Thannhausen vereint mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: barocke Kirchenkunst, einen Kunstweg durch die Stadt und Wassersport im Turncable Wakepark. Für die Planung hilft der Unterschied zwischen historischen Bauwerken, einem Stadtspaziergang und Angeboten, deren Besuchs- oder Veranstaltungstermine Sie vorab prüfen sollten.
Kirchenkunst und Stadtgeschichte
Die katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1742 vom Thannhauser Kirchenbaumeister Johann Kaspar Radmiller erbaut. Im barocken Saalraum sind mehrere künstlerische Beiträge vereint: Fresken von J. Christ, wechselnde Hauptaltarbilder von Franz Xaver Abele, Seitenaltarbilder von Konrad Huber, ein Kreuzigungsbild von L. Hundertpfund und das Chorgestühl des Thannhauser Kunstschreiners Ferdinand Zech. Die Ausstattung lässt sich so über verschiedene Werke und ihre Urheber erschließen, statt sich auf ein einzelnes Kunstwerk zu beschränken.
Die St. Leonhardskapelle am östlichen Ortseingang gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und stammt aus der Zeit um 1600. Damit verweist sie auf eine frühere Bauphase als die 1742 errichtete Stadtpfarrkirche. Wer Thannhausens Baugeschichte zeitlich einordnen möchte, findet in diesen beiden Sakralbauten unterschiedliche historische Bezugspunkte.
Auf dem Platz vor dem Rathaus steht seit 1901 das von F. Miller geschaffene Denkmal für Christoph von Schmid. Dieser war von 1796 bis 1816 in Thannhausen als Schriftsteller, Benefiziat und Schuldirektor tätig und verfasste „Ostereier“ sowie „Ihr Kinderlein kommet“. Denkmal, Ort und Biografie sind hier eng miteinander verbunden: Das Werk erinnert an eine Person, die über viele Jahre in der Stadt tätig war.
Im denkmalgeschützten Tuchmacherhaus richtete der Heimatverein mit über Jahre gesammelten Exponaten ein Stadtmuseum ein. Die Stadt stellte das Haus dem Verein 1987 zur Einrichtung eines Heimatmuseums zur Verfügung. Wenn Sie einen Museumsbesuch einplanen möchten, klären Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten vorab. Einen weiteren historischen Blick bietet das ehemalige Gerichtshaus am Dr.-Georg-und-Lu-Zimmermann-Platz: Es stammt aus dem Jahr 1673 und besitzt einen barock gestalteten Giebel von Kaspar Radmiller. Auf demselben Platz steht der Bierbrunnen, entworfen von der Thannhauser Architektin und Stadträtin Monika Wiesmüller-Schwab. Er ist der einzige Trinkwasserbrunnen der Mindelstadt.
Kunstweg und Aktivitäten
Der Brenninger-Weg verbindet ein Kunstthema mit einem Stadtspaziergang: Der Weg führt durch Thannhausen, folgt den Werken des Bildhauers Georg Brenninger und umfasst insgesamt zwölf Stationen. Wenn Sie Kunst im Stadtraum nicht nur an einem einzelnen Denkmal, sondern im Rahmen eines Spaziergangs betrachten möchten, ist dieser Weg eine klar benannte Möglichkeit. Seine zwölf Stationen geben dem Rundgang eine erkennbare Gliederung; im Mittelpunkt stehen dabei die Werke Brenningers.
Eine andere Art von Aktivität bietet der Turncable Wakepark in Thannhausen, wo Wakeboard und Wasserski gefahren werden können. Wenn Sie den Besuch des Wakeparks einplanen, prüfen Sie die aktuellen Betriebs- und Besuchsinformationen vorab. Am Turncable gibt es außerdem die Flexibus-Haltestelle Thannhausen Nr. 1 „Wakeboard“. Für eine Anreise mit dem Flexibus sollten Sie die aktuellen Verbindungen prüfen.
Kulturtermine auf der Freilichtbühne in Burg haben einen eigenen Rhythmus: Der Burgstalltheater Burg e.V. bringt dort alle paar Jahre eine neue Aufführung auf die Bühne. Planen Sie einen Theaterbesuch daher anhand der angekündigten Termine und nicht als täglich verfügbares Programm. Zusammen mit den Bauwerken, dem Brenninger-Weg und dem Wakepark ergibt sich eine Auswahl verschiedener Schwerpunkte, die Sie je nach Interesse in Ihre Reiseplanung aufnehmen können.
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