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Mönchsdeggingen verbindet eine geologisch geprägte Landschaft mit konkreten Spuren der Ortsgeschichte. Der Rundwanderweg „Geotope Kühstein“ ist 2,7 km lang, als Lehrpfad ausgestattet und führt seit 2014 am Bildstock Moses vorbei. Auch die Aussichtsplattform am Buchberg ist in den Weg eingebunden.

Kühstein: Geologie und Kraterblick

Der Kühsteinfelsen bei Mönchsdeggingen ist eine allochthone Scholle am morphologischen Rand des Rieskraters und bietet einen umfassenden Blick über den gesamten Krater. Der Fachbegriff „allochthon“ kennzeichnet eine Scholle, die nicht an ihrem ursprünglichen Ort liegt. Die Aussichtsplattform am Buchberg bietet ebenfalls Panoramablick und ist Teil der Rundwanderung. So verbindet der Lehrpfad die geologische Einordnung des Felsens mit einem Landschaftsblick.

Im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries erläutert der Geopark-Lehrpfad Kühstein an acht Ereignistafeln die Prozesse des Meteoriteneinschlags vor 14,5 Millionen Jahren. Der Landkreis Donau-Ries bezeichnet den Geopark Ries mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater als touristische Attraktion. Ein anderer Zugang zur Regionalgeschichte bietet ein Rundgang auf Schloss Harburg: An der barocken Schlosskirche, Schießscharten, Gefängniszellen, Toren und Türmen werden fast 900 Jahre Geschichte vermittelt.

Kulturgeschichte und Termine in Mönchsdeggingen

Der Bildstock Moses wurde 1592 errichtet. Er zählt zu den ältesten Bauwerken der Südriesgemeinde und zu den Baudenkmälern im Landkreis Donau-Ries. Seine Einbindung in den Rundweg stellt die datierte Baugeschichte neben die geologische Ausrichtung des Lehrpfads.

Eine weitere historische Spur ist der jüdische Friedhof in Mönchsdeggingen. Fast 150 Grabsteine sind erhalten geblieben, weil das Gelände während der NS-Zeit nicht zerstört wurde. Diese Erhaltung und ihre historische Begründung prägen die Geschichte des Friedhofs.

Für die Reiseplanung ist auch der monatliche Wallfahrtstag ein konkreter Termin: Er findet am 13. eines jeden Monats statt. Fällt der 13. auf einen Sonntag, wird der Fatimatag am Samstag, dem 12., gefeiert. Prüfen Sie das Datum, wenn Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten möchten.

Donau-Ries als übergeordneter Rahmen

In Nördlingen ist die mittelalterliche Stadtmauer vollständig erhalten und komplett begehbar. Das Stadtmuseum zeigt auf vier Stockwerken eine über 150 Jahre alte Sammlung. Inhaltlich behandelt es das Leben und den Glauben der Menschen in Nördlingen, die Veränderungen der Reformationszeit, den Dreißigjährigen Krieg und die Schlacht bei Nördlingen von 1634. Ein Modell aus rund 6.000 Zinnfiguren veranschaulicht diese Schlacht.

Auch das RiesKraterMuseum in Nördlingen widmet sich dem Einschlag, der das Nördlinger Ries schuf, seinen kosmischen Hintergründen und seinen Auswirkungen bis heute. Zur Ausstellung gehören Meteoriten, Fossilien, ein Stück echtes Mondgestein, Informationstafeln und Multimediaangebote. Das Museum befindet sich in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ries.

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