In Kelheim liegt das Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge, Hirschberg und Altmühlleiten“; zu ihm gehört der einzigartige Donaudurchbruch. Die geschützte Landschaft gibt dem Landkreis einen markanten Ausgangspunkt für Natur- und Kulturentdeckungen. 2020 wurde die Weltenburger Enge als erstes nationales Naturmonument ausgezeichnet. Im Naturschutzgebiet gibt es elf Wanderwege – eine konkrete Tour führt von Essing bis zum Donaudurchbruch.
Zwischen Altmühltal und Hallertau
Mit Kelheim, Essing und Riedenburg liegt der nördliche Teil des Landkreises im Naturpark Altmühltal. Im Süden gehören Abensberg, Neustadt an der Donau, Biburg, Rohr i. NB und Mainburg zur Hallertau, die als größtes zusammenhängendes Hopfenanbaugebiet der Welt gilt. So treffen im Landkreis unterschiedliche Landschaftsbezüge aufeinander: Im Norden prägt der Naturpark den regionalen Rahmen, während der Süden mit der Hallertau und dem Hopfenanbau verbunden ist. Wer Kelheim als Reiseziel betrachtet, kann diese Kontraste in die eigene Auswahl von Natur- und Kulturerlebnissen einbeziehen.
Wandern und Pilgerwege
Eine 13 Kilometer lange Wanderung führt von Essing über den Tatzlwurm, vorbei an den Klausenhöhlen und entlang des Keltenwalls zum Donaudurchbruch. Der Verlauf nennt konkrete Zwischenpunkte und ein klares Ziel; daneben gibt es im Naturschutzgebiet elf Wanderwege. Eine Etappe des Ostbayerischen Jakobswegs führt ebenfalls von Kelheim zur Weltenburger Enge. Damit stehen unterschiedliche Wegbezüge nebeneinander: eine Wanderung mit angegebenem Streckenverlauf und ein Abschnitt eines Pilgerwegs mit Kelheim und Weltenburger Enge als Endpunkten.
Auch die Altmühl gehört zum Naturerlebnis der Region. Wegen ihrer gemütlichen Fließgeschwindigkeit gilt sie als idealer Familienfluss. Diese Charakterisierung setzt einen anderen Akzent als die benannten Wander- und Pilgerwege: Hier steht der Fluss selbst und seine gemächliche Strömung im Mittelpunkt.
Radwege und archäologische Spuren
Der Donauradweg führt durch Weltenburg und Kelheim. In Kelheim liegen die Altstadt und die Befreiungshalle am Weg; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Streckenbedingungen. Ein weiterer Radwegbezug ist der Archäologiepark Altmühltal: Er erstreckt sich über 39 Kilometer und umfasst 18 Stationen zwischen Kelheim, Essing, Riedenburg und Dietfurt. Die meisten Stationen liegen direkt am Altmühltal-Radweg. Sie vermitteln Einblicke von den Neandertalern bis zu den Kelten und sind kostenlos und frei zugänglich. Die Angaben bieten verschiedene Orientierungspunkte: Der Donauradweg verläuft durch Kelheim und Weltenburg, während der Archäologiepark seine Stationen über mehrere Orte verteilt.
Gedenkstätte und Literaturgeschichte
Die Befreiungshalle Kelheim ist eine von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen von 1813 bis 1815. Die Widmung verankert das Bauwerk in der Geschichte dieser Kriege. Eine andere Spur führt zu Burg Prunn, die als Fundort einer originalen Handschrift des Nibelungenliedes bekannt ist. So reichen die kulturellen Anknüpfungspunkte von einem Kelheimer Denkmal mit klar benanntem historischen Anlass bis zu einer Burg, die mit einer bedeutenden Handschrift verbunden ist.
Die Unterkunft passend zu den eigenen Plänen wählen
Wenn Sie eine Unterkunft in Kelheim suchen, können Sie zuerst überlegen, welche Erlebnisse Sie in den Mittelpunkt stellen möchten. Für Kultur in Kelheim sind Altstadt und Befreiungshalle am Donauradweg wichtige Orientierungspunkte. Für eine Wanderung zum Donaudurchbruch beginnt die beschriebene 13-Kilometer-Tour in Essing; der südliche Landkreis eröffnet mit der Hallertau einen anderen Landschaftsbezug.
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