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In Walting reicht der thematische Bogen von einer geschützten Wacholderheide über römische Geschichte bis zu Lehrpfaden und Paddelmöglichkeiten auf der Altmühl. Für Ihre Reiseentscheidung hilft es, die Schwerpunkte zu unterscheiden: Geht es Ihnen vor allem um Landschaft und Pflanzen, um die Römerzeit oder um Themen wie Feuchtgebiete und Wasser? So lässt sich Walting gezielt nach den Interessen auswählen, die Ihre Reise prägen sollen.

Wacholderheide und Trockenrasen bei Gungolding

Die Gungoldinger Wacholderheide liegt bei Gungolding am nördlichen Hang des Altmühltals. Das Naturschutzgebiet ist etwa 70 Hektar groß. Seine Landschaftsgeschichte reicht bis ins Mittelalter zurück: Die Heide entstand durch die Rodung des Waldes und Viehbeweidung. Auch die Pflanzenwelt gehört zu ihrem Charakter. Auf den Trockenrasen kommen unter anderem Frühlingsenzian, Gefranster Enzian und Deutscher Enzian vor. Landschaftsentstehung und botanische Besonderheiten gehören hier zusammen: Wer Naturgeschichte als Teil einer Reise schätzt, findet in der Heide einen konkreten Ausgangspunkt dafür.

Römisches Erbe in Pfünz

Das Kastell Vetoniana wurde um 90 n. Chr. angelegt. Heute sind dort die nördliche Toranlage, ein Eckturm und ein Teil der Wehrmauer wiederaufgebaut. Am Kastell befindet sich außerdem eine teilweise originalgetreu restaurierte römische Wachtstube. Das Römerkastell Castra Vetoniana im Ortsteil Pfünz wird als UNESCO-Welterbe beschrieben; die Einordnung steht im Zusammenhang mit dem Limes. Damit bietet Pfünz mehrere unterschiedliche Zugänge zur Römerzeit: vom wiederaufgebauten Kastell über die Wachtstube bis zur Vermittlung der Geschichte im Römerlehrpfad.

Der Römerlehrpfad Pfünz führt mit neun Stationen rund um das Römerkastell Vetoniana. Die Stationen erläutern die Geschichte des Kastells sowie die Anlage und das Lagerdorf mit seinen Tempeln und Häusern. So stehen sowohl das Kastell selbst als auch sein historischer Zusammenhang im Mittelpunkt. Die Anlage KUNSTamBANDamLIMES in Walting setzt einen anderen Akzent: Sie besteht aus sieben Skulpturen, die das UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes visualisieren.

Lehrpfade, Turm und Altmühl

Wer statt römischer Geschichte Feuchtgebiete in den Blick nehmen möchte, findet in Pfünz einen eigenen thematischen Schwerpunkt. Der Feuchtgebiets-Lehrpfad erläutert an zwanzig Stationen die Entwicklung von Feuchtgebieten, Fauna und Flora, Hoch- und Altwasser der Altmühl, das Ulmensterben sowie Regulierungsmaßnahmen. Die unterschiedlichen Stationenzahlen und Themen machen die beiden Lehrpfade gut unterscheidbar: Der eine widmet sich dem Kastell und seinem Lagerdorf, der andere den Landschafts- und Naturthemen der Feuchtgebiete.

Der Wohlfühlpfad Altmühlleiten beginnt am Parkplatz der Kirche Mariä Himmelfahrt in Gungolding. In Rieshofen ist von der einstigen Wasserburg der etwa 17 bis 18 Meter hohe Bergfried erhalten. Auf der Altmühl durch die Gemeinde Walting kann entspannt gepaddelt werden. Diese Angebote setzen jeweils eigene Schwerpunkte – vom benannten Startpunkt eines Pfads über ein erhaltenes Bauwerk bis zu einer Aktivität auf dem Fluss – und lassen sich nach dem Interesse an Geschichte, Natur oder Wasser einordnen.

Kulturkontext im übergeordneten Reiseziel Eichstätt

Auch das übergeordnete Reiseziel Eichstätt bietet eigene kulturhistorische Themen. Im Jura-Museum Eichstätt liegt der Ausstellungsschwerpunkt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke; zu sehen ist dort auch das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx. Die Willibaldsburg wurde 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind unter anderem Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle sowie der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten. Im 1.500 Quadratmeter großen Bastionsgarten wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt; dort können Besucher viele der ursprünglichen Pflanzenarten kennenlernen. Diese Eichstätter Kulturorte ergänzen den Blick auf das übergeordnete Reiseziel, während die Wacholderheide, die Pfünzer Lehrpfade und die Altmühlaktivität die Waltinger Schwerpunkte bilden.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichstätt.

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