Enkering lässt sich über drei unterschiedliche Perspektiven erschließen: den schmalen Talraum der Anlauter, die Höhenlage der Rumburg und Wasser als Thema im Ort. Für Ihre Planung können Sie einen Spaziergang entlang des Flusses, den Weg hinauf zur Ruine und eine gesonderte Rundtour im Anlautertal auseinanderhalten. So bleibt klar, welche Themen im Ort liegen und welche Tour eine eigene Zeitplanung verlangt.
Tal und Wege in Enkering
Enkering liegt in einem schmalen Anlautertal zwischen zwei Höhenzügen. Ein Spaziergang entlang der forellenreichen Anlauter führt an restaurierten Häusern und Gasthöfen vorbei. Im Tal stehen so der Flusslauf und die Gebäude am Weg im Mittelpunkt – eine andere Perspektive als der Aufstieg zu den historischen Höhenlagen. Auf dem Schellenberg und bei der Ruine Rumburg befinden sich weitere historische Zeugnisse der umgebenden Landschaft.
Der Weg zur Ruine Rumburg
Die Ruine Rumburg liegt auf dem Schlossberg, auf einer steilen und stark bewaldeten Bergzunge nordwestlich oberhalb von Enkering. Von Enkering führt ein Wanderweg zur Ruine hinauf. Die Höhenlage und der Weg bergauf geben diesem Ausflug einen anderen Charakter als dem Spaziergang entlang der Anlauter.
Die Rumburg wurde erstmals 1361 urkundlich erwähnt. Ihre Anlage umfasst eine gut erhaltene Hauptburg sowie eine Vorburg, die durch einen tiefen und breiten Graben abgetrennt ist. Von der Vorburg ist nur noch das Bodendenkmal erhalten. Hauptburg und Vorburg haben damit einen unterschiedlichen Erhaltungsstatus – ein wichtiger Teil der Geschichte des Burgplatzes.
Historische Spuren im Ort und auf dem Schellenberg
Auch die katholische Pfarrkirche St. Ottmar prägt das historische Bild Enkerings. Ihr Turm besitzt ein Satteldach und einen Treppengiebel. Zur Ausstattung gehören barocke Altäre, eine barocke Kanzel und ein barockes Orgelgehäuse. Die starke Ummauerung des Friedhofs an der Kirche diente früher Befestigungszwecken.
Eine deutlich ältere Spur führt auf den Schellenberg östlich von Enkering: Dort befand sich im 9. Jahrhundert v. Chr. eine befestigte Anlage. Zusammen mit der Rumburg ergibt sich ein Blick auf zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte der Landschaft: die urkundliche Erwähnung der Rumburg im Jahr 1361 und die befestigte Anlage aus vorchristlicher Zeit.
Wasser entdecken und Wanderungen einordnen
Der Wasserspielplatz in Enkering verbindet Mühlbach und Sollache über einen neu angelegten, mäandrierenden Bachlauf. Stauwehre und eine archimedische Schraube gehören zu den Elementen, mit denen sich Wasser spielerisch entdecken lässt. Damit ergänzt die gestaltete Wasseranlage den Spaziergang an der Anlauter um ein anderes Wasserthema.
Der Burgenweg im Anlautertal ist eine eigene Wanderoption: Die Rundtour ist 18 Kilometer lang und hat eine Gehzeit von etwa fünf Stunden. Diese Angabe hilft Ihnen, den Zeitbedarf der Tour einzuordnen; Pausen können Sie zusätzlich in Ihre Tagesplanung aufnehmen. Der Burgenweg ist dabei von dem Wanderweg zu unterscheiden, der von Enkering hinauf zur Rumburg führt.
Anreise und ergänzender Blick auf Kinding
Enkering ist vom Bahnhof Kinding aus mit der RBA-Buslinie 9224 erreichbar. Der Regionalbahnhof Kinding (Altmühltal) liegt direkt an der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan der Buslinie.
Im übergeordneten Reiseziel Kinding liegt ein eigener kulturhistorischer Schwerpunkt: Die Kirchenburg Mariä Geburt in Kinding ist eine sehr gut erhaltene spätmittelalterliche Wehranlage und die größte Kirchenburg im Bistum Eichstätt. Sie befindet sich im Nordteil von Kinding am Berghang. Friedhof und Pfarrkirche Mariä Geburt sind tagsüber frei zugänglich. Diese Sehenswürdigkeit ist in Kinding verortet und ergänzt den Blick auf die historischen Themen Enkerings um einen eigenen Ort im übergeordneten Reiseziel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kinding.