Im Altmühltal liegen lange Wege am Fluss, markante Dolomitfelsen und Zeugnisse der Römergeschichte dicht in einem gemeinsamen Natur- und Kulturraum. Die Entdeckungen reichen von einer Wanderung oder Radtour entlang der Altmühl bis zu wiederaufgebauten Teilen eines römischen Kastells. So lässt sich die Region je nach Interesse zu Fuß, mit dem Rad, auf dem Wasser oder mit einem Blick auf ihre Geschichte erkunden.
Wandern, Radfahren und Bootwandern
Der Altmühltal-Panoramaweg führt auf 200 Kilometern entlang der Altmühl von Gunzenhausen nach Kelheim und quer durch den Naturpark Altmühltal. Der Deutsche Wanderverband hat ihn als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Der Altmühltal-Radweg verläuft auf rund 160 Kilometern ebenfalls von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark, entlang der gemächlich dahinfließenden Altmühl. Die unterschiedlichen Streckenlängen geben eine konkrete Orientierung für die Wahl zwischen Wandern und Radfahren.
Auf dem Wasser führt die Bootwanderstrecke auf knapp 120 Kilometern zwischen Gunzenhausen und Dietfurt/Töging durch den Naturpark. Die gemächliche Fließgeschwindigkeit der Altmühl eignet sich für Anfänger und erfahrene Bootwanderer; der Fluss gilt als idealer Familienfluss. Für die Rückfahrt mit dem Rad gibt es im Naturpark von Frühjahr bis Herbst an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen Freizeitbusse beziehungsweise VGN-Freizeitlinien. Sie verfügen über Fahrradanhänger und transportieren Radfahrende samt Fahrrad zurück zum Ausgangspunkt. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Betriebstage und Fahrpläne.
Dolomitfelsen und Wacholderheiden
Ein prägnanter Blick auf die Landschaft eröffnet sich bei der Felsgruppe „Zwölf Apostel“ zwischen Solnhofen und Eßlingen. Die mächtig aufragenden Dolomitfelsen sind für Bootsfahrende auf der Altmühl, Radfahrende auf dem Altmühltal-Radweg und Wandernde auf Touren rund um Solnhofen sichtbar. Das Naturschutzgebiet bei den Felsen wurde 1984 auf einer Fläche von etwa 15,2 Hektar ausgewiesen. Auf dem Plattenkalk finden sich weitläufige Halbtrockenrasen, die in lichte Wacholder-Kiefern-Wälder übergehen. Zusammen mit den tief eingeschnittenen Tälern und urzeitlichen Felsriffen prägen Wacholderheiden das Landschaftsbild des Altmühltals.
Römische Spuren und barocke Baukunst
Der UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetische Limes, einst Grenze des Römischen Imperiums, verläuft mitten durch den Naturpark Altmühltal. Über dem Ort Pfünz liegt das römische Kastell Castra Vetoniana. Dort sind heute die nördliche Toranlage, ein Eckturm und ein Teil der Wehrmauer wiederaufgebaut; der saisonale Zugang zu den rekonstruierten Teilen kann variieren.
Eine andere Epoche erschließt das Kloster Weltenburg am Eingang des Donaudurchbruchs. Es wurde um das Jahr 600 gegründet und ist damit die älteste klösterliche Niederlassung Bayerns. Die Abteikirche, die die Gebrüder Asam von 1716 bis 1739 unter dem damaligen Abt Maurus Bächl erbauten und ausgestalteten, zählt zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks. Hier lassen sich Klostergeschichte und Architektur in einem Besuchsthema zusammendenken.
Urzeit auf dem Waldweg
Im Dinosaurier Museum Altmühltal führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Waldweg durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte. Entlang des Weges stehen mehr als 70 lebensechte Nachbildungen von Dinosauriern und anderen Urzeittieren. Wer sich für Fossilien interessiert, findet im Naturpark außerdem drei Steinbrüche, die zur Fossiliensuche einladen. Die Museumstour und die Suche in den Steinbrüchen sind unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit der Erdgeschichte der Region zu beschäftigen.
Auch regionale Küche gehört zu den Entdeckungen: Viele Gastwirte im Naturpark bieten Lammspezialitäten unter dem Markennamen „Altmühltaler Lamm“ an. Da sich einzelne Gaststätten und Speisekarten ändern können, lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Angebot, wenn Sie diese Spezialität gezielt probieren möchten.
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