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Zwei Lücken unterbrechen den Stadtwall, der sich rund um den Stadtkern von Neustadt a.d.Donau zieht; Kastanien wachsen dort seit mehr als 100 Jahren. Der Wall ist zugleich Teil eines historischen Rundwegs und verbindet damit ein prägendes Merkmal des Orts mit einem konkreten Zugang zur Stadtgeschichte. Neben Rathaus und Pfarrkirche rückt Bad Gögging weitere Seiten Neustadts in den Blick: römische Badekultur, Heilmittel, Veranstaltungen und eine von Hopfengärten und Flussauen geprägte Umgebung. Für die Reiseplanung stehen so unterschiedliche Schwerpunkte bereit: der historische Stadtkern sowie Kultur- und Landschaftsthemen in Bad Gögging.

Rathaus, Kirche und Kapelle

Die Pfarrkirche St. Laurentius und das historische Rathaus stehen sich direkt gegenüber; gemeinsam bilden sie den Kern der Neustädter Innenstadt. Das spätgotische Rathaus stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Der zweigeschossige Bau mit Steilsatteldach wurde 1977 grundlegend erneuert. So lassen sich am Rathaus seine spätgotische Herkunft und eine spätere umfassende Erneuerung zeitlich unterscheiden.

Die St. Anna Kapelle entstand 1815 als Anbau an das Rathaus. Ihre Dekoration und Ausstattung stammen einheitlich aus der Erbauungszeit. Der Kapellenanbau setzt damit einen eigenen zeitlichen Akzent im unmittelbaren Rathausbezug: Auf das spätgotische Rathaus folgte die Kapelle im frühen 19. Jahrhundert. Bei ihr gehört neben dem Entstehungsjahr auch die geschlossene Gestaltung aus ihrer Bauzeit zur Besonderheit.

Stadtgeschichte entlang des Walls

Der Rundweg „Alte Rechte, alte Wege, alte Gemäuer – Geschichtsweg der Wittelsbacherstadt Neustadt an der Donau“ führt entlang des Stadtwalls und vermittelt an neun Hörspielstationen die Geschichte der Stadt. Der Wall ist hier nicht nur Teil der Ortsgestalt, sondern auch die Linie eines historischen Rundgangs. Das unterscheidet den Geschichtsweg von der Betrachtung einzelner Bauwerke: Die Hörspielstationen vermitteln Stadtgeschichte entlang des Wegs und geben dem Thema einen zusammenhängenden Rahmen.

Römisches Bad und Heilmittel in Bad Gögging

In Bad Gögging begegnen sich archäologische Zeugnisse und die örtlichen Heilmittel. Eine unter Kaiser Trajan errichtete römische Badeanlage ist im Römischen Museum für Kur- und Badewesen zu besichtigen. Anwendungen und Bäder werden mit Schwefelwasser, Naturmoor und Mineral-Thermalwasser angeboten; zu den Angebotsorten zählt die Limes-Therme. Für die Reiseplanung sind das zwei unterschiedliche Zugänge zum Thema Badewesen: das historische Bauwerk im Museum und die Anwendungen mit den drei ortseigenen Heilmitteln.

Auch die Ausgrabungen des Kohortenkastells Abusina sind durch sogenannte „Zeitfenster“ als Freilichtmuseum erschlossen. Damit kommt zu den Themen des römischen Badewesens eine weitere archäologische Perspektive in Neustadt hinzu. Wer die Geschichte des Ortes erkunden möchte, findet so sowohl ein Museum mit einer römischen Badeanlage als auch die Freilichtmuseum-Präsentation der Kastell-Ausgrabungen.

Veranstaltungen und Landschaft

In Bad Gögging finden das ganze Jahr über Veranstaltungen statt, darunter regelmäßige Kurkonzerte und das Römerfest „Salve Abusina“. Wenn ein bestimmtes Konzert oder das Römerfest für Ihre Reise ausschlaggebend ist, prüfen Sie die konkreten Termine am besten vorab. So können Sie Ihren Aufenthalt an einem Veranstaltungstermin ausrichten, statt nur mit dem allgemeinen Angebot zu planen.

Die Umgebung Bad Göggings ist durch Hopfengärten und Flussauen geprägt und lässt sich zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Damit ergänzen Aktivitäten im Freien die geschichtlichen Themen im Stadtkern und die Angebote in Bad Gögging. Wer den Aufenthalt nicht allein auf Kirchenbau, Rathaus und Museum ausrichten möchte, kann auch die Landschaft als eigenen Schwerpunkt einbeziehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Gögging, Kelheim, Painten, Riedenburg, Abensberg, Langquaid, Siegenburg, Ihrlerstein.

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