Naturpark können die Waldbahn und die GUTi-Buslinien genutzt werden. Dadurch sind Streckentouren oder Rundtourabschnitte möglich. Vier Waldbahn-Linien erschließen die Nationalpark-Region; Igelbusse ergänzen das Bahnnetz und erreichen wichtige Nationalpark-Einrichtungen sowie Ausgangspunkte für Wanderungen. Entlang der Bahnlinie Viechtach–Gotteszell werden neun Wanderungen vorgestellt. Prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan und die einzelnen Zugverbindungen.
Für Radfahrende stehen im Nationalpark Bayerischer Wald mehr als 200 Kilometer bestens markierte Radwege zur Verfügung. Zweiradtouren vom Nationalpark können auch zur Erkundung des benachbarten Nationalparks Šumava genutzt werden. Für grenzüberschreitende Ausflüge gibt es Übergänge bei Bayerisch Eisenstein, Finsterau und am Gsenget. Prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit der Übergänge und die Routenbedingungen.
Führungen und Glaskultur
Der Nationalpark Bayerischer Wald bietet nahezu das ganze Jahr über ein Führungs- und Veranstaltungsprogramm. Die Inhalte sind saisonal; sehen Sie deshalb vor Ihrer Reise nach, welche Angebote zu Ihren Terminen passen.
Zur Glastradition im Bayerischen Wald gehören historische Glasorte ebenso wie heutige Kunst- und Handwerksbetriebe. Im näheren Umfeld des Reiseziels gibt das Glasmuseum Frauenau Einblicke in die Herstellung und Veredelung von Glas, die Arbeitsbereiche einer Glashütte und das frühere Leben in einem Glasmacherort. Die Ausstellung spannt einen weiten zeitlichen Bogen: von Sandkerngläsern früher Hochkulturen über Nuppengläser des Mittelalters und blütengeschmückte Vasen des Jugendstils bis zu Maschinengläsern des Industriezeitalters.
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